The A List Staffel 2 Netflix
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The A List – Staffel 2

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Inhalt / Kritik

The A List Netflix
„The A List“ // Deutschland-Start: 25. Juni 2021 (Netflix)

Die Erlebnisse im Sommercamp auf der fernen Peregrine Island haben Mia (Lisa Ambalavanar) noch immer nicht ganz losgelassen. Denn auch wenn ihre Therapeutin sie davon zu überzeugen versucht, dass sich die Jugendliche das alles nur eingebildet hat, Mia ist sich sicher, dass ihre Erinnerungen wahr sind. Gleichzeitig befinden sich Alex (Rosie Dwyer), Jenna (Eleanor Bennett), Kayleigh (Savannah Baker), Zac (Jack Kane) und Luka (Max Lohan) noch immer auf der Insel, wo sie sich in Quarantäne befinden. Für Mia, die endlich die Geheimnisse der Insel lösen muss, ist das Grund genug noch einmal an den Ort zurückzukehren. Aber auch ihre Widersacherin Amber (Ellie Duckles) schwirrt noch umher, braucht sie doch etwas aus dem Institut, mit dem sie eine lange Geschichte verbindet …

Das lange Warten hat ein Ende

Fans der Serie The A List brauchten schon recht viel Geduld, bis es zu einer Fortsetzung kam. Rund zwei Jahre dauerte es hierzulande, bis Netflix verriet, wie es mit den Jugendlichen auf der mysteriösen Insel weitergeht. In Großbritannien, wo Staffel eins bei der BBC lief, war es sogar noch mal deutlich länger. Dort war die Serie bereits im Oktober 2018 an den Start gegangen. Diese Wartezeit war auch deshalb gemein, weil die Geschichte mit einem heftigen Cliffhanger endete und das Publikum so auf die Folter spannte. Nun ist Staffel zwei aber da und tut so, als wäre nichts geschehen. Aus den Jahren im realen Leben wurden nur wenige Wochen, die Handlung setzt recht bald nach den Ereignissen des Auftaktes an.

Diese sollte man deshalb auch unbedingt kennen. Wer nicht dabei gewesen ist, wie sich lauter Jugendliche gegenseitig bekämpfen, während nach und nach Geheimnisse gelüftet werden, der wird hier nichts verstehen. Und selbst mit Vorkenntnissen darf man sich zwischenzeitlich fragen, was das alles soll. Dan Berlinka und Nina Metivier, die zusammen The A List entwickelt haben, wussten zwar im Grundsatz schon was sie wollen. Ihre Serie sollte eine Mischung aus Teeniedrama und Mysterythriller sein, angelegt auf einer abgelegenen Insel. Die Details waren den beiden dabei aber offensichtlich egal. Da wurde dann einfach irgendwie ein bisschen zusammengemischt, am Ende wird es schon passen.

Auf der Suche nach dem Sinn

Bei Staffel 2 ist das noch einmal etwas extremer. Fielen die Folgen der Vorgängerin dadurch auf, dass die Geschichte extrem gestreckt wurde, die Handlung einfach nicht vorankam, da überschlagen sich beim zweiten Mal die Ereignisse ein wenig. Die zuletzt erst einmal angedeuteten Sonderbarkeiten werden einem jetzt geradezu um die Ohren gehauen. Das sorgt bei The A List für mehr Abwechslung, zumal es nun zu mehreren Handlungssträngen kommt. Mit der Feinarbeit hatte man es aber erneut nicht. Vieles hier ergibt nicht so wirklich Sinn. Es kommt auch immer mal wieder vor, dass man ein Element einführt, später aber wieder vergisst. Gleiches gilt für die Figuren, die von einigen wenigen abgesehen, nur Mittel zum Zweck sind. Da tummeln sich einfach zu viele auf der Insel, die man nur mal kurz braucht und anschließend wieder wegwirft.

Das ist mal verwirrend, dann wieder frustrierend – oder auch einfach ärgerlich. Hinzu kommt, dass die Figuren wieder recht anstrengend sind. Offensichtlich sind Berlinka und Metivier, die alle Drehbücher verfasst haben, der Ansicht, dass ein Mensch umso interessanter ist, je mehr er sich und anderen das Leben schwer macht. Wen das alles nicht stört und bei einem solchen Titel nicht den Anspruch hat, auf irgendeine Weise intelligent unterhalten zu werden, der kann es hiermit versuchen. Fans von The A List dürfen sich zudem freuen, dass die nur acht Folgen umfassende Staffel ein Ende hat, welches für Netflix-Verhältnisse unerwartet abgeschlossen ist. Während beim ersten Mal aber die Neugierde, was das alles soll, noch dafür sorgte, bis zum Schluss dranzubleiben, nimmt die Motivation hier schon früher ab. Irgendwann ist dann doch einfach mal gut. Oder eben nicht gut.

Credits

OT: „The A List“
Land: UK
Jahr: 2021
Regie: Neil J. Wilkinson, Dan Berlinka
Drehbuch: Dan Berlinka, Nina Metivier
Idee: Dan Berlinka, Nina Metivier
Musik: Nick Foster
Kamera: Alan Wright
Bestzung: Lisa Ambalavanar, Ellie Duckles, Savannah Baker, Cian Barry, Eleanor Bennett, Barnaby Tobias, Rosie Dwyer, Nneka Okoye, Georgina Sadler

Trailer

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Die zweite Staffel von „The A List schließt nahtlos an die erste an, ist aber deutlich gestraffter als diese. Wo es beim Auftakt oft nicht voranging, überschlagen sich hier die Ereignisse. Sinnvoller wurde die Serie dadurch aber nicht. Zudem sind die Figuren erneut sehr nervig angelegt.
4
von 10