GIGN Netflix Streamen online Video on Demand
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GIGN – Staffel 1

GIGN Netflix Streamen online Video on Demand
„GIGN“ // Deutschland-Start: 22. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Viele Jahre hat David Berger (Tomer Sisley) als Offizier für die Groupe d’intervention de la Gendarmerie nationale gearbeitet, kurz GIGN, eine Spezialeinheit der französischen Gendarmerie, die sich der Terrorismusbekämpfung verschrieben hat. Doch so langsam ist es Zeit für ihn, das alles hinter sich zu lassen und sein Leben zu genießen. So dachte er zumindest. Doch nach einem verheerenden Angriff auf seine Einheit ist klar, dass das er erst diese Geschichte zu einem Ende bringen und mit seinen Männern gegen den Feind antreten muss. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, ist auch noch sein Patensohn Max (Tristan Zanchi) der Einheit beigetreten, für den sich David verantwortlich fühlt …

Actionthriller voller Klischees

Düstere Serien gab es in den letzten Wochen auf Netflix nicht zu knapp. Da war beispielsweise die südkoreanische Fantasywerk The East Palace, bei dem ein Geisterjäger und eine Hofdame unheimliche Vorkommnisse am Königshof untersuchen. Aus Mexiko kam die Romanadaption Ich habe keine Angst über einen Jungen, der in einem Erdloch eine überraschende Entdeckung macht: ein gefangengehaltener anderer Junge. Frankreich wiederum steuerte Sommer 36 bei, eine Mischung aus 1930er Gesellschaftsporträt und Krimi, in deren Mittelpunkt der mysteriöse Mord an einem Staatsanwalt steht. Nun steht eine weitere Produktion aus der Grande Nation an, bei der es richtig finster wird. GIGN gibt sich jedoch sehr zeitgenössisch.

Über die Gegenwart hat Julien Leclercq jedoch nicht so wahnsinnig viel zu sagen. Zwar bieten sich Themen wie Terrorismus und Spezialeinheiten durchaus an, um auch ein Porträt der aktuellen Gesellschaft zu zeichnen. Stattdessen setzt der Regisseur und Co-Serienschöpfer, der mit Titeln wie Im Auge des Wolfes, Lohn der Angst und Sentinelle schon mehrfach seine Vorliebe für Actionthriller demonstriert hat, auf zeitlose Elemente. Wenn David und die anderen ausrücken, um gegen den Feind zu kämpfen, ist das so klassisch, dass es quasi in jedem Kontext funktionieren würde. Die einen wird es freuen, weil GIGN in der Hinsicht recht schnörkellos ist und man beim Zuschauen nicht sonderlich gefordert ist. Anderen könnte es aber zu wenig sein, wenn hier ein Klischee nach dem anderen abgearbeitet wird.

Ganz kurzweilig

Manche Punkte dürfen einen sogar ein wenig nerven. Dass versucht wird, David etwas mehr Hintergrundgeschichte zu geben und damit auch Tiefe zu verleihen, ist zwar sicherlich nicht verkehrt. Wenn einem dann nur so langweilige Sachen wie hier einfallen, kann man das aber auch bleiben lassen. Die diversen Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit, wo dann ausgiebig private Probleme geschoben werden dürfen, halten die Serie eher auf, anstatt sie wirklich voranzutreiben. Hinzu kommt, dass GIGN zuweilen zum Plakativen neigt. Wenn zwischendurch mal wieder sämtliche Farben vertrieben wurden und alles in einem Grau in Grau präsentiert wird, ist das dermaßen mit dem Holzhammer, dass es fast schon als Parodie durchgeht.

Das bedeutet aber nicht, dass die Serie schlecht ist. Lässt man sich darauf ein, dass das hier ein eher schlicht gehaltener, wenig ambitionierter Actionthriller ist, kann man schon seinen Spaß damit haben. So sind die Kämpfe ansprechend inszeniert. Schauspielerisch passt das auch, Hauptdarsteller Tomer Sisley (Largo Winch: Der Preis des Geldes) tritt routiniert auf. Und phasenweise geht es auch hoch her. Wem das in der Form reicht, kann also unbesorgt einmal bei GIGN vorbeischauen. Da ist jetzt zwar wenig dabei, woran man sich in ein paar Wochen noch erinnern würde, von Jahren ganz zu schweigen. Es passt aber, um sich die Zeit zu vertreiben. Die sechs Folgen sind relativ schnell vorbei und halten einen beim Zuschauen gut beschäftigt.

Credits

OT: „GIGN“
IT: „Elite“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Julien Leclercq
Drehbuch: Julien Leclercq, Sylvain Caron, Elsa Vasseur, Victor Lockwood, Léa Raud
Idee: Julien Leclercq, Sylvain Caron
Musik: Laurent Perez Del Mar
Kamera: Pierre-Yves Bastard
Besetzung: Tomer Sisley, Géraldine Pailhas, Guillaume Gouix, Tristan Zanchi, Thierry Neuvic, Grégori Derangère, Kévin Azaïs, Leanna Chea, Elodie Menant, Nelly Lawson, Marley Duboscq

Bilder

Trailer

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GIGN – Staffel 1
fazit
In „GIGN“ will ein Offizier einer Spezialeinheit eigentlich ein normales Leben beginnen, muss dann aber gegen Terroristen kämpfen. Originell ist der französische Actionthriller sicher nicht, manches ist auch mit dem Holzhammer. Er erfüllt jedoch seinen Zweck, die sechs Folgen sind schnell vorbei.
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