Resident Evil 2026
© Constantin Film
Resident Evil 2026
„Resident Evil“ // Deutschland-Start: 17. September 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Bryan (Austin Abrams) hat eine ebenso wichtige wie verantwortungsvolle Arbeit: Er ist Kurierfahrer und hat sich auf medizinische Fracht spezialisiert. Leider ist das alles aber eher undankbar und zudem schlecht bezahlt. Und so freut er sich, als er einen ganz besonderen Auftrag erhält, der ihm den doppelten Lohn bringen würde – auch wenn das bedeutet, dass er seine schwangere Freundin versetzen muss. Weniger erfreulich ist, dass er dafür mitten durchs Nirgendwo fahren muss, nachts, in eisiger Kälte. Und gerade, als er denkt, das könne alles gar nicht schlimmer kommen, läuft ihm eine Frau vors Auto. Bryan tut alles, um ihr zu helfen, will sie in das Krankenhaus bringen, zu dem er ohnehin fährt. Dabei ahnt er nicht, dass das erst der Anfang ist zu einem nicht enden wollenden Albtraum …

Neustart nach den Hit-Horror-Games

Seitdem der erste Teil von Resident Evil 1996 auf den Markt kam, hat sich die Horrorreihe zu einem der bekanntesten Videospiel-Franchises gemausert. Kein Wunder also, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, die Zombie-Geschichten auch als Film bzw. Serie zu adaptieren. Sehr erfolgreich war die Filmreihe, die 2002 mit Resident Evil begann. Neben diversen Animationstiteln gab es außerdem 2021 den Reboot-Versuch Resident Evil: Welcome to Raccoon City sowie 2022 die Serie Resident Evil. Als bekannt wurde, dass der nächste Anlauf ansteht, aus den so erfolgreichen Games einen Film zu machen, dürften nicht wenige mit den Augen gerollt haben. Wozu noch einen, wenn es schon so viele gibt, von denen die meisten auch nicht besonders gut sind? Und das ist noch geschmeichelt.

Es ist nicht einmal so, dass Fans unbedingt auf das Werk gewartet hätten. Denn schon der Trailer und die ersten Infos ließen darauf schließen, dass das hier keine direkte Umsetzung der Vorlage sein würde. Der Protagonist ist keine aus den Games bekannte Figur. Vor allem hat sie mit diesen nur wenig gemeinsam. Wo man sonst als Spieler bzw. Spielerin in die Rolle kampferprobter Muskelprotze spielt, da ist Bryan in Resident Evil ein Nobody. Er ist zwar nicht völlig unfähig, hat manchmal gute Ideen und lernt auch, mit einer Schusswaffe umzugehen. Er baut aber zuweilen auch Mist und ist immer wieder überfordert. Oft wirkt eine solche Diskrepanz in Filmen sehr konstruiert, so als könnte man sich nicht entscheiden. Hier trägt das vielmehr zur Authentizität bei, es fällt nicht schwer, sich in dem Helden wiederzufinden, der eigentlich kein Held sein will und auch nicht dafür gemacht ist.

Zum Todlachen

Ebenfalls ungewöhnlich ist der Humor. Natürlich sind die Spiele und die Filme oft überzogen, was auch eine gewisse Komik beinhaltet. Regisseur und Co-Autor Zach Cregger, der sich zuvor mit Barbarian und Weapons – Die Stunde des Verschwindens einen Namen gemacht hat, geht aber noch deutlich darüber hinaus. In Resident Evil kommen alle paar Meter Szenen, die das Publikum zum Lachen bringen sollen und dabei auch tatsächlich erfolgreich sind. So erfolgreich, dass der Film manchmal fast schon eine Horrorkomödie ist. Dass das so gut funktioniert, ist auch Hauptdarsteller Austin Abrams zu verdanken, der zuvor schon in Filmen wie Wolfs sein komödiantisches Talent unter Beweis gestellt hat. Hier darf er als Fahrer, der von einem Unglück ins nächste stolpert, zur Höchstform auflaufen, wenn der Überlebenskampf zum Slapstick wird.

Das bedeutet aber nicht, dass deswegen der Horrorteil zu leiden hätte. Hin und wieder baut Cregger Jump Scares ein, die selbst ein erfahrenes Publikum erwischen können. Vor allem aber die Designs der Monster haben es in sich. Hier gibt es nicht einfach nur die üblichen schlurfenden Zombies, sondern zunehmend groteske Mutationen und Kreationen, die so herrlich irre sind, dass es schon ein bisschen schade ist, wenn sie ausgemerzt werden. An blutigen bis ekligen Szenen mangelt es auch nicht, die Zielgruppe wird da auf jeden Fall bedient. Resident Evil mag keine direkte Adaption sein und mit den eigenen Akzenten überraschen. Aber der Film ist die bislang mit Abstand beste filmische Interpretation und neben Exit 8 auch ein Beweis dafür, dass es sehr wohl möglich ist, aus Videospielen sehr unterhaltsame Leinwandversionen zu machen.

Credits

OT: „Resident Evil“
Land: USA, Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Zach Cregger
Drehbuch: Zach Cregger, Shay Hatten
Musik: Hays Holladay, Ryan Holladay
Kamera: Dariusz Wolski
Besetzung: Austin Abrams

Bilder

Trailer

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Resident Evil (2026)
fazit
In „Resident Evil“ will ein Kurierfahrer eigentlich nur eine wertvolle medizinische Fracht transportieren und landet plötzlich in einem Zombie-Ausbruch. Die Adaption der beliebten Videospiele überrascht durch einen ungewohnt alltäglichen Helden und viel Humor. Einem puristischen Publikum könnte das missfallen, der Spaßfaktor ist aber enorm hoch. Neben dem komödiantisch talentierten Hautdarsteller bleiben aber auch die bizarren Monster in Erinnerung.
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