Ladies First Netflix Streamen online Video on Demand
© Rob Youngson/Netflix

Ladies First

Ladies First Netflix Streamen online Video on Demand
„Ladies First“ // Deutschland-Start: 22. Mai 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Damien Sachs (Sacha Baron Cohen) ist es gewohnt zu bekommen, was sie will. Er hat beruflichen Erfolg bei der Werbeagentur, in der er sich nach oben gearbeitet hat. Und auch privat liegt ihm die Welt zu Füßen, wenn er eine Frau nach der anderen aufreißt. Doch gerade im Moment seines höchsten Triumphs, als er zum CEO der Agentur werden soll, wird seine Welt auf den Kopf gestellt. Denn nach einem Unfall wacht er in einer Welt wieder auf, in der die Geschlechterrollen getauscht wurden. Plötzlich sind es die Frauen, die überall das Sagen haben. Und das gilt auch für die Arbeit, wo auf einmal Alex Fox (Rosamund Pike) über sich hat, die er vorher als reine Quotenfrau ins Team geholt hat. Plötzlich muss er sich nicht nur ihr unterordnen, sondern allgemein sein Verhältnis zu Frauen überdenken …

Remake eines Überraschungshits

In den letzten Wochen hat es auf Netflix eine Reihe höchst unterschiedlicher Komödien gegeben. Da war etwa der mexikanische Film Der Schwiegersohn über einen skrupellosen Mann, der dank seiner Redegewandtheit immer weiter aufsteigt. Konfrontativ wurde es in der US-amerikanischen Produktion Roommates, wo sich zwei Zimmergenossinnen an einem College bekriegen. Sehr viel freundlicher war da schon der schwedische Beitrag Bonjour Agneta über eine Frau, die als Au pair in Frankreich aufblüht und eine innere Wandlung durchmacht. Eine solche gibt es auch in Ladies First, einer weiteren US-Komödie, die der Streamingdienst ins Programm aufgenommen hat und die davon erzählt, wie ein Chauvinist die Welt neu zu sehen lernen.

Wobei, tatsächlich neu ist das nicht. Es dürfte auch so manche Zuschauer und Zuschauerinnen geben, welche die Geschichte bereits kennen. Genau genommen handelt es sich hierbei um ein Remake des französischen Films Kein Mann für leichte Stunden, den ebenfalls Netflix veröffentlicht hat und der 2018 zu einem größeren Hit wurde. Natürlich darf man sich bei solchen Neuauflagen immer fragen, ob es sie unbedingt braucht. Bei dem Unternehmen scheint man das anders zu sehen, dort werden regelmäßig Eigenproduktionen noch einmal in anderen Ländern gedreht, um für Nachschub zu sorgen. Im Fall von Ladies First baut man dabei offensichtlich darauf, dass die illustre Besetzung dafür sorgen wird, dass die wieder aufgewärmte Geschichte ein Publikum erreicht, das beim letzten Mal nicht zugesehen hat. So sind neben Cohen und Pike unter anderem Charles Dance und Richard E. Grant Teil des Ensembles.

Potenzial nicht genutzt

Zumindest Cohen scheint auch in seinem Element zu sein, wenn er den schmierigen Chauvi mimt, der plötzlich die Welt nicht mehr versteht. Von der satirischen Schärfe, die er in anderen Filmen demonstriert hat, ist dabei aber kaum etwas zu spüren. Vielmehr setzt Ladies First auf Zoten und einen plumpen Humor. Schon die Vorlage war in der Hinsicht etwas enttäuschend, wenn statt Biss harmlose Unterhaltung wartete. Das ist bei der US-Fassung nicht anders. Auch beim zweiten Anlauf wird das Potenzial des Szenarios daher zu wenig genutzt. Richtig ärgerlich wird es dann beim billigen Wohlfühlende, wo man es sich sehr einfach machte. Das überrascht zwar nicht wirklich, enttäuschend ist es trotzdem, wenn da nur Konventionen bedient werden.

Dabei gibt es durchaus positive Elemente. So werden zu Beginn einige nette Gags eingebaut, wenn die Veränderungen in der Welt einige kleinere Nebenwirkungen haben, die sich am Rande abspielen. Und natürlich ist das Thema wichtig und aktuell, selbst acht Jahre später funktioniert das Szenario einwandfrei. Umso bedauerlicher ist, dass Ladies First eine wenig komische Blödelei geworden ist, die über Klischees hinaus gar nicht so viel zu sagen hat. Die Figuren sind stereotyp, sowohl in der realen wie auch der umgekehrten Welt. Da durfte man angesichts der Besetzung und der Filmografie der Regisseurin Thea Sharrock, die zuvor unter anderem die Skandalbrief-Komödie Kleine schmutzige Briefe gedreht hat, doch mehr erwarten.

Credits

OT: „Ladies First“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Thea Sharrock
Drehbuch: Natalie Krinsky, Cinco Paul, Katie Silberman
Musik: Atli Örvarsson
Kamera: Haris Zambarloukos
Besetzung: Sacha Baron Cohen, Rosamund Pike, Charles Dance, Emily Mortimer, Tom Davis, Richard E. Grant, Fiona Shaw, Red Tennant

Bilder

Trailer

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Ladies First
fazit
In „Ladies First“ wacht ein erfolgreicher Chauvinist nach einem Unfall in einer Welt auf, in der Frauen das Sagen zu haben. Wie schon das französische Original bleibt auch das US-Remake unter den Möglichkeiten. Statt bissiger Satire gibt es hier derbe Zoten sowie ein mutloses Ende, das Konventionen bedient.
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