Bloß nicht Liebe Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Hendrik Heiden

Bloß nicht Liebe

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„Bloß nicht Liebe“ // Deutschland-Start: 13. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Viola Berger (Christina Große) hat nicht wirklich viel Glück in Liebesdingen. Immer wieder scheitern die Beziehungen der Innenarchitektin, weil irgendetwas nicht passt. Und so beschließt sie, es ein für alle Mal aufzugeben und ihr Leben ganz ohne Mann zu bestreiten. Doch dann lernt sie über die Arbeit den charmanten Hotelmanager Benno Martius (Tim Bergmann) kennen, der einen großen Auftrag zu vergeben hat. Dass ausgerechnet er ihr Traummann sein könnte, ist natürlich unglücklich, passt ihr so gar nicht in den Kram. Aber ihre Chefin Hilde Roch (Charlotte Schwab) drängt sie dazu, Zeit mit ihm zu verbringen, weshalb sie sich notgedrungen näherkommen. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, muss sie sich auch noch um ihren verletzten Nachbarn, den Psychiater Dr. Justus Förster (Heino Ferch) kümmern, mit dem sie immer wieder aneinandergerät …

Liebeskomödie nach bekanntem Muster

Ob Das Traumschiff, Frühling oder Rosamunde Pilcher, üblicherweise wird die sonntägliche ZDF-Programmschiene Herzkino von Reihen dominiert, die es auf Dutzende von Filmen bringen und zum Teil seit Jahrzehnten laufen. Dann und wann produziert der Sender aber auch Einzelwerke, die komplett für sich stehen. Gerade erst wurde auf diese Weise Eine Wingwoman verliebt sich nicht gezeigt, bei dem eine Frau, die beruflich andere verkuppelt, sich ausgerechnet in den Schwarm einer Klientin verliebt. Mit Bloß nicht Liebe kommt gleich der nächste Titel heraus, der eine in sich geschlossene Geschichte erzählt und nicht darauf ausgerichtet ist, irgendwie fortgesetzt zu werden. Das bedeutet aber nicht, dass das hier in irgendeiner Form neu ist. Denn auch ohne Reihenname und wiederkehrende Figuren ist da eine Menge, was Déjà-vus auslösen wird.

Wenn wir einen Menschen kennenlernen, der zu Beginn nach diversen Enttäuschungen beschließt, nie wieder zu lieben, weiß das Publikum natürlich sofort: Das wird nicht lange so bleiben. Früher oder später wird die Protagonistin jemanden finden, der für sie der Richtige. Und da wir nur anderthalb Stunden Zeit haben bis zum obligatorischen Happy End, ist das eher früher als später. Genauer trifft sie in Bloß nicht Liebe gleich zwei Männer. Der eine ist naheliegend, weil er freundlich, charmant und gutaussehend ist. Jemand, der wirklich um sie bemüht ist. Der andere ist ein arroganter Stoffel. Welcher von beiden am Ende das Herz gewinnt, erfordert nicht sonderlich viel Kreativität. Einigermaßen erfahrene Zuschauer und Zuschauerinnen ahnen sehr schnell, worauf das dann alles hinauslaufen wird. Punkte für Originalität wird hier niemand erhalten.

Irgendwie sympathisch

Aber der Zielgruppe dürfte das egal sein, die will in erste Linie Bestätigung, will an die Liebe glauben und unterwegs Spaß haben. In der Hinsicht erfüllt Bloß nicht Liebe die notwendigen Voraussetzungen. Während die Szenen mit dem Hotelmanager klassisch romantisch sind, ist der Psychiater für die humorvollen Szenen zuständig. Denn wann immer er und die Protagonistin zusammen sind, kommt es zu Reibungen, auch weil die beiden so unterschiedlich sind. Der Film setzt dabei ebenfalls auf Stereotype, die Charaktere sind überwiegend austauschbar. Es ist auch nicht so, als hätte man hier viel zu sagen. Hin und wieder versucht man sich zwar schon an Analysen von zwischenmenschlichen Beziehungen. Mehr als billige Küchenpsychologie ist aber nicht drin.

Dafür gefällt die Besetzung. So gehen alle Beteiligten mit einer ordentlichen Portion Spielfreude an die Arbeit. Die aus unzähligen Fernseh- und Kino-Produktionen bekannte Christina Große (Comandante Fritz) ist für die Rolle eine gute Wahl. Und irgendwie ist es ja auch sympathisch, wenn in dem Film Menschen in den 50ern oder 60ern noch einmal die Liebe finden dürfen. Denn zumindest das muss man dem Herzkino zugutehalten: Sie tun nicht so, als würde die Menschheit nur aus jungen Leuten bestehen. Insofern kann man sich Bloß nicht Liebe durchaus anschauen, das funktioniert schon alles. Man darf nur eben nicht mehr erwarten als das, von der Geschichte bleibt nicht sonderlich viel zurück.

Credits

OT: „Bloß nicht Liebe“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sebastian Stern
Drehbuch: Dominique Lorenz
Musik: Martin Probst
Kamera: Ahmed El Nagar
Besetzung: Christina Große, Heino Ferch, Tim Bergmann, Dalila Abdallah, Victoria Mayer, Charlotte Schwab, Henriette Nagel

Bilder

Noch mehr Herzkino

Die sonntags auf dem ZDF ausgestrahlte Reihe Herzkino gehört zu den Dauerbrennern des Senders. Seit 1987 laufen, damals noch unter dem Titel Der große ZDF Sonntagsfilm, deutsche Dramen, die sich meistens mit Familien- und Liebesgeschichten befassen. Mehrere Hundert Titel wurden so im Laufe der letzten Jahrzehnte produziert. Unten findet ihr alle unsere bisherigen Rezensionen zu diesem Thema auf einen Blick.

Herzkino Kritiken

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Bloß nicht Liebe
fazit
In „Bloß nicht Liebe“ hat eine Frau der Liebe abgeschworen, was aber nicht so klappt wie gedacht. Die romantische Komödie folgt den bekannten Bahnen, versucht nicht einmal, etwas Eigenes zu erzählen. Die Umsetzung passt aber, das Ensemble ist spielfreudig. Und irgendwie ist es ja auch nett, wenn Menschen in ihren 50ern/60ern noch einmal die Liebe finden.
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