Inga Lindström: Rezept für die Liebe TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Sebatian Wiegärtner

Inga Lindström: Rezept für die Liebe

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„Inga Lindström: Rezept für die Liebe“ // Deutschland-Start: 20. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Eigentlich wollte Sofia (Sogol Faghani) nur kurz in die Heimat zurück, um dort ihr Haus zu verkaufen, bevor es anschließend wieder ins Ausland geht. So der Plan. Dieser wird aber zunichte gemacht, als sie feststellt, dass der Koch Jonas (Karl Schaper) und seine Tochter Lilly (Finja Leonie Meyer) dieses gemietet haben. Da er diesen Aufenthalt nutzen will, um das Bankett für eine große Hochzeit zu entwerfen, beschließt Sofia, ihm zu helfen, in der Hoffnung, dass er dann früher abreist. Während sich die beiden so näherkommen, kracht es dafür beim benachbarten Ehepaar Frederika (Julia Bremermann) und Gunnar (Helmut Zierl) kräftig. Als Frederika daraufhin einen Tanzkurs besucht und dabei den Tanzlehrer Kian (Massimo Sinato) kennenlernt, könnte dies sogar das Aus für die Ehe bedeuten …

Wenn die Liebe dazwischenfunkt

Auch mehr als zwanzig Jahre seit dem ersten Film gehört Inga Lindström zu den Dauerbrennern im sonntäglichen Herzkino. Zwei neue Teile hat das ZDF dieses Jahr bereits von der Romanze-Reihe ausgestrahlt. Zuerst handelte Liebst du mich? davon, wie die Beziehung der Protagonistin kriselt, sie jemand Neues kennenlernt und dabei ihren verschollenen Vater wiedertrifft. Anschließend verliebte sich in Ein Sommer voller Wunder eine Anwältin in einen Puppenspieler. Nun kommt mit Rezept für die Liebe der dritte neue Streich von 2026 heraus, es ist der 110. Teil der 2003 gestarteten Reihe. Und auch diesmal spielen Gefühle und eine Zufallsbegegnung eine große Rolle, man hält sich da an das bewährte Rezept.

Wobei es diesmal zwei Paarungen sind, die parallel erzählt werden. Die wichtigere ist die zwischen Sofia und Jonas. Anfangs werden sie zwar als konträre Figuren eingeführt, wenn die eine das Haus verkaufen will, der andere dieses aber braucht. Außerdem will sie ja eigentlich weg. Aber wie man das von diesen Filmen kennt, ist das nur eine Ausgangssituation, das wird sich im Laufe der anderthalb Stunden noch einmal völlig ändern. Wobei man dankenswerterweise darauf verzichtet so zu tun, als könnten sich die beiden Hauptfiguren nicht leiden. In Inga Lindström: Rezept für die Liebe knistert es schon früh. Es müssen auch nicht so wahnsinnig viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Theoretisch hat Jonas zwar eine Frau, wie Lilly auch mehrfach sagt. Aber das bedeutet ja nichts.

Ziemlich langweilig

Komplizierter ist die zweite Geschichte. Während die erste auf den Charme des jungen werdenden Paares setzt, erzählt die zweite davon, dass so eine Partnerschaft gepflegt werden muss. Inga Lindström: Rezept für die Liebe schafft an der Stelle einiges an Identifikationsfläche, dürfte vor allem Frauen aus der Seele sprechen, die sich mehr Aufmerksamkeit vom Partner wünschen. Originell ist das daher nicht, wenn der Drang nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung in die Arme eines anderen Mannes führen. Soll es auch nicht sein. Überraschungen sollte man da ebenso wenig erwarten wie bei dem anderen Strang, man folgt den üblichen Stationen. Aber es funktioniert doch einigermaßen, wenn Gunnar lernen muss, sich wieder mehr Mühe zu geben.

Insgesamt muss man sich über den neuen Film weniger aufregen, als es sonst oft bei dieser Reihe der Fall ist. Die Figuren sind sympathisch, die Geschichte ist nicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Nur ist Inga Lindström: Rezept für die Liebe eben auch ziemlich langweilig, da man hier kontinuierlich das Gefühl hat, dass da eine künstliche Intelligenz einfach nur die üblichen Bestandteile remixt hat. Fans wird das kaum stören, tatsächlich interessant sind diese Romanzen ja eigentlich nie. Hier darf zu schönen Landschaften und attraktiven Menschen geschmachtet werden und daran geglaubt werden, dass am Ende alles gut ausgeht und die Liebe gewinnt. Dass das alles sehr idealisiert ist, mehr Eskapismus als Realismus, gehört zum Konzept dazu. Das muss man nicht mögen, stören tut es aber auch nicht wirklich.

Credits

OT: „Inga Lindström: Rezept für die Liebe“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Oliver Dieckmann
Drehbuch: Aline Ruiz Fernandez, Oliver Dieckmann
Musik: Karim Sebastian Elias
Kamera: Sebastian Wiegärtner
Besetzung: Sogol Faghani, Karl Schaper, Julia Bremermann, Helmut Zierl, Massimo Sinato, Finja Leonie Meyer, Jochen Nickel, Kristin Hansen, Jonas Brachmann

Bilder

Noch mehr Herzkino

Die sonntags auf dem ZDF ausgestrahlte Reihe Herzkino gehört zu den Dauerbrennern des Senders. Seit 1987 laufen, damals noch unter dem Titel Der große ZDF Sonntagsfilm, deutsche Dramen, die sich meistens mit Familien- und Liebesgeschichten befassen. Mehrere Hundert Titel wurden so im Laufe der letzten Jahrzehnte produziert. Unten findet ihr alle unsere bisherigen Rezensionen zu diesem Thema auf einen Blick.

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Inga Lindström: Rezept für die Liebe
fazit
In „Inga Lindström: Rezept für die Liebe“ will eine Frau ihr Haus verkaufen, das inzwischen aber an einen Koch vermietet wurde. Die Geschichte verläuft in bekannten Bahnen, bietet mehr Eskapismus als Realismus. Man muss sich darüber jedoch weniger ärgern als bei anderen Teilen.
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