
Der Fall scheint klar zu sein: Als der Geschäftsmann Mark Liffert (Isaak Dentler) in einer Stretchlimousine zu sich kommt, ist neben ihm die Leiche des erschossenen Fahrers. Die Tatwaffe muss nicht lange gesucht werden, befindet sie sich doch in der Hand von Liffert. Also wird er auch der Täter sein, zumindest sieht die Staatsanwaltschaft das so. Nur kann der sich an nichts erinnern. Außerdem gibt es kein einleuchtendes Motiv. Sein Anwalt Benjamin Hornberg (Antoine Monot Jr.) ist deshalb von der Unschuld seines Mandanten überzeugt und macht sich gemeinsam mit dem Privatdetektiv Leo Oswald (Wanja Mues) an die Arbeit, dies auch zu beweisen. Zu dem Zweck ermitteln sie sowohl im Umfeld des Opfers wie auch des mutmaßlichen Täters – und machen dabei überraschende Entdeckungen …
Konzept wie immer
Eigentlich gehört Ein Fall für zwei zu den festen Größen beim ZDF. 2014 als Reboot der beliebten Krimiserie gestartet, wurden seither fast jedes Jahr neue Folgen ausgestrahlt. Meistens waren es vier Stück. Zuletzt erzählte vor einem Der Mann aus dem Wald von einem im Wald lebenden Obdachlosen, der einen Sozialarbeiter erschlagen haben soll. Umso größer war der Schock, als bekannt wurde, dass der Publikumshit 2027 nach der Ausstrahlung der 13. Staffel eingestellt wird. Noch ist aber für Nachschub gesorgt, denn jetzt steht erst einmal die 12. Staffel an. Erneut umfasst diese vier Folgen, in denen der Anwalt und der Privatdetektiv Unschuldige vor der sicheren Verurteilung bewahren müssen. Zum Auftakt gibt es Millionär für eine Nacht.
Das Szenario ist bekannt. Wie praktisch immer handelt es sich hier um einen klassischen Whodunit-Krimi, bei dem herausgefunden werden muss, wer ein bestimmtes Verbrechen begangen hat. Und wie immer gibt es zu Beginn eine Person, die so verdächtig ist, dass es eigentlich sonst niemand sein kann. Eigentlich. Bei Ein Fall für zwei: Millionär für eine Nacht ist es aber zumindest so, dass es kein klares Motiv gibt. Außerdem weiß man als Zuschauer bzw. Zuschauerin in so einem Fall, dass es jemand anderes gewesen sein muss. Auch beim weiteren Ablauf hält man sich eng an das bekannte Konzept. Leo muss parallel zum offiziellen Ermittlungsweg sein Können zeigen. Das ist hier leider weniger lustig, als es zuweilen vorkommt. Die zum Teil skurrilen Undercover-Einsätze gehören oft zu den Höhepunkten der Folgen.
Ordentlicher Krimi
Dafür ist der Fall etwas besser als sonst. Zwar ist vieles davon nicht sonderlich originell. Da gibt es Ex-Frauen und Start-ups, dazu dunkle Geschäfte, die parallel ausgeübt werden. Da ist jetzt nichts dabei, was einem unbedingt in Erinnerung bleiben müsste. Die Auflösung ist dafür besser gelungen, Ein Fall für zwei: Millionär für eine Nacht hat eine unerwartete Antwort, die schon auch irgendwie gemein ist. Wer gern Krimis schaut, um selbst zu rätseln und Hypothesen aufzustellen, wird bedient. Die große Genrekunst ist das sicher nicht, es erfüllt aber seinen Zweck. Nächstes Mal geht es in der Episode „Drei Mütter“ um eine Frau, die ihre Schwester erschlagen haben soll, um deren Kind weiter großziehen zu können.
OT: „Ein Fall für zwei: Millionär für eine Nacht“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Janin Halisch
Drehbuch: Andreas Bradler, Kristian Wolff
Musik: Dirk Leupolz
Kamera: Berta Vakub Escofet
Besetzung: Wanja Mues, Antoine Monot, Bettina Zimmermann, Isaak Dentler, Merstin Thielemann, Tilo Nest, Zainab Alsawah, Bettina Kaminski, Luise Ehi, Dennis Cubic
Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.
(Anzeige)









