Surface - Das versunkene Dorf TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/France Télévisions/Quad Drama/Fabien Malot/Baptiste Langinier

Surface – Das versunkene Dorf

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„Surface – Das versunkene Dorf“ // Deutschland-Start: 26. Juli 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Ein Schuss ins Gesicht hat bei der Pariser Hauptkommissarin Noémie Chastain (Laura Smet) tiefe Spuren hinterlassen – physische wie psychische. Und so schickt man sie in die südfranzösische Provinz, wo sie nahe der Grenze zu Spanien die Effizienz der lokalen Polizeistelle überprüfen und sich dabei regenerieren soll. Dabei wird sie von dem örtlichen Kommissar Romain Valant (Théo Costa-Marini) und dessen Mutter Catherine (Florence Muller), die Bürgermeisterin und Schulleiterin, unterstützt. Doch dann kommt es anders: Im See wird ein Fass mit Menschenknochen gefunden. Wer könnte die tote Person sein? Und was ist mit ihr geschehen? Als die Polizistin der Geschichte nachgeht, wird sie auf einen Fall aufmerksam, der mehr als 20 Jahre zurückliegt. Damals verschwanden drei Kinder und der Hauptverdächtige spurlos, kurz bevor das ursprüngliche Dorf für einen Staudamm geflutet wurde …

Der abgelegene Abgrund

Ländliche Gegenden bieten sich immer für Krimis an. Nicht nur, dass das Publikum viel Natur zu sehen bekommt, verbunden mit reizvoll urigen Ortschaften, an denen wir uns aufhalten. Man hat dort quasi immer das Gefühl, dass es alte Geheimnisse gibt und irgendwo seit Jahrzehnten Leichen vergraben sind – gern auch wörtlich. Kein Wunder also, dass es hierzulande unzählige Reihen gibt, die irgendwo in der Provinz spielen. Mit Surface – Das versunkene Dorf kommt nun eine weitere Serie bei uns heraus, wobei es sich diesmal um eine europäische Coproduktion handelt, an der die ARD nur beteiligt ist. Insofern muss man auf die üblichen deutschen Gesichter verzichten. Hier wurde ausschließlich mit einem französischen Ensemble gearbeitet, dessen Mitglieder hierzulande zudem nur wenigen etwas sagen dürften.

Dafür gibt es anderweitig genügend Anlässe für Déjà-vu-Momente. Das fängt schon damit an, dass der Fall von einem Stadtmenschen gelöst werden muss, den es in die Provinz verschlagen hat. Das führt zu dem üblichen Kompetenzgerangel sowie einem gewissen Stadt-Land-Gefälle. Und auch die Sache mit der traurigen Vorgeschichte kennt man aus unzähligen Genrevertretern. Tatsächlich muss man heutzutage schon nach Krimis suchen, in denen die ermittelnden Hauptfiguren nicht irgendwelche Wunden mit sich herumtragen und von Geistern der Vergangenheit heimgesucht werden. Surface – Das versunkene Dorf geht ein bisschen weiter, als es andere Krimis tun. Bei Noémie werden die Wunden plakativ durch ihr Gesicht gezeigt, das von einer großen Narbe gezeichnet ist. Subtil ist das weniger, aber es funktioniert und sorgt für einen etwas anderen Anblick.

Atmosphärisch, aber austauschbar

Der eigentliche Blickfang ist aber natürlich die Gegend. Besonders atmosphärisch wird es, wenn der See in den Mittelpunkt rückt. Die Unterwasseraufnahmen, wenn es in den See geht und die Serie ihrem Titel alle Ehre macht, sind zweifelsfrei der Höhepunkt von Surface – Das versunkene Dorf. Natürlich ist auch das nicht originell, es hat schon andere Krimis oder auch Mysterygeschichten gegeben, die mit dem Motiv eines untergegangenen Dorfes arbeiten. Aber es funktioniert. Atmosphärisch kann man dem Ganzen keinen Vorwurf machen. Wer einfach mal wieder düsteren Stoff für einen Fernsehabend braucht, wird hier bedient. Man kann es sich auf der Couch gemütlich machen, während nach und nach finstere Geheimnisse an die Oberfläche kommen.

Inhaltlich ist das jedoch weniger aufregend. Da sind nicht nur die besagten Klischees rund um die Protagonistin. Auch sonst hat die Adaption eines Romans von Olivier Norek nicht sehr viel Eigenes zu erzählen, Es ist auch nicht wirklich genug, um damit alle sechs Folgen füllen zu können. Man braucht hier schon ein wenig Geduld und darf sich nicht daran stören, wenn sich die Geschichte im Kreis dreht oder Banalitäten anspricht. Die Liebesgeschichte hätte es beispielsweise kaum gebraucht. Insgesamt ist Surface – Das versunkene Dorf aber durchaus ein solides Werk, das seine Fans finden dürfte. Wer diese Art Provinzkrimis mag, kann einmal reinschauen.

Credits

OT: „Surface“
Land: Frankreich, Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Slimane-Baptiste Berhoun
Drehbuch: Marie Deshaires, Catherine Touzet, Laura Piani, Gaëlle Bellan, Stéphane Carrié, Joris Morio
Vorlage: Olivier Norek
Musik: Loïc Ouaret
Kamera: Tristan Tortuyaux
Besetzung: Laura Smet, Tomer Sisley, Théo Costa-Marini, Florence Muller, Otis Ngoi, Quentin Laclotte Parmentier, Pauline Serieys, Luc-Antoine Diquero, Serpentine Teyssier, Samuel Churin, Eloïse Rey, Inès Melab, Lisa Gardel

Bilder

Trailer

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Surface – Das versunkene Dorf
fazit
In „Surface – Das versunkene Dorf“ stolpert eine Polizistin über einen lang zurückliegenden Fall in einem abgelegenen Dorf. Originell ist die Romanadaption sicherlich nicht, da werden schon reichlich Klischees bedient. Aber es funktioniert, vor allem das stimmungsvolle Setting rechtfertigt einen Blick.
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