Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe The Love Hypothesis Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
© Amazon Prime Video/Philippe Bossé

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

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„Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ // Deutschland-Start: 23. September 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Olive (Lili Reinhart) hat es geschafft: Sie wurde an der Stanford University aufgenommen, wo sie zum Thema Bauchspeicheldrüsen-Krebs forscht. Im Privaten läuft es nicht ganz so toll. So hat sie es nie übers Herz gebracht, ihr Glück bei Jeremy (Nicholas Duvernay) zu versuchen. Als der dann dafür Gefühle für Olives beste Freundin Ahn (Rachel Marsh) entwickelt, will Olive ihr nicht im Wege stehen. Also tut sie so, als wäre sie mit dem gefürchteten Dozenten Adam (Tom Bateman) zusammen, der ebenfalls ein Interesse daran hat, diese falsche Beziehung vorzutäuschen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich tatsächlich …

Liebeskomödie nach einem Bestseller

Romantische Stoffe, die eine literarische Vorlage haben, haben auf Amazon Prime Video Konjunktur. So erzählte Du+Ich – Allein gegen alle, wie sich eine Filmstudentin in einen Kommilitonen verliebt, Davor kamen sich in Drawn Together eine Unternehmertochter und ihr Bodyguard näher. Und dann war da noch The Last Sunrise, dort waren es eine schwerkranke Tänzerin und ein Fischerjunge, die Gefallen aneinander finden. Wer das alles schon durch hat und nach einem weiteren Liebesfilm lechzt, kann es einmal mit Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe versuchen. Auch hier gibt es eine Romanvorlage: The Love Hypothesis von Ali Hazelwood, veröffentlicht 2021 und ein New York Times Bestseller. Kein Wunder also, dass man hier das Potenzial sah, auch in bewegter Form ein Publikum zu finden.

Warum die Geschichte, die kurioserweise als Star Wars Fanfiction begann und später umgeschrieben wurde, eine so positive Resonanz fand, wird zumindest beim Film aber kaum ersichtlich. Denn dafür ist der Inhalt zu langweilig. So hat es in den letzten Jahren eine Reihe von Filmen gegeben, in denen eine Beziehung vorgetäuscht wurde, dann aber zu einer wahren wurde. Wo die Lüge hinfällt wurde mit einem solchen Szenario zu einem Überraschungshit. Auch Hochzeitsreise spielte mit dem Szenario einer falschen Partnerschaft, die dann doch echt wird. Insofern fällt es nicht unter Spoiler zu sagen, dass natürlich die beiden Hauptfiguren hier mit der Zeit Gefühle entwickeln werden. Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe ist da eine ganz klassische Liebeskomödie, die noch nicht einmal versucht, mit Erwartungen zu spielen.

Fragwürdig bis langweilig

Wobei es schon Punkte gibt, die auffallen – wenn auch nicht zwangsläufig positiv. Dass beispielsweise eine Doktorandin eine Beziehung mit einem Professor eingeht, wenn auch nur vorgetäuscht, scheint hier niemanden zu stören. Man wundert sich darüber, warum sie ausgerechnet den ausgesucht hat, den alle für einen Untoten halten. Dass dabei jemand seine Machtposition ausnutzen könnte, interessiert hingegen niemanden. Ein weiterer Punkt wird durch den Titel Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe vorweggenommen. Immer wieder unterhalten die beiden sich so, als würden sie eine wissenschaftliche Diskussion führen, weniger ein Gespräch. Das hätte theoretisch komisch werden können, führt hier aber in erster Linie dazu, dass das alles wenig natürlich ist.

Überhaupt, unterhaltsam ist das hier nicht gerade. Da fehlen tatsächliche Gags, zumindest solche, die einem in Erinnerung bleiben würden. Die Figuren sind wieder uninteressant geworden. Und auch beim Drumherum ist wenig, das eine Sichtung des Films rechtfertigen würde. Ganz schlecht mag Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe nicht sein, da gibt es in dem Segment doch noch einiges, das schlimmer ist. Dem Ensemble kann man zudem nicht wirklich einen Vorwurf machen: Es holt aus dem Stoff heraus, was realistisch herauszuholen ist. Wem das reicht, der kann einschalten. Abgesehen von einer späten Wendung, die seltsam aus dem Nichts kommt, ist da aber einfach nichts, woran man sich nach dem Film noch erinnern würde.

Credits

OT: „The Love Hypothesis“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Claire Scanlon
Drehbuch: Sarah Rothschild
Vorlage: Ali Hazelwood
Musik: Laura Karpman
Kamera: Matthew Clark
Besetzung: Tom Bateman, Lili Reinhart, Rachel Marsh, Jaboukie Young-White, Nicholas Duvernay, Arty Froushan

Bilder

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Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
fazit
In „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ geben sich eine Doktorandin und ein Professor als Paar aus, entwickeln dabei wirklich Gefühle. Die Liebeskomödie setzt auf bewährte Elemente. So bewährt, dass unklar ist, warum die Romanvorlage so erfolgreich war. Es gibt da sicherlich Schlimmeres. In Erinnerung bleibt jedoch nur wenig – zumindest in positiver Hinsicht.
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