George Jaques am Set von "Sunny Dancer" (© capelight pictures)

George Jaques / Neil Patrick Harris / Earl Cave [Interview]

Deutsche Version

Mit gerade einmal 26 Jahren hat sich George Jaques bereits als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent etabliert. Für seinen zweiten Spielfilm, Sunny Dancer (Kinostart: 13. August 2026), stellte er sich der ehrgeizigen Herausforderung, eine Komödie zu schaffen, in deren Mittelpunkt krebskranke Kinder und Jugendliche stehen. Nach der Premiere des Films auf der Berlinale setzten wir uns mit Jaques und den Darstellern Neil Patrick Harris und Earl Cave zusammen, um über die Themen des Films, die Atmosphäre am Set und die persönlichen Erfahrungen zu sprechen, die ihre Arbeit geprägt haben.

Die große Frage zuerst: Wart ihr gestern Abend feiern?

Neil Patrick Harris: Ja, ich war im Berghain. Aber was im Berghain passiert, bleibt im Berghain.

Warst du wirklich dort? Auf Social-Media gab es viele Gerüchte. 

Neil: Nein, war ich nicht. Wir hatten eine Afterparty für den Film, weil es so ein großer Abend war. Aber ich liebe es, dass die Leute glauben, ich wäre dort gewesen. Ich frage mich, was sie denken, was ich dort gemacht habe.

Earl Cave: Typisch Social-Media. Ich liebe es, wie harmlos unsere Afterparty eigentlich war, im Grunde saßen wir alle einfach zusammen und waren stolz auf das, was wir geschafft hatten. Es war klein, gemütlich und intim.

Hast du ein kompliziertes Verhältnis zu Social Media?

Earl: Ich halte mich meistens davon fern. Manchmal muss ich es nutzen, aber eigentlich vermeide ich es lieber. Der Film ist sogar eine ziemlich gute Darstellung davon, warum. Es geht darum, draußen zu sein, Risiken einzugehen und ein bisschen wild zu bleiben.

Du hast zwei Songs zum Soundtrack von Chronology of Water beigesteuert. Wie balancierst du Schauspiel und Musik, und welche Rolle spielen beide für dich?

Earl: Ich möchte mich eigentlich gar nicht zwischen beidem entscheiden. Wenn sie zusammenkommen können, großartig. Wenn ich einmal etwas vertonen kann, wunderbar. Ich liebe beides auf unterschiedliche Weise. Sie sind wie zwei verschiedene Kinder.

George Jaques: Ich glaube, das Spannende an dieser neuen Generation von Künstlern ist, dass man sich nicht mehr entscheiden muss. Früher wurde ich ständig gefragt, ob ich Autor, Regisseur, Produzent oder Schauspieler sei. Meine Antwort lautet: alles davon. Das ist etwas Schönes, und ich glaube, immer mehr Menschen sehen das genauso.

Apropos Schreiben, Regie und Produktion von Sunny Dancer: Der Film behandelt ein sehr sensibles Thema. Woher kam der Impuls dafür? Gab es einen persönlichen Bezug?

George: Bei meiner Mutter wurde Brustkrebs diagnostiziert, als ich fünfzehn war. Sie hat überlebt, und wir hatten großes Glück. Ich wollte schon lange eine Geschichte über Krebs erzählen, weil diese Erfahrung meine Jugend stark geprägt hat. Auch wenn nicht ich selbst betroffen war, habe ich diesen Weg gemeinsam mit ihr durchlebt. Man erlebt all die hässlichen Seiten davon, aber man sieht auch, wie Menschen in solchen Situationen zusammenfinden.
Ich wollte eine Krebsgeschichte auf eine andere Art erzählen, weil Krebsfilme inzwischen fast schon ein eigenes Genre geworden sind. Viele davon sind großartige Filme, aber ich wollte eine Komödie machen. Das ist ziemlich schwierig, eine Komödie über Krebs. Wir haben mit jungen Menschen gesprochen, die selbst Krebs hatten, und uns ihre Geschichten angehört. Dabei merkt man sehr schnell, dass sie so viel mehr sind als ihre Diagnose. Sie sind voller Leben.

Ein solches Projekt bekommt wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit als üblich. Wie war es, bei einem Film eines so jungen Regisseurs zusammenzukommen?

Neil: Ich arbeite einfach gerne mit guten Menschen. Ich arbeite seit 1986 und habe viele seltsame Projekte gemacht. Oft nimmt man Rollen an, weil man die Arbeit machen möchte, selbst wenn einem die Menschen dahinter relativ egal sind. Mittlerweile verbringe ich meine Zeit lieber mit Leuten, mit denen ich wirklich arbeiten möchte. Selbst wenn ein Projekt kein kommerzieller Erfolg wird, kann ich zufrieden sein, wenn ich mit Menschen gearbeitet habe, die ich respektiere.
George verkörpert das perfekt. Er ist ein echter Lichtblick. Er schreibt seine eigenen Stoffe, entwickelt neue Projekte und begegnet allem mit Freundlichkeit. Das gesamte Team hat unglaublich hart für seine Vision gearbeitet. Deshalb wollte ich dabei sein.

Könnt ihr über die Dynamik innerhalb des jungen Casts sprechen?

Earl: In eine neue Stadt zu ziehen, kann einschüchternd sein. Man beginnt automatisch, sich aufeinander zu verlassen. Es kann ziemlich einsam sein. Wir haben alle im selben Gebäude gewohnt und praktisch unsere gesamte Zeit miteinander verbracht, am Set und außerhalb. Das war etwas Besonderes.
Man merkt oft, wenn Schauspieler sich eigentlich nicht wirklich kennen. Zwischen ihnen liegt dann eine unsichtbare Distanz. Freundschaft hat ein bestimmtes Gefühl, und ich glaube, man kann das auf der Leinwand sehen.

Viele bezeichnen dich als aufstrebenden Star, und Bella ist bereits in jungen Jahren ein großer Star. Gab es etwas, das du von ihnen gelernt hast?

Earl: Ständig. Sie waren unglaublich professionell und freundlich zu jedem. Besonders diese Freundlichkeit ist etwas, das ich sehr bewundere.

Neil, hast du einen Rat für junge Schauspieler?

Neil: Ich glaube, jeder befindet sich auf seiner eigenen Reise. George hat nicht bewusst Menschen gecastet, die noch nie gespielt hatten. Stattdessen hat er Darsteller mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen zusammengebracht. Dadurch entstand eine besondere Mischung, in der alle wirklich miteinander verbunden waren. Zwischen den Takes, an den Wochenenden und nach Drehschluss haben alle Zeit miteinander verbracht. Es fühlte sich sehr gemeinschaftlich an und blieb gleichzeitig hochprofessionell. Ich war beeindruckt von Bellas Fähigkeiten als Darsteller. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich auf emotionale Szenen vorbereiteten, war bemerkenswert: ruhig, fokussiert und immer wieder überraschend. Und Daniel dabei zu beobachten, wie er in so jungen Jahren alles so filmisch aufnahm und verarbeitete, war genauso beeindruckend. Dieses Verständnis hatte ich in seinem Alter definitiv noch nicht.

George: Ich wollte auch Menschen finden, die wirklich etwas erlebt haben. Ich erinnere mich noch an dein Vorsprechen. Ich hatte schon viele ähnliche Freundesgruppen gesehen und dachte zunächst, du wirkst cool und ein wenig einschüchternd. Dann stellte sich heraus, dass du genauso ein Trottel bist wie ich, und wir mussten sofort lachen.
Ich liebe es, Menschen mit Lebenserfahrung zu finden. Diese Sensibilität spürt man in all ihren Darstellungen. Dieser Cast ist außergewöhnlich. Was wir erreicht haben, ist nur durch die gemeinsame Zeit möglich geworden. Es gibt keine schwache Leistung unter ihnen.

Neil: Wenn ich einen Rat geben müsste, dann diesen: Jagt nicht dem Erfolg hinterher, sondern der Arbeit. Erfolg ist etwas sehr Subjektives. Wenn man Arbeit macht, die man wirklich liebt, und sie wird erfolgreich, ist das großartig. Aber Erfolg kann auch einschränken. Plötzlich denkt man vielleicht, man könne keinen Independentfilm mehr machen, weil man gerade einen großen Studiofilm gedreht hat. Das ist eine Falle. Es ist wahrscheinlich besser, sich darauf zu konzentrieren, kreativ erfüllt und beschäftigt zu sein, statt berühmt werden zu wollen.

George, du hast erwähnt, dass du altersmäßig vielen Darstellern sehr nahe bist. Wie bist du als Regisseur mit der Balance zwischen Humor und dem ernsten Thema umgegangen?

George: Ein Mentor von mir, Lenny Abrahamson, hat Regie einmal als die ständige Frage beschrieben: „Fühlt sich das noch menschlich an?“ Während alle anderen auf ihren jeweiligen Bereich konzentriert sind, besteht die Aufgabe des Regisseurs darin, einen Schritt zurückzutreten und sicherzustellen, dass alles noch echt wirkt. Außerdem glaube ich, dass Experten aus gutem Grund Experten sind. Ich versuche, ein großartiges Team zusammenzustellen, dem ich vertraue. Meine Aufgabe besteht darin, den Rahmen vorzugeben und die Menschen darin arbeiten zu lassen. Wenn etwas zu weit geht, hole ich es behutsam zurück.
Ich habe lange genug als Schauspieler gearbeitet, um zu wissen, wie es sich anfühlt, nach einem Drehtag im Hotelzimmer zu sitzen und sich zu fragen, ob man gute Arbeit geleistet hat. Deshalb habe ich jedem Darsteller nach jedem Drehtag eine persönliche Nachricht geschrieben. Einfach ein paar Worte über etwas, das sie an diesem Tag besonders gut gemacht haben.
Regie bedeutet eine enorme Verantwortung. Ich nehme die Arbeit sehr ernst, mich selbst aber nicht allzu sehr.

Neil: Ich hatte ganz vergessen, dass du das gemacht hast. Das war wirklich großartig. Jede Nachricht war persönlich und nicht einfach kopiert. Wenn man allein im Hotelzimmer sitzt und darüber nachdenkt, ob man mehr hätte machen können, bedeutet so eine Nachricht unglaublich viel.

George: Spaß zu haben war ebenfalls wichtig. Ich wollte, dass dieser Cast den Sommer seines Lebens erlebt. Bella hat einen wunderbaren Artikel im Hollywood Reporter darüber geschrieben, wie besonders diese Erfahrung war, und genau das war unser Ziel.
Ich bin ungefähr im gleichen Alter wie viele von ihnen, was eine interessante Dynamik erzeugt. Einerseits wollte ich Teil der Gruppe sein, andererseits musste ich Regisseur bleiben. Meine Regel war, allen an der Bar einen Drink auszugeben und dann wieder zu verschwinden. Sie brauchten auch Momente, in denen ich nicht dabei war.

Du bist fünfundzwanzig und spielst einen Siebzehnjährigen mit enorm viel Energie. Wie hast du wieder Zugang zu dieser jüngeren Version deiner selbst gefunden?

Earl: Es war tatsächlich ziemlich befreiend. Ralph ist unglaublich nervig. Wenn ich den Film sehe, denke ich mir ständig: „Du bist so verdammt nervig.“ Aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr liebt man ihn, weil er einfach ein echter Sonderling ist. Ich glaube, viele Menschen haben Angst davor, exzentrisch zu sein. Dabei steckt gerade in solchen Menschen etwas Schönes, und ich habe das Gefühl, dass es immer weniger davon gibt. Die Menschen haben zunehmend Angst, sich auszudrücken, teilweise wegen Social Media und dem ständigen Einfluss anderer Meinungen. Genau darum geht es in unserem Film: um junge Menschen, die herausfinden wollen, wer sie sind und wo ihr Platz in der Welt ist.
Alle lieben Ralph, obwohl sie ihn den gesamten Film über beleidigen. Ich habe das Drehbuch durchgelesen und festgestellt, dass praktisch jede Zeile an ihn irgendeine Variante von „Halt die Klappe“ oder „Verschwinde“ ist. Irgendwann habe ich mich gefragt, ob ihn überhaupt jemand liebt. Jede einzelne Bemerkung ist für die Figur beleidigend, und trotzdem versteht man, dass sich alle um ihn kümmern und ihn wirklich mögen.

George: Das Schöne an der Rolle ist, dass ausgerechnet die Figur, von der man es am wenigsten erwartet, einige der emotionalsten Momente des Films bekommt. Plötzlich merkt man: „Oh, er ist ein Mensch.“

Earl: Für jede Figur wurde eine bestimmte Krebsdiagnose festgelegt, und Ralph hatte Hodenkrebs. Ich habe mir vorgestellt, dass der Verlust eines Hodens in jungen Jahren für ihn etwas Entmannendes gehabt haben könnte. Deshalb kompensiert er das, indem er lauter, extremer und performativer auftritt.

Eine letzte Frage: Der Film spielt augenzwinkernd mit der Idee von Charity-Auftritten prominenter Persönlichkeiten, und es gibt einen großen musikalischen Cameo-Auftritt, den wir nicht spoilern wollen. Könnt ihr verraten, ob diese Person bezahlt wurde?

George: Oh, James Blunt? Ich habe seinen Manager vor Jahren in London kennengelernt. Irgendwann habe ich ihn aus dem Nichts angerufen und gesagt, dass ich diese verrückte Idee habe, aber absolut kein Geld.
Er hat das Drehbuch gelesen, es James geschickt und wir haben uns zu einem Zoom-Gespräch getroffen. Ich habe mich sofort entschuldigt und erklärt, dass ich ihm nicht einmal einen Business-Class-Flug bezahlen könnte, nur einen EasyJet-Flug nach Glasgow. James sagte einfach: „Ich bin dabei.“
Ich bin ihm unglaublich dankbar. Er ist ein bemerkenswerter Mensch und besitzt einen wunderbaren Sinn für Selbstironie. Die meisten seiner Zeilen hat er improvisiert. Wenn man jemals Zeit mit ihm verbracht hat, weiß man, dass er fantastische Geschichten erzählt. Vieles im Film stammt direkt von ihm, und es passt perfekt zur Geschichte.

English Version

At just 26 years old, George Jaques has already established himself as an actor, director, screenwriter, and producer. For his second feature film, Sunny Dancer, he took on the ambitious challenge of crafting a comedy centered on children and teenagers living with cancer. Following the film’s premiere at the Berlinale, we sat down with Jaques and cast members Neil Patrick Harris and Earl Cave to discuss the film’s themes, the atmosphere on set, and the personal experiences that shaped their work.

So, the big question first: Did any of you go out last night?

Neil Patrick Harris: Yeah, I was at Berghain, but what happens in Berghain stays in Berghain.

Were you actually there, I red some rumors on social media about you going. 

Neil: No, I wasn’t. We had an after-party for the movie because it was such a big night. But I love that people think I was there. I wonder what they imagine I did.

Earl Cave: Well thats typical for social media. I love how tame our after-party actually was, basically everyone sitting around feeling proud. It was small, cute, and intimate.

Do you have a complicated relationship with social media?

Earl: I tend to stay off it. I need to use it sometimes, but I prefer not to. The film is actually a pretty good representation of why. It’s about being outside, taking risks, being a little feral.

You composed two songs for the Chronology of Water soundtrack. How do you balance acting and music, and how important are both to you?

Earl: I don’t really want to choose between them. If they can come together, great. If I can score something, wonderful. I love them both in different ways. They’re like two different children.

George Jaques: I think what’s exciting about this new generation of artists is that you don’t have to choose anymore. People always asked me whether I was a writer, director, producer, or actor, and my answer is: all of them. That’s a joy, and I think more people are embracing that.

Speaking of writing, directing, and producing Sunny Dancer, it deals with such a sensitive subject. Where did the impulse come from? Was there a personal connection?

George: My mum was diagnosed with breast cancer when I was fifteen. She survived, and we’re very lucky. I always wanted to tell a story about cancer because it was such a formative part of my teenage years. Although it wasn’t happening directly to me, I went through that journey with her. You see all the ugly parts of it, but you also see how people come together.

I wanted to tell a cancer story in a different way because cancer films have almost become their own subgenre. Many are great films, but I wanted to make a comedy. That’s a pretty difficult thing to do, a comedy about cancer. We worked with young people who had experienced cancer and listened to their stories. You quickly realize how much more interesting they are than their diagnosis. They’re full of life.

This project probably attracts more attention than usual. How difficult was it to come together on a film led by such a young filmmaker?

Neil: I just like working with good people. I’ve been working since 1986 and have done a lot of strange projects. Often you do projects because you want to do the work, even if you’re indifferent to the people involved. At this point, I’d rather spend time with people I genuinely want to work with. Even if a project isn’t commercially successful, I can still feel good about it because I had a meaningful experience with people I respect.
George exemplifies that. He’s a bright light. He writes his own work, he’s developing new projects, and he does everything with kindness. The crew worked incredibly hard for his vision. That’s why I wanted to do it.

Could you talk about the dynamic among the young cast members?

Earl: Moving to a new city can be intimidating, so you start relying on each other. It can be lonely. We all lived in the same building and spent all our time together, on and off set. It was beautiful. You can usually tell when actors don’t really know each other. There’s an invisible distance between them. Friendship has a certain feeling, and I think you can see that on screen.

People call you a rising star, and Bella is already a major star at a young age. Was there anything you learned from them?

Earl: Constantly. They were incredibly professional and kind to everyone. Their kindness is something I really admire.

Neil, do you have any advice for young actors?

Neil: I think everyone is on their own journey. George didn’t intentionally cast people who had never acted before. Instead, he brought together performers with very different backgrounds and experiences. It created this unique mixture where everyone genuinely connected. Between takes, on weekends, and after work, everyone spent time together. It felt very communal while remaining highly professional.
I was amazed by Bella’s ability as a performer. Watching them prepare for emotional scenes was remarkable: calm, focused, and always surprising. And watching Daniel absorb everything so cinematically at such a young age was equally impressive. I certainly didn’t have that level of understanding when I was their age.

George: I also wanted people who had really lived life. I remember when you first walked into the audition. I’d seen a lot of similar friendship groups, but I thought you seemed cool and intimidating. Then you turned out to be just as much of a loser as I am, and we immediately laughed.
I love finding people with life experience. That sensitivity comes through in all their performances. This cast is phenomenal. What we achieved happened because of the time we spent together. There isn’t a weak performance among them.

Neil: If I had to give advice, I’d say: don’t chase success, chase the work. Success is subjective. If you focus on work you genuinely love and it becomes successful, that’s great. But success can also create limitations. You might suddenly feel unable to do an independent film because you’ve done a big commercial project. That’s a trap. It’s probably better to focus on being employed and creatively fulfilled than on being famous.

You mentioned being close in age to much of the cast. How did you approach directing actors through such a delicate balance of humour and serious subject matter?

George: A mentor of mine, Lenny Abrahamson, once described directing as constantly asking yourself: „Does this still feel human?“ When everyone is focused on their own department, the director’s job is to step back and make sure everything still feels real.
I also believe experts are experts for a reason. I try to assemble a brilliant team I trust. My job is simply to establish the boundaries and then let people play within them. If something goes too far, I gently bring it back. I’ve spent enough time as an actor to know what it feels like to sit in a hotel room after work wondering whether you did a good job. That’s why I texted every cast member after each shooting day. Just a personal message about something they did well. Directing carries a huge responsibility. I take the work seriously, but I don’t take myself too seriously.

Neil: I forgot that you did that. It was a great move. Every message was personal, not copied and pasted. When you’re back in your hotel room wondering if you should have done more, getting a message like that means a lot.

George: Having fun was important too. I wanted this cast to have the summer of their lives. Bella wrote a wonderful piece in The Hollywood Reporter about how special the experience was, and that was exactly the goal. I’m roughly the same age as many of them, which creates an interesting dynamic. I wanted to be part of the group, but I also had to remain the director. My rule was to buy everyone a drink at the bar and then leave. They also needed moments where I wasn’t around.

You’re twenty-five, playing a seventeen-year-old with an enormous amount of energy. How did you reconnect with that younger version of yourself?

Earl: It was actually quite cathartic. Ralph is incredibly annoying. When I watch the film, I think, „You are so annoying.“ But as the story progresses, you fall in love with him because he’s a genuine oddball. I think a lot of people are afraid to be eccentric. There’s beauty in those people, and I feel like we’re seeing fewer of them. People are becoming more afraid to express themselves, partly because of social media and the constant influence of other people’s opinions. That’s really what the film is about: young people trying to figure out who they are and where they fit into the world.
Everyone loves Ralph, even if they spend the whole film insulting him. I went through the script and noticed every line directed at him was some variation of „shut up“ or „go away.“ I actually wondered whether anyone actually loved him. Every single line is offensive to the character, yet you still understand that everyone cares about him and genuinely likes him.

George: What’s beautiful about the role is that the person you’d least expect to provide emotional depth ends up delivering some of the film’s most moving moments. Suddenly you realize: „Oh, he’s human.“

Earl: We all had specific cancers assigned to our characters, and Ralph had testicular cancer. I imagined that losing a testicle at a young age might have felt emasculating for him, which is why he compensates by becoming louder and more performative.

One final question. The film references celebritys being guilttripped in a way to do charity appearances, and there’s a major celebrity music cameo that we won’t spoil. Can you reveal whether they were paid?

George: Oh, James Blunt? I met his manager years ago in London. Out of nowhere, I called him and said I had this crazy idea but absolutely no money. He read the script, sent it to James, and we got on a Zoom call. I apologized immediately and explained that I couldn’t even fly him business class, only an EasyJet flight to Glasgow. James simply said, „I’m in.“
I’m incredibly grateful to him. He’s a remarkable person and wonderfully self-deprecating. Most of his lines were improvised. If you’ve ever spent time with him, you’ll know he tells incredible stories. A lot of the material came directly from him, and it fits perfectly within the film.



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