Rückkehr ins Weltall Return to Space Netflix
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Rückkehr ins Weltall

Rückkehr ins Weltall Return to Space Netflix
„Rückkehr ins Weltall“ // Deutschland-Start: 7. April 2022 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Schon 2015 beschäftigte sich das Regisseuren-Duo bestehend aus Jimmy Chin and Elizabeth Chai Vasarhelyi in Meru mit der Bergsteigerei. 2018 blieben sie diesem Thema mit dem Dokumentarfilm Free Solo treu, welcher mit dem Oscar in der entsprechenden Kategorie ausgezeichnet wurde, bevor sie sich im 2021 erschienenen The Rescue in die andere Richtung begaben und die Rettungsaktion in der Tham-Luang-Höhle dokumentierten. Mit ihrem neuesten Projekt wollen die beiden wieder hoch hinaus, begnügen sich dabei aber nicht damit, zur Kletterei zurückzukehren. Von ihrem neuen Ziel aus betrachtet wirkt der Mount Everest bestenfalls wie ein plattgewalzter Maulwurfshügel: die Internationale Raumstation, kurz ISS (International Space Station).

Packende Weltraummission

Im Rahmen der ISS-Expedition 63 flogen die Astronauten Douglas Hurley und Robert Behnken zur ISS, um bei Reparaturen zu helfen und die Batterien auszutauschen, welche die Station mit Energie versorgen. Die SpaceX Demonstration Mission 2 getaufte Aktion war zwar schon für 2017 geplant, musste aufgrund diverser Widrigkeiten allerdings immer wieder verschoben werden, bis sie im Mai 2020 schließlich durchgeführt werden konnte. Der Name der Mission könnte beim ein oder anderen zu der Vermutung anregen, die 128-minütige Netflix-Dokumentation Rückkehr ins Weltall wäre im Grunde nichts anderes als ein überlanger Werbefilm für das US-amerikanische Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen SpaceX (Space Exploration Technologies Corporation) beziehungsweise dessen Gründer Elon Musk. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, abgesehen vielleicht von der ISS. Falls ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, hier noch kurz die Entwarnung, dass die Doku weniger mit technologischen Fachbegriffen aufwartet, sondern recht laienfreundlich gestaltet ist. Statt mit trockenen Fakten zu langweilen, packt sie den Zuschauer mit Emotionen, ohne dabei manipulierend zu sein oder etwas zu verdrehen oder falsch darzustellen.

Wer Elon Musk nicht leiden kann, wird Rückkehr ins Weltall bestenfalls widerwillig einschalten, falls die Ressentiments überhaupt überwunden werden können. Was dieser Mann mit seinem Unternehmen für die Raumfahrt geleistet hat, kann aber nicht wegdiskutiert werden. Vielleicht wird der ein oder andere seine Ansicht über Musk nach der Sichtung auch überdenken. Hier sehen wir keinen Nonsense twitternden Edgelord, sondern Musk als Menschen mit einer Passion. Mit Gefühlen gar, mit Unsicherheiten, mit Nervosität. Der exzentrische Milliardär steht allerdings nicht im Zentrum von Rückkehr ins Weltall, vielmehr wird die Mission von Start bis Ende dokumentiert.

Blick hinter die Kulissen

Rückkehr ins Weltall bedient sich der üblichen Stilmittel einer Dokumentation. So gibt es nicht nur Interviews mit Beteiligten oder Archivmaterial, sondern auch gefilmte Livereaktionen etwa zu Raketenstarts oder behind the scenes-Aufnahmen. Nun konnte bei Drehbeginn im November 2019 natürlich niemand damit rechnen, dass schon bald ein weltweiter Ausnahmezustand alles erheblich erschweren würde. Dokumentarfilmer sehen sich immer wieder mit Hindernissen konfrontiert, müssen sich immer wieder auf neue Umstände einstellen und sich daran anpassen. Ohne Pandemie hätten Hurley und Behnken wohl nie aktiv mit ihren Smartphones gefilmt, um so Momente aus ihrem privaten wie beruflichen Leben einfangen und den Regisseuren zur Verfügung stellen zu können, was den Anschauungswert allerdings noch erhöht.

Credits

OT: „Return to Space“
Land: USA
Jahr: 2022
Regie: Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi
Musik: Michael Danna, Harry Gregson-Williams
Kamera: Kevin Garrison, Shana Hagan
Mitwirkende: Douglas Hurley, Robert Behnken, Elon Musk

Bilder

Trailer

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Rückkehr ins Weltall
Fazit
„Rückkehr ins Weltall“ dokumentiert die Mission zweier Astronauten zur ISS, welche dank Elon Musik und seines Unternehmens SpaceX ermöglicht wurde und von Erfolg gekrönt war. Hardcore-Raumfahrt-Fans werden hier wohl wenig Neues vorfinden, werden aber vermutlich dennoch wie alle anderen eine interessante Sichtung vor sich haben.
Leserwertung16 Bewertungen
7.1