Monster Hunter Legends of the Guild Netflix
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Monster Hunter: Legends of the Guild

Inhalt / Kritik

Monster Hunter Legends of the Guild Netflix
„Monster Hunter: Legends of the Guild“ // Deutschland-Start: 12. August 2021 (Netflix)

Der junge Aiden träumt davon, einmal ein großer Jäger zu sein und es mit den gefährlichsten Monstern aufzunehmen. Bislang ist davon jedoch nur wenig zu sehen, er stößt schnell an seine Grenzen, sobald es ernst wird. Als er einmal unterwegs ist, wäre dies auch fast sein Ende. Doch dann taucht Julius auf, ein Mitglied der Jägergilde, und rettet ihn in letzter Minute. Dieser ist es auch, der von einem Drachenältesten berichtet, der in der Nähe sein soll und eine Bedrohung für Aidens Heimatdorf sein könnte. Fest entschlossen, dieses von der Gefahr zu schützen, schließt sich der Jugendliche daher Julius und seinem Team an und begibt sich auf die Suche nach der furchteinflößenden Bestie …

Der doppelte Durchstarter

Während in Japan und anderen asiatischen Ländern die Videospielreihe Monster Hunter schon vor mehr als zehn Jahren Blockbusterstatus erreichte, nahm man im Westen eher wenig Notiz davon. Das sollte sich erst mit dem 2018 veröffentlichten Monster Hunter World ändern, welches weltweit für pralle Kassen sorgte. Gleichzeitig arbeitete man daran, die beliebte Fantasywelt durch Adaptionen auch einem bislang nicht mit den Spielen vertrauten Publikum schmackhaft zu machen. Das bedeutet gleich zwei Filme, an denen gewerkelt wurde, in der Hoffnung, von der Popularität der Spiele zu profitieren und diese vielleicht sogar noch zu erhöhen. Zuerst erschien dabei der Live-Action-Film Monster Hunter wenige Monate später folgt mit dem Netflix-Titel Monster Hunter: Legends of the Guild eine animierte Fassung.

Aber es ist nicht nur die Darstellungsform, welche die beiden Filme unterscheidet. Zunächst einmal wirkt Monster Hunter: Legends of the Guild etwas kindlicher als der Kinofilm. Ein Grund dafür ist die Hauptfigur: Nahm in Monster Hunter eine nervenstarke, eiskalte Soldatin den Kampf mit den Ungetümen auf, da treffen wir hier einen Jugendlichen, dessen Unerfahrenheit ihn fast das Leben kostet. Das geht dann zwar ebenfalls mit einer großen Gefahr einher. Doch wo beim Kollegen sogar Horroranleihen mit ins Spiel kamen und alles in blassen Farben präsentiert wurde, da ist der Animationstitel sehr bunt. Figuren wie die große Fee, welche zum Team gehört, geben dem Film zudem eine leicht märchenhafte Note.

Näher an den Spielen

Ein zweiter großer Unterschied ist, dass man sich hier doch mehr an den Spielen orientierte. Obskure Portale zwischen der Spielewelt und der Erde gibt es nicht. Dafür tritt hier tatsächlich eine Gilde an und reist durch das Land auf der Suche nach den Monstern. Das verleiht Monster Hunter: Legends of the Guild eine stärkere Abenteueratmosphäre. Es wird auch mehr auf Kooperation gesetzt, ein wichtiger Aspekt der Spiele. Im Gegenzug sind die Monster deutlich kleiner. Bei Monster Hunter beschränkte man sich auf wenige Gegner, die dann aber gleich Hochhausformat haben durften und deshalb entsprechend länger bekämpft werden mussten. Etwas Vergleichbares kann man sich hier nicht leisten, nicht bei einer Laufzeit von weniger als einer Stunde.

Diese führt automatisch zu mehr Dynamik. Teilweise wird es sogar regelrecht hektisch, weil hier nicht wirklich die Zeit bleibt, auch mal innerzuhalten oder etwas zu vertiefen. Da hätte sich eine tatsächliche Serie doch mehr angeboten. Am Ende ist Monster Hunter: Legends of the Guild auch deshalb dann doch nur ein Zeitvertreib für zwischendurch, der sich an Fans richtet. Die können dann auch wirklich einen Blick riskieren. Der Rest findet hier ein eher durchschnittliches Animationsabenteuer, das weder inhaltlich noch visuell Herausragendes anzubieten hat. Die Designs der Kreaturen und die Hintergründe können sich schon sehen lassen. Das Regiedebüt des eigentlich im Spezialeffekte-Bereich tätigen Steven Yamamoto hat aber sicherlich nicht das ganz große Budget gehabt, weshalb da so manch einer mit einer unbeweglichen Helmfrisur herumläuft.

Credits

OT: „Monster Hunter: Legends of the Guild“
Land: USA, Japan
Jahr: 2021
Regie: Steven Yamamoto
Drehbuch: Joshua Fine
Musik: David Wurst, Eric Wurst
Animation: Pure Imagination Studios

Bilder

Trailer

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Im Gegensatz zum Kinofilm hält sich „Monster Hunter: Legends of the Guild“ sehr viel mehr an die beliebte Spielereihe, ist bunter und dynamischer. Tatsächlich besser ist der Animationsfilm aber nicht, dafür gibt die Geschichte um einen Drachen, der besiegt werden muss, selbst nicht genug her.
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