Turbulence
© Leonine

Turbulence (2025)

Turbulence
„Turbulence“ // Deutschland-Start: 20. März 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hätte das ein schön romantischer Ausflug für Zach (Jeremy Irvine) und seine Frau Emmy (Hera Hilmar) werden sollen. Doch es kommt anders, denn plötzlich steht auch Julia (Olga Kurylenko) vor ihnen. Am Abend zuvor hatte Zach sie in einer Bar kennengelernt, was unangenehme Folgen hat, wird er seither doch erpresst. Und ausgerechnet sie soll nun auch im Heißluftballon über die Dolomiten fliegen? Das kann nur in einer Katastrophe enden. Zachs Versuche, das Ganze abzubrechen, führen jedoch zu nichts, da er sich nicht verraten will und der Pilot Harry (Kelsey Grammer) auf ihn einredet. Also heben sie zu viert ab und beginnen ihren Trip. Aber es dauert nicht lange, bis die Situation eskaliert – und keiner von ihnen mehr weg kann …

Mal ein anderes Setting

Thriller, die in einem sich bewegenden Fahrzeug spielen, gibt es natürlich nicht gerade wenige. Schließlich sind die Figuren dann oft darin gefangen und können der Gefahr nicht entkommen. Das beliebteste Transportmittel für einen solchen Film dürfte das Flugzeug sein, welches unter anderem in 7500 und Emergency Declaration zum Einsatz kam. Aber auch Busse (Speed) oder Züge (The Commuter) bieten sich dafür an. Doch so dankbar ein solches Setting ist, originell ist die Idee natürlich nicht. Dafür gab es dann einfach schon zu viele Geschichten, die darauf zurückgegriffen haben. Turbulence versucht, dennoch in diesem Segment zu bestehen, indem ein Fahrzeug ausgepackt wird, das man in diesem Kontext wohl noch nicht gesehen hat: ein Heißluftballon.

Die Idee ist an und für sich ganz interessant, da dieses Fortbewegungsmittel eine Besonderheit mit sich bringt. Üblicherweise sind die Fahrzeuge so groß, dass sich jemand darin verstecken kann. Da geht es dann auch oft darum, von den vielen Passagieren den oder die Bösen zu finden. Bei Turbulence fällt das weg. Es gibt nur einen „Raum“. Die Figuren sind von Anfang an dabei, da kommt niemand hinzu. Es ist auch nicht so, als müsste da noch groß gesucht werden, wer denn finstere Absichten hat. Von Anfang an wissen wir, wie Zach und Julia sich kennengelernt haben und dass diese ihn offensichtlich verfolgt. Die Ehefrau und der Pilot haben damit dann nichts zu tun, sie sind nur zur falschen Zeit am falschen Ort, werden also gegen ihren Willen in einen Konflikt hineingezogen, der relativ schnell eskaliert, wenn erst einmal die Reise angetreten ist.

Nur mäßig

Ein bisschen wird anschließend noch versucht, die Geschichte durch Wendungen aufzuwerten. Manche Informationen werden mit dem Publikum tatsächlich erst später geteilt, wodurch das in einem anderen Licht erscheint. Allerdings sollte man nicht zu viel davon erwarten. Teile davon sind dann eben doch vorhersehbar, weshalb der Effekt eher überschaubar bleibt. Anderes ist hingegen völlig an den Haaren herbeigezogen. Turbulence schert sich nicht sonderlich darum, ob das Ganze irgendwie glaubwürdig ist. Gerade im Hinblick auf die Figuren wird einem beim Anschauen einiges zugemutet, wenn sie sich völlig willkürlich verhalten dürfen – bis zum befremdlichen Ende.

Der Thriller ist deshalb eher mäßig, schafft es nicht wirklich, aus dem Szenario etwas Gutes zu schaffen. Regisseur Claudio Fäh und Drehbuchautor Andy Mayson, die zuvor schon bei dem Flugzeugabsturz-trifft-Hai-Survival-Thriller No Way Up zusammengearbeitet haben, waren sicherlich bemüht, etwas Spannendes zu schaffen. Auch das Ensemble spielt tapfer mit, Olga Kurylenko ist in einer für sie eher untypischen Rolle zu sehen. Letzten Endes ist das Setting aber das Einzige, was für Turbulence spricht. Und da dieser Kammerspielfilm aus naheliegenden Gründen nicht während einer tatsächlichen Ballonfahrt gedreht werden konnte, wirkt das alles auch noch irgendwie künstlich. Eine komplette Katastrophe ist das nicht geworden. Empfehlenswert leider aber auch nicht.

Credits

OT: „Turbulence“
Land: UK, USA
Jahr: 2025
Regie: Claudio Fäh
Drehbuch: Andy Mayson
Musik: Marcus Trumpp
Kamera: Jaime Reynoso
Besetzung: Hera Hilmar, Jeremy Irvine, Kelsey Grammer, Olga Kurylenko

Bilder

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Turbulence (2025)
fazit
In „Turbulence“ will ein Paar einen romantischen Ausflug mit einem Heißluftballon, bevor eine offensichtlich feindselige Frau auftaucht. Das Setting ist mal etwas anderes. Die Geschichte taugt aber nicht viel, schwankt zwischen öde und übertrieben.
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