Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough Netflix Streamen online Video on Demand
© Silverback Films / Amy Thompson / Cedric Ujeneza / Toby Strong / Ewan Dryburgh / Ben Cherry / Netflix / John Sparks / Nature Picture Library / The Dian Fossey Gorilla Fund

Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough

„Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough“ // Deutschland-Start: 17. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Auch wenn sie im Vergleich zu anderen Themen wie True Crime oder Promiporträts eher seltener gebracht werden, gibt es im Dokumentar-Segment von Netflix inzwischen doch auch eine recht große Auswahl von Tierdokus. Kürzlich war da die vielbeachtete Serie Die Dinosaurier, welche mithilfe von Computergrafiken die Geschichte der Urzeitsaurier im Schnellverfahren nacherzählt. Ebenfalls ungewöhnlich war Nightmares of Nature: Wilde Horrorgeschichten, welches den täglichen Überlebenskampf von Tieren als furchteinflößenden Alptraum inszeniert. Wem das alles etwas zu übertrieben war, kann es jetzt einmal mit Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough versuchen, ein deutlich klassischeres Beispiel für eine Tierdoku.

Naturalistisch und nah am Thema

Der Titel gibt bereits vor, worum es geht. Wir lauschen David Attenborough, eine der Ikonen schlechthin, wenn es um Naturdokus geht, während er uns mehr über Gorillas verrät. Genauer hat er seinen Film einer Gorillagruppe gewidmet, mit der ihn eine lange Geschichte verbindet. Sie beginnt damit, dass der Brite das Gorillababy Pablo das erste Mal in den späten 1970ern trifft, zeigt uns aber auch, wie es um die heutige Gruppe bestellt ist, die aus Nachfahren des Affen besteht. Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough hat also schon eine historische Komponente, gerade wenn wir Aufnahmen von damals sehen oder aus Tagebüchern vorgelesen wird, die der Altmeister seinerzeit geschrieben hat.

Gleichzeitig ist der Film sehr zeitlos geworden. Das liegt zum einen am Setting. Wenn wir den Gorillas durch den Urwald folgen, ist nichts von der Moderne zu sehen. Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough zeigt uns eine unberührte Welt, die noch so aussieht wie vor Hunderten von Jahren. Es gibt keine neueste Technik, die aufzeigt, in welcher Zeit wir uns bewegen. Das gilt auch für die Inszenierung. Wo heutzutage viele Tierdokus auf Drohnen setzen und möglichst spektakuläre Bilder bieten wollen, da gibt man sich hier ganz naturalistisch. Manchen wird das eventuell zu altmodisch sein, zu wenig Schauwerte haben. Aber es ist doch eine Wohltat, wenn man sich hier auf das Wesentliche beschränkt und etwas über die Tiere sagt, man also nah beim Thema bleibt, ohne sich ständig Gedanken darüber zu machen, wie das alles toll inszeniert werden kann.

Mehr Reportage als Wissensvermittlung

Dafür wird alles ständig kommentiert, Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough trägt seinen Titel nicht ohne Grund. Der Film wird dabei persönlicher, als man es sonst oft von solchen Dokumentationen gewohnt ist. Man merkt hier deutlich, wie sehr das auch eine Herzensangelegenheit ist. Die Grenze zwischen Kommentar und Interpretation ist dabei natürlich fließend. Die Vermenschlichung von Tieren ist inzwischen fast schon die Regel, nicht die Ausnahme. Man muss allerdings nicht befürchten, dass das hier zu einer ähnlich grotesken Fantasie wie Leben mit Leoparden wird. Dafür ist Attenborough dann doch zu sehr Profi und an der wahren Natur interessiert, als dass er sich auf eine derart unseriöse Verkaufsshow einlassen würde.

Was ein bisschen kurz kommt, ist die eigentliche Wissensvermittlung. Wer sich erhofft, hier wirklich viel über Gorillas zu lernen, ist dann doch eher falsch. Es geht mehr um das Schicksal dieser Gruppe, die Entwicklung, gerade auch im Hinblick auf Hierarchien und Machtkämpfe. Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough wirkt dabei wie eine Reportage, die live dabei ist, quasi als begleitender Beobachter. Das wird dann nicht alles erklärt, wir bleiben bei den einzelnen Individuen und was diese durchmachen. Dann und wann gibt es zwar schon mal Verallgemeinerungen. Wenn sich beispielsweise zwei Alphamännchen zusammentun, anstatt wie üblich gegeneinander zu kämpfen, ist das schon interessant. Warum das passiert, weiß aber niemand. Am Ende ist das eine sehenswerte Reise, die einem diese imposanten Tiere näherbringt und dabei doch irgendwie auf Distanz bleibt.

Credits

OT: „A Gorilla Story: Told by David Attenborough“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: James Reed, Callum Webster
Musik: Richard Collins, Patrick Jonsson
Kamera: Ben Cherry, Ewan Hamilton Dryburgh, Ben Sadd
Mitwirkende: David Attenborough

Bilder

Trailer

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Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough
fazit
„Eine Gorilla-Story erzählt von David Attenborough“ begleitet eine Gorilla-Gruppe und erzählt von deren Erfahrungen. Das ist sehenswert und bleibt nah an den Tieren. Viele Erklärungen sollte man aber nicht erwarten, da hier ist eher Reportage als Wissenssendung.
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