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Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang

Inspector Ikmen Tod in Istanbul The Turkish Detective
„Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang“ // Deutschland-Start: 1. Dezember 2024 (Magenta TV) // 13. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Ҫetin Ikmen (Haluk Bilginer) hat es geschafft: Er wurde befördert und hat als Chief Inspector die nächste Stufe erreicht. Eigentlich bedeutet das, dass er in Zukunft nicht mehr aktiv an Ermittlungen teilnimmt, sondern diese Arbeit anderen überlässt. Aber so ganz kann er es nicht lassen. Das bekommen auch Mehmet Suleyman (Ethan Kai) und Ayse Farsakoglu (Yasemin Kay Allen) von seinem ehemaligen Team zu spüren, die einen neuen Fall lösen müssen. So ist bei einem Brandanschlag auf eine Wohnung ein Mann ums Leben gekommen, dessen Frau Sara (Madalina Craiu) liegt im Krankenhaus. Da diese in einem Labor arbeitet, in dem patentfreie Medikamente für Entwicklungsländer erforscht werden, vermutet Mehmet, dass es irgendwie um Drogen gehen könnte. Und er vermutet einen Zusammenhang mit seiner Ex-Freundin Leyla (Dilan Gwyen), die mit Jakob Kroos (Martin Bruchmann) Istanbul Richtung Berlin verlassen will …

Überfälliger Abschluss der Staffel

Alles hat einmal ein Ende, auch Inspector Ikmen – Tod in Istanbul. Insgesamt acht Folgen umfasst die Krimiserie nach Romanen der britischen Autorin Barbara Nadel. Das ZDF strahlt diese immer in Doppelfolgen aus, was auch durchaus sinnvoll ist, da diese jeweils einen Fall umfassen. Beim ersten Duo Willkommen in Istanbul ging es um eine Frau, die auf einem Friedhof erschlagen wurde. Danach traf es in Sterben und Erben den Sohn einer schwerreichen Familie, der bei einem Konzert erschossen wurde. Beim dritten Fall Die Stadt und der Müll musste eine mysteriöse Mordreihe aufgeklärt werden, bei der es jemand gezielt auf Müllsammler abgesehen hatte. Nun steht mit Abschied und Neuanfang das Finale an, danach ist die Staffel zu Ende. Und das ist leider eine gute Nachricht, da das hier einfach zu schwach ist.

Von Anfang an war die internationale Coproduktion nicht unbedingt eine Sternstunde des Genres. Vereinzelt hat die Serie zwar mal interessante Einfälle. So machten die Szenarien um den Friedhof und die getöteten Müllsammler durchaus neugierig. Letzten Endes sind die Geschichten dann aber doch nicht gut genug, sind eine Mischung aus langweiligem Einheitsbrei und willkürlichem Unsinn. Bei Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang ist das nicht anders. Schon die Schlussfolgerung, dass die Brandstiftung mit Drogen zusammenhängen muss, ist recht sprunghaft. Man gibt sich nicht sonderlich viel Mühe damit, die Ermittlungen voranzutreiben. Dafür wird es dann zum Ende hin übertrieben, wenn man sich an Actionszenen versucht – die dann nicht einmal überzeugend ausfallen.

Zu viel Drama

Dass nicht viel Zeit für eigentliche Ermittlungsarbeit bleibt, liegt aber auch daran, dass man mal wieder mit zwischenmenschlichem Drama beschäftigt ist. Da ist beispielsweise das Familienleben des Titelhelden, welches mit Problemen verbunden ist. Erneut darf man sich an der Stelle auch wundern, weshalb ein Mann jenseits der 70 so junge Kinder hat. Dann gibt es Streitigkeiten innerhalb des Teams, wenn Ikmen und Mehmet aneinandergeraten. Allgemein darf man sich bei Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang wieder fragen, wie diese Menschen in diese Positionen gekommen sind. So demonstrieren sie sowohl in kriminologischer wie zwischenmenschlicher Hinsicht irritierende Defizite, weshalb sich die Lust, weiterhin Zeit mit ihnen zu verbringen, doch in Grenzen hält.

Immerhin: Der Nebenstrang rund um Leyla, die auf mysteriöse Weise ihr Gedächtnis verloren hat, wird endlich einmal aufgeklärt. Und natürlich wird das alles ganz groß aufgezogen, man mag es an der Stelle wieder übertrieben. Zwar ist Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang ein wenig glaubwürdiger als die vorangegangene Doppelfolge, wo wirklich gar nichts mehr Sinn ergab. Hier ist zumindest das Motiv nachvollziehbar. Das macht das Ergebnis aber nicht entscheidend besser. Gleiches gilt für die immer noch nicht plausiblen Wechsel zwischen Sprachen, die zum Ärger des deutschen Publikums mit untertitelten Passagen einhergehen. Da passt einfach so viel nicht, dass es kein großer Verlust ist, wenn es jetzt vorbei ist.

Credits

OT: „The Turkish Detective“
Land: UK, USA, Türkei
Jahr: 2023
Regie: Lynsey Miller
Drehbuch: Ben Schiffer
Vorlage: Barbara Nadel
Musik: Sertaç Özgümüş
Kamera: Philippe Kress
Besetzung: Haluk Bilginer, Yasemin Kay Allen, Ethan Kai, Madalina Craiu, Aziz Ҫapkurt, Dilan Gwyn, Martin Bruchmann

Bilder

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Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang
fazit
In „Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Abschied und Neuanfang“ kommt es zu einem tödlichen Brandanschlag, der vielleicht mit Drogen zusammenhängt. Der Abschluss der ersten Staffel ist erneut schwach: Die Ermittlungen sind willkürlich, der Krimi ist oft langweilig. Außerdem nerven die Figuren.
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