El Susurro The Whisper
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The Whisper

„The Whisper“ // Deutschland-Start: 29. Oktober 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Am liebsten würde Lucia (Ana Clara Guanco Aguilera) alles hinter sich lassen, vor allem ihren gewalttätigen Vater Victor (Luciano Cáceres). Also zieht sie mit ihrem jüngeren Bruder Adrian (Marcelo Michinaux) in ein abgelegenes Haus. Dieses ist zwar ziemlich heruntergekommen, soll den beiden aber die Möglichkeit für einen Neustart geben. Einfach ist das nicht. Schlimm genug, dass im Nachbarhaus Leute im Verborgenen verbotene Snuff-Filme drehen und natürlich keine Aufmerksamkeit wollen. Die Begeisterung hält sich daher in Grenzen, als sie auf die beiden Neuankömmlinge aufmerksam werden. Aber auch die Familie trägt ein düsteres Geheimnis mit sich herum, wie die brutalen Männer feststellen werden …

Ein ungleicher Kampf

So richtig viel bekommt man hierzulande nicht mit von der südamerikanischen Horrorszene, obwohl natürlich auch dort viel gedreht wird. Jetzt schafft es aber mit The Whisper mal wieder ein Titel zu uns, der nach einigen Festivalauftritten weltweit fürs deutsche Heimkino erscheint. Dabei handelt es sich um eine Coproduktion aus Uruguay und Argentinien, an der einige erfahrene Leute beteiligt sind. So führte Gustavo Hernández Regie, der unter anderem The Silent House und Virus:32 gedreht hat. Produziert wurde das Ganze von Leuten hinter When Evil Lurks, das vor einigen Jahren zu einer Sensation wurde. Das steigert schon die Erwartungen des Publikums. Erwartungen, die der Film dabei nur zum Teil erfüllt.

Das ist durchaus auch gewollt. Der Film weckt zu Beginn ganz gezielt falsche Erwartungen und lockt das Publikum auf einen Irrweg. So denkt man zunächst, dass es sich hierbei um einen regulären Home-Invasion-Thriller handelt. Schließlich sind da die bösen Männer nebenan, die nur wenig Begeisterung dafür empfinden, dass da zwei Leute sind, die von ihren illegalen Machenschaften erwarten. Das hätte sicherlich auch funktioniert, da The Whisper zwei sehr unterschiedliche Gruppen aufeinander loslässt. Wie sollen eine junge Frau und ihr kleiner Bruder gegen bewaffnete Typen bestehen können, bei den Gewalt das Geschäft ist? Zusammen mit dem heruntergekommenen Setting kommt da schon Spannung auf.

Überraschende Wendung

Doch dann macht die Geschichte eine Kehrtwendung. Ganz aus dem Nichts kommt das zwar nicht. So macht The Whisper zwar schon früh Anspielungen darauf, dass da etwas mit dieser Familie nicht stimmt und sie alle ein Geheimnis mit sich herumtragen. Nur ist völlig offen, worum es dabei genau geht. Der Titel ist da nicht sonderlich hilfreich, auch wenn es natürlich auffällig ist, dass der Junge nicht spricht, obwohl er es – zumindest der Schwester nach – durchaus kann. Klar ist nur, dass Lucia auf der Flucht ist und es auch darum geht, sich irgendwie von der Vergangenheit und dem Vater zu lösen. Das hat dann auch etwas von einem Kampf gegen das eigene Vermächtnis, welches vor allem die Protagonistin ablehnt.

Die Wendung ist trotz der Vorzeichen durchaus überraschend und erklärt auch, warum der Film eine Zeit lang verwirrend ist. Eine Wendung allein ist aber natürlich kein Qualitätsmerkmal. Und tatsächlich ist der Film auch nicht wirklich mehr als Durchschnitt. So bleibt das Thema etwas unterentwickelt, weil man zwischen verschiedenen Motiven und Strängen wechselt. Außerdem geht bei The Whisper ein Teil der Spannung verloren, als die Katze aus dem Sack ist, weil das bedrohliche Szenario auf diese Weise nicht mehr gültig ist. Dadurch bleibt ein Film, der durchaus interessante Aspekte hat, den man aber nicht zwangsläufig gesehen haben muss. Da kamen aus Südamerika schon aufregendere Genrebeiträge.

Credits

OT: „El Susurro“
Land: Uruguay, Argentinien
Jahr: 2025
Regie: Gustavo Hernández
Drehbuch: Juma Fodde
Musik: Hernán González Villamil
Kamera: Santiago Guzmán
Besetzung: Ana Clara Guanco Aguilera, Marcelo Michinaux, Luciano Cáceres, Eytan Lasca

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The Whisper
fazit
In „The Whisper“ geraten eine Frau und ihr jüngerer Bruder an brutale Verbrecher. Der Film wirkt zunächst wie ein Home-Invasion-Thriller, geht dann aber in eine andere Richtung. Die Wendung ist interessant, mehr als Durchschnitt ist der Horrorfilm dennoch nicht, da er sich nicht ganz entscheiden kann.
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