Obituary, Staffel 1 Tv Fernsehen ONE Streamen online Video on Demand Mediathek DVD kaufen
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Obituary – Staffel 1

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„Obituary“ // Deutschland-Start: 8. August 2026 (ONE)

Inhalt / Kritik

Der Tod ist das Geschäft von Elvira Clancy (Siobhán Cullen). Genauer verdient sie ihr Geld damit, in einer Kleinstadt Nachrufe auf verstorbene Menschen zu schreiben. Darin ist sie auch durchaus gut, sie hat eine Menge Spaß mit dieser Arbeit. Es mangelt jedoch an Nachschub, da in Kilraven einfach nicht genügend Leute sterben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und so beginnt sie, selbst ein wenig nachzuhelfen und den einen oder anderen Tod vorzeitig herbeizurufen. Dabei hat sie strikte Regeln. So will sie nur Leute töten, die erwachsen sind und es verdient haben. Während sie ihrer Nebentätigkeit nachgeht und sich um ihren alkoholkranken Vater Wad (Michael Smiley) kümmert, kommt sie Emerson Stafford (Ronan Raftery) näher, einem Journalisten, der einem alten Kriminalfall nachgeht …

Unterwegs mit der Gegenseite

Dass Filme und Serien von den Taten von Serienmördern und Serienmörderinnen handeln, ist natürlich keine Seltenheit. Im Thrillerbereich wimmelt es von Beispielen, auch im Horrorgenre trifft man regelmäßig auf sie. Üblicherweise stehen diese Leute dann aber auf der Gegenseite, während die Hauptfiguren versuchen, diese zu schnappen. Sehr viel seltener ist der Fall, dass Killer und Killerinnen in den Mittelpunkt rücken und wir an deren Seite unterwegs sind. In Trap: No Way Out etwa folgen wir einem Mörder, der versucht, während eines Konzerts unbemerkt zu entkommen, während seine ahnungslose Tochter dabei ist. Saint Clare – Engel der Vergeltung wiederum erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die gezielt Jagd auf Männer macht, die sich an Frauen vergreifen. Mit Obituary findet nun eine Serie den Weg zu uns, die irgendwo dazwischen liegt.

So nimmt Elvira für sich in Anspruch, nur solche Leute zu töten, die es wirklich verdient haben. Das zieht natürlich die Frage nach sich: was heißt verdient? Und wer legt das fest? Im Laufe der sechs Folgen gibt es auch immer wieder Situationen, in denen die Protagonistin mit sich hadert und zu rechtfertigen versucht, was sie da tut. Das ist mal mehr, mal weniger überzeugend. Hinzu kommt, dass Obituary deutlich macht, dass Elvira auch aus niederen Gründen handelt. Nicht nur, dass sie Geld mit den Nachrufen verdient, die sie über die Menschen schreibt, nachdem sie diese ermordet hat. Auch das Morden selbst scheint ihr zunehmend zu gefallen. Was ein reines Mittel zum Zweck war, wird dann schon auch der Zweck selbst – zumindest in manchen Fällen.

Wendungsreicher Weg durch die Genres

Dabei ist die Protagonistin nicht die einzige ambivalente Figur. Auch bei anderen stellen wir mit der Zeit fest, dass sie Seiten haben, die man nicht nach außen hin sofort erkennt. Manche haben Abgründe, die zunächst nicht ersichtlich sind. Bei anderen ist es umgekehrt so, dass man sie zunächst für böse hält, sie dann aber doch besser sind. Das von Ray Lawlor entwickelte Obituary kombiniert das zum Teil mit dem einen lange zurückliegenden Fall, der so etwas wie der rote Faden in diesem morbiden Treiben darstellt. Andere Geschichten stehen für sich. So oder so, da gibt es auf Schritt und Tritt irgendwelche Enthüllungen, die Suche nach der Geschichte und der Wahrheit birgt zahlreiche Überraschungen.

Glaubwürdig ist das dann weniger. Muss es aber auch nicht sein, schließlich ist die Tonalität schon humorvoller. Da sind immer wieder komische Szenen, wenn die Situation sich anders entwickelt oder die Figuren Grenzen überschreiten. Aber auch der eine oder andere tragische Moment ist dabei. Das Ergebnis ist eine ziemlich abwechslungsreiche Serie, die zwar bekannte Elemente aufnimmt, dabei aber immer wieder etwas Eigenes daraus macht. Auf internationale Stars muss man hier zwar verzichten. Aber das Ensemble erledigt seine Aufgabe sehr gut, Hauptdarstellerin Siobhán Cullen (Bodkin) gefällt als Protagonistin, die irgendwo zwischen Heldin und Psychopathin ist. Obituary ist ein origineller Geheimtipp, der es verdient hätte, größer gezeigt zu werden, anstatt ihn am späten Abend und in der Mediathek zu verstecken.

Credits

OT: „Obituary“
Land: Irland
Jahr: 2023
Regie: John Hayes, Oonagh Kearney
Drehbuch: Ray Lawlor
Idee: Ray Lawlor
Musik: Steve Lynch
Kamera: James Mather
Besetzung: Siobhán Cullen, Michael Smiley, Ronan Raftery, Danielle Galligan, David Ganly

Bilder

Trailer

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Obituary – Staffel 1
fazit
In „Obituary“ beginnt die Autorin von Nachrufen damit, Menschen umzubringen, um Nachschub zu haben. Die zwischen mehreren Tonalitäten wechselnde Serie greift zwar auf bekannte Elemente zurück, macht daraus aber etwas Eigenes. Das Ergebnis ist abwechslungsreich, gefällt durch ambivalente Figuren und eine unvorhersehbare Geschichte.
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