Gunner
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Gunner

„Gunner“ // Deutschland-Start: 27. März 2025 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatte sich Lee Gunner (Luke Hemsworth) darauf gefreut, nach seiner langen Zeit bei den U.S. Army Special Forces wieder Zeit mit seinen Söhnen zu verbringen. Schließlich liegt da einiges im Argen. Ein gemeinsamer Campingausflug soll dabei helfen, Lee, Luke (Grant Feely) und Travis (Connor DeWolfe) wieder zusammenzuführen. Doch die ersehnte Familienidylle wird jäh unterbrochen, als die drei ein verborgenes Drogenlabor entdecken. Dabei werden sie auch selbst entdeckt und die beiden Söhne werden von Dobbs Ryker (Mykel Shannon Jenkins) und dessen Gang gefangengenommen. Lee selbst landet im Gefängnis, setzt aber alles daran, um seine Kinder wieder aus den Klauen der Verbrecher zu befreien – wobei ihm sein militärischer Hintergrund nutzt …

Typische Wegwerfware

Hat man einen Actionfilm gesehen, hat man sie alle gesehen? Das stimmt natürlich nicht, es gibt in diesem Genre wie in jedem anderen auch die unterschiedlichsten Titel. Aber man muss schon feststellen, dass gerade in dem noch immer regelmäßig bedienten Direct-to-Video-Segment so viele Streifen sind, die man kaum voneinander unterscheiden kann. Und das gilt auch für Gunner. Mal wieder geht es um einen Ex-Militär, der eigentlich ein ruhiges Leben führen möchte, es dann aber mit richtig üblen Leuten zu tun bekommt und seiner Familie wegen zu den Waffen greift. Meist handelt es sich dabei um Rachethriller, wenn ein Mord oder auch andere Verbrechen gesühnt werden soll. Hier haben wir es eher mit einer Befreiungsaktion zu tun.

Auch sonst ist das inhaltlich alles sehr genügsam geworden. Die Figuren sind beispielsweise nicht mehr als Wegwerfware geworden. Der Vater hat seine Familie der Arbeit wegen vernachlässigt, was diese ihm übel nimmt. Dazu gibt es eine tragische Vorgeschichte, da es neben den beiden oben genannten Söhnen noch einen dritten gab, der in Afghanistan gefallen ist. Für die Handlung ist das alles irrelevant, Gunner schert sich selbst nicht wirklich darum und spricht später gar nicht mehr darüber. Wie so oft wollte man sich mit einem solchen Element die Figurenzeichnung sparen. Bei den Antagonisten darf man sowieso nichts erwarten, denn über die erfährt man praktisch nichts. Sie handeln mit Drogen, das ist alles, was verraten wird. Das macht es nicht gerade einfach, die Leute in Erinnerung zu behalten. Mitfiebern? Schwer möglich.

Action vom Discounter

Das andere Problem ist, dass man auch bei der Umsetzung patzte. Ein Makel, der ebenfalls in diesem Segment oft zu sehen ist: Das Geld reichte nicht aus. Also setzt man an vielen Stellen auf Computereffekte, denen man dann aber das geringe Budget ansieht. Gunner sieht dann schon ziemlich billig aus. Dann und wann haben die Actionszenen auch mit einer mangelnden Übersichtlichkeit zu kämpfen. Man nimmt dem actionerfahrenen Regisseur Dimitri Logothetis (Jiu Jitsu, Kickboxer: Die Abrechnung) zwar schon ab, dass er hier etwas erreichen wollte. Der gute Wille allein reicht aber nicht aus, am Ende ist der Film nicht einmal wirklich zweckmäßig.

Schauspielerisch darf man auch nicht viel erwarten. Morgan Freeman, der auf dem Artwork groß beworben wird, obwohl er nur wenig im Film zu sehen ist, macht das zwar routiniert. Mehr aber auch nicht. Hauptdarsteller Luke Hemsworth wiederum, der immer im Schatten seiner Brüder Chris und Liam gestanden hat, findet auch keinen wirklichen Zugang zu der Figur. Sie ist einfach nur da. Die absolute Katastrophe mag Gunner nicht sein. Zumindest gibt es das eine oder andere nette Setting, das man sich anschauen kann. Aber das allein kann kaum ausreichend sein, um den Actionfilm weiterempfehlen zu wollen. Eben weil das Genre so überlaufen ist und dauernd irgendwelche Beiträge veröffentlicht werden, sollte es nicht sonderlich schwierig sein, eine bessere Alternative zu finden.

Credits

OT: „Gunner“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Dimitri Logothetis
Drehbuch: Gary Scott Thompson
Musik: Mocean Worker
Kamera: Gerardo Madrazo
Besetzung: Luke Hemsworth, Mykel Shannon Jenkins, Yulia Klass, Grant Feely, Connor DeWolfe, Morgan Freeman

Bilder

Trailer

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Gunner
fazit
In „Gunner“ will ein Ex-Soldat nur Zeit mit seinen Söhnen verbringen, muss diese aber plötzlich aus den Händen von Gangstern befreien. Die Geschichte taugt ebenso wenig wie die Figuren, zu erzählen hat der Film nichts. Zu zeigen leider auch nicht, das geringe Budget macht sich immer wieder unschön bemerkbar.
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