Sieben Tote hat die Woche Symphonie pour un massacre TV Fernsehen arte Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Sieben Tote hat die Woche

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„Sieben Tote hat die Woche“ // Deutschland-Start: 23. April 1964 (Kino)

Inhalt / Kritik

Jabeke (Jean Rochefort), Moreau (José Giovanni), Paoli (Charles Vanel), Clavet (Michel Auclair) und Valoti (Claude Dauphin) wollen richtig groß abräumen, indem sie ins Drogengeschäft einsteigen. Der Plan ist, dass sie jeweils ein Fünftel der Summe aufbringen, um eine große Drogenlieferung zu kaufen. Doch das läuft alles anders als geplant. Nicht nur, dass die Ladung entgegen der ursprünglichen Abmachung auf einmal ankommt und daher auf einmal gezahlt werden muss. Die große Summe weckt auch Begehrlichkeiten innerhalb der Gruppe. Und ehe es sich die fünf Männer versehen, sind sie in ein mörderisches Geschäft verwickelt, bei dem nicht sicher ist, wem sie überhaupt noch trauen können …

Vergessener Geheimtipp

Der Name Jacques Deray dürfte für die meisten untrennbar mit dem Krimigenre bzw. Thrillern verbunden. Der zuweilen als Hitchcock des französischen Films bezeichnete Regisseur arbeitete im Laufe seiner langen Karriere mit einigen großen und bekannten Schauspielern zusammen. Da waren Alain Delon und Romy Schneider in Der Swimmingpool (1969). In Brutale Schatten (1972) waren Jean-Louis Trintignant und Ann-Margret zu sehen. Der Außenseiter (1983) wiederum zeigte Jean-Paul Belmondo als Kommissar. Während einige dieser Filme zu großen Klassikern geworden sind, sind andere eher in Vergessenheit geraten. Zu Letzteren zählt auch Sieben Tote hat die Woche aus dem Jahr 1963. Der Film war seinerzeit schon nicht der ganz große Hit, hierzulande ist er auch nie fürs Heimkino erschienen.

Umso schöner ist, wenn der Genrebeitrag mal wieder den Weg ins hiesige Fernsehen findet. Denn spannend ist es auf jeden Fall, was Deray da zu erzählen hat. Basierend auf dem ein Jahr zuvor erschienenen Roman Les Mystifiés von Alain Reynaud-Fourton folgen wir hier fünf Männern, die gemeinsam ein großes Ding durchziehen wollen. Filme, in denen Verbrecher im Mittelpunkt stehen, sind natürlich seltener als solche, in denen sie gejagt werden. Aber es gibt nicht wenige, gerade das Subgenre des Heist Movies, bei denen die Hauptfiguren irgendetwas stehlen wollen, erfreut sich großer Beliebtheit. Während dort aber immer irgendein Antagonist da ist, sei es die Polizei oder ein noch schlimmerer Verbrecher, der bestohlen werden soll, da fehlt das in Sieben Tote hat die Woche. Die wenigen anderen Figuren, die in dem Film vorkommen, sind nur ein Mittel zum Zweck.

Düster und spannend

Es braucht aber auch keine anderen Figuren. Die Geschichte handelt davon, wie eine Gruppe von Menschen, die sich eigentlich schon irgendwo nahestehen, des Geldes wegen gegenseitig bekämpfen. Denn bei einer Summe von mehreren 100.000 US-Dollar hört die Freundschaft auf. Sieben Tote hat die Woche macht sich dabei nicht die Mühe, irgendwie groß über Moral zu sprechen. Das wäre auch nicht überzeugend, wenn die Protagonisten mit Drogen Geld machen. Hier gibt es keine Helden, gibt es keine Sympathieträger. Es gibt allenfalls Abstufungen, wenn innerhalb der Runde gemordet wird, um einen noch größeren Teil des Kuchens zu bekommen. Ein größeres und ein kleineres Übel, wenn man so will. Daumen drücken ist da dann eher nicht so angesagt.

Und doch kann man hier gut mitfiebern. Wenn die Männer auf einmal zu Feinden werden, ist das schon spannend, weil wirklich offen ist, wer da lebend davonkommt und wer nicht. Sieben Tote hat die Woche arbeitet auch viel mit Ungewissheit, die bis zu Paranoia reicht. Zwar weiß man als Zuschauer bzw. Zuschauerin, was gespielt wird, der Film zeigt das alles recht deutlich. Die Figuren sind jedoch ahnungslos und deshalb fast hilflos dem Jäger ausgeliefert, weshalb es eben nicht abzusehen, was da passieren wird. Manche dieser Begegnungen sind Duelle, andere fast schon erschreckend schnell vorbei. Packend ist es so oder so, was Deray da zeigt. Und es ist düster: Der Film zeichnet ein bedrückendes Bild, bei dem am Ende alle Verlierer sind.

Credits

OT: „Symphonie pour un massacre“
Land: Frankreich, Italien
Jahr: 1963
Regie: Jacques Deray
Drehbuch: José Giovanni, Claude Sautet, Jacques Deray
Vorlage: Alain Reynaud-Fourton
Musik: Michel Magne
Kamera: Claude Renoir
Besetzung: Michel Auclair, Claude Dauphin, José Giovanni, Michèle Mercier, Daniela Rocca, Jean Rochefort, Charles Vanel

Trailer

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Sieben Tote hat die Woche
fazit
In „Sieben Tote hat die Woche“ wollen fünf Männer groß bei einem Drogendeal absahnen, bevor sie der Gier erliegen. Die Romanadaption ist spannend, wenn bis zum Schluss offenbleibt, wer lebend aus dem Verteilungskampf herauskommt. Und er ist sehr düster, wenn es hier weder Helden noch Gewinner gibt.
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