Ricky Gervais Alley Cats Netflix Streamen online Video on Demand
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Alley Cats – Staffel 1

Ricky Gervais Alley Cats Netflix Streamen online Video on Demand
„Ricky Gervais Alley Cats“ // Deutschland-Start: 7. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Es gibt vieles, was der Kater Gus hasst. Diverse Tiere zum Beispiel. Und Menschen sowieso, er lässt keine Gelegenheit ungenutzt, um über die lächerlichen Zweibeiner herzuziehen. Wenn es nach ihm ginge, könnten die auch einfach alle sterben. Katzen hingegen sind okay, manche zumindest. So teilt er sich mit einigen ein leerstehendes Haus, welches die Vierbeiner in Besitz genommen haben. Gemeinsam ziehen sie durch die Straßen, ziehen über andere her, suchen nach Sex oder Essen. Dabei treffen sie eines Tages auf ein kleines Kätzchen, das eigentlich bei Menschen lebt, sich aber verlaufen hat und nicht mehr den Weg zurückfindet. Auch wenn Gus und die anderen nicht viel von diesem Leben handeln, beschließen sie, dem hilflosen Tier zu helfen, wieder nach Hause zu kommen …

Wenn Karten lästern

Auch wenn der Output früher größer war, inzwischen nicht mehr ganz so viele Filme und Serien in diesem Bereich erscheinen, dann und wann hat Netflix doch etwas für Animationsfans im Angebot. Dieses Jahr war da beispielsweise das erfolgreiche Swapped – Getauscht über zwei Tiere, die ungewollt die Körper miteinander tauschen. Letztes Jahr gab es unter anderem In Your Dreams – Im Traum ist alles möglich und Die Trottels. Die besagten Filme waren dabei teils sehr unterschiedlich. Eine Gemeinsamkeit teilten sie sich aber: Sie waren alle für eine jüngere Zielgruppe gedacht. Jetzt bringt der Streamingdienst mit Alley Cats eine Serie heraus, die sich explizit an ein älteres Publikum richtet, wenn wir einer Gruppe unflätiger Katzen folgen.

Manche werden bei der Beschreibung eventuell an den Kultklassiker Fritz the Cat von 1972 denken. Auch damals ging es um einen Kater, der wenig kinderfreundliche Sachen tut. Während die Adaption eines Comics aber die Figuren stark vermenschlichte, der Protagonist ein Student war, der Drogen nahm und sich Orgien hingab, da sind die Figuren in Alley Cats deutlich näher an realen Tieren dran. Das heißt aber nicht, dass die Animationsserie eine naturalistische Darstellung eines tierischen Daseins anstrebt. Die Tätigkeiten selbst mögen näher dran sein an dem, was die Vierbeiner in Wirklichkeit tun. Nur tun sie hier gar nicht so viel. Stattdessen ist die Serie recht dialoglastig, wenn sich die Gruppe über Gott und die Welt unterhält und dabei zwischen Austausch und reinen Lästerstunden wechselt.

Ungenutztes Potenzial

Manchmal ist das ganz interessant, wenn Ricky Gervais (After Life), der die Serie entwickelt hat, die Drehbücher schrieb, Co-Regie führte und auch noch Kater Gus selbst sprach, die Situation nutzt, um etwas über die Menschen zu sagen. Alley Cats greift da auf das beliebte Mittel zurück, die Gesellschaft durch die Perspektive Außenstehender zu beschreiben. Leider findet das aber gar nicht so oft statt, wie es wünschenswert gewesen wäre. Ansonsten folgt leider auch Gervais dem Glauben, dass Animationstitel erwachsen sind, wenn sie derb sind und Sex thematisieren. Da wird dann beispielsweise über Sex mit anderen Tierarten gesprochen. An einer Stelle erhält die Gang etwas, indem sie sexuell gefällig ist. Lustig ist das dann weniger, zwischendurch darf man sich schon langweilen, obwohl es nur sechs Folgen sind, jede davon unter 20 Minuten lang.

Das ist schade, weil auf diese Weise viel Potenzial liegenbleibt. Wie schon Fixed – der letztjährige Netflix-Animationstitel um sprechende Tiere für Erwachsene – ist Alley Cats eine letztendlich durchschnittliche Produktion, bei der deutlich mehr drin gewesen wäre. Immerhin sieht das Ganze aber gut aus. Zwar ist die 2D-Optik kein technisches Wunderwerk, dafür wird auch gar nicht das Geld da gewesen sein. Aber es ist doch ganz stimmungsvoll, wenn die Vierbeiner durch die Gegend streifen oder sich im Hauptquartier austauschen. Ein bisschen nostalgisch auch, wenn man sich an den Zeichentricktiteln vergangener Zeiten orientiert. Reicht das aus für eine Empfehlung? Das vielleicht nicht. Aber es gab auf Netflix schon schlechtere Animationstitel für Erwachsene, zumal es zwischendurch auch die eine oder andere rührende Szene gibt.

Credits

OT: „Ricky Gervais Alley Cats“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Ricky Gervais, Elliot Deer
Drehbuch: Ricky Gervais
Idee: Ricky Gervais
Musik: Andy Burrows

Bilder

Trailer

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Alley Cats – Staffel 1
fazit
„Alley Cats“ begleitet eine Gruppe von Straßenkatzen, die sich über Gott und die Welt austauschen. Die Animationsserie nutzt das Potenzial zwar nicht aus, wenn zu viel über Sex gesprochen wird und andere Themen zu kurz kommen. Sie sieht aber ganz gut aus und ist an manchen Stellen auch rührend.
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