Kraken – Erwachen der Tiefe
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Kraken – Erwachen der Tiefe

Kraken – Erwachen der Tiefe
„Kraken – Erwachen der Tiefe“ // Deutschland-Start: 23. Juli 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Als es bei einem norwegischen Fjord zu mehreren seltsamen Vorkommnissen kommt, wird die Meeresbiologin Johanne (Sara Khorami) damit beauftragt, der Sache nachzugehen. Genauer ist es eine Lachszucht, die mit einer neuen Schallwellentechnologie Schädlinge bekämpfen will, die sie unter die Lupe nehmen soll. Das ist nicht nur beruflich eine Herausforderung für sie. Es bedeutet auch, dass es zu einem Wiedersehen mit ihrem Ex-Freund Erik (Mikkel Bratt Silset) kommt, der in dieser Station tätig ist. Dort ist man gerade damit beschäftigt, japanische Investoren anlocken zu wollen, die ihnen bei der Expansion helfen sollen. Was Firmenchef Avaldsnes (Øyvind Brandtzæg) dabei jedoch nicht eingeplant hat: Mit ihren Schallwellen haben sie auch etwas angelockt, das bislang tief unter der Wasseroberfläche lebte …

Tierhorror aus den Tiefen des Meeres

Sie sind ein festes Subgenre des Horrorfilms: Geschichten um Tiere, die Jagd auf Menschen machen. Die beliebteste Spezies bei den Filmschaffenden ist dabei sicherlich der Hai, der mehrfach im Jahr wieder zum Antagonisten gemacht wird. Dann und wann dürfen aber auch andere Tiere beweisen, dass man sich besser nicht mit ihnen anlegen sollte. Bären und Schlangen zum Beispiel, die eine oder andere Spinne. Mit Kraken – Erwachen der Tiefe kommt nun mit dem titelgebenden Tier ein weiteres zum Einsatz. Dabei ist die norwegische Produktion nicht die erste, die mit einem solchen Kraken arbeitet. Da war beispielsweise 1998 Octalus – Der Tod aus der Tiefe, wo ein Kreuzfahrtschiff von einem Meermonster angegriffen wurde. Zudem ist es erst einige Monate her, dass die russische Produktion Kraken fürs Heimkino veröffentlicht wurde.

Da durfte man doch gespannt sein, wie die norwegische Antwort ausfallen würde. Das Publikum muss sich beim Anschauen jedoch gedulden, Regisseur Pål Øie, der zuvor unter anderem den Katastrophenfilm The Tunnel – Die Todesfalle gedreht hat, lässt sich ziemlich viel Zeit, bis er sein Ungetüm wirklich von der Leine lässt. So gibt es zwar eine Art Prolog, bei dem die Titelfigur schon einmal zuschlägt. Ein Kniff, wie er in dem Genre ständig vorkommt – aktuell etwa in Evil Dead Burn. Dann geht das Tier aber erst einmal auf Tauchstation. Kraken – Erwachen der Tiefe befasst sich stärker mit den Zweibeinern und ihren Geschichten. Vor allem die Protagonistin darf sich mehrfach mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, wenn es gleich in mehrfacher Hinsicht zu einer Begegnung mit alten Zeien kommt.

Ordentlich, aber mit vielen Klischees

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, wenn ein Horrorfilm versucht, den Figuren mehr Tiefgang und Komplexität zu geben. Dann sollte man aber auch tatsächlich etwas zu sagen haben. Bei Kraken – Erwachen der Tiefe ist das definitiv nicht der Fall. So ist dem Drehbuchteam nicht mehr eingefallen als eine Aneinanderreihung von Klischees und Stereotypen. Da ist wirklich keine einzige Figur dabei, die einem in Erinnerung bleiben müsste. Die ökologische Botschaft, die sich in die Geschichte geschmuggelt hat, ist nicht besser. Die Absicht war auch da gut, es passt auch irgendwie ins Konzept. Und doch wirkt es mehr wie eine Pflichterfüllung, nicht wie eine wirkliche Aussage, die von Herzen kommt. Da waren andere Horrorfilme überzeugender.

Dennoch ist das Ergebnis nicht schlecht. Wenn es zum Ende hin zu einem tatsächlichen Showdown kommt, geht es ordentlich zur Sache, die Zerstörungswut kann sich sehen lassen. Allgemein kann man bei der Optik kaum meckern, obwohl der Film natürlich nicht das Budget hatte, mit dem große Hollywoodproduktionen ausgestattet sind. Gerade das Setting ist schon atmosphärisch geworden Mehr als Mittelmaß ist Kraken – Erwachen der Tiefe aber kaum. Da hätte man doch mehr in die Figuren und die Geschichten investieren müssen. Auch beim Ablauf der Handlung zeigte man sich zu genügsam, als dass das Werk großen Eindruck hinterlassen würde.

Credits

OT: „Kraken“
Land: Norwegen
Jahr: 2025
Regie: Pål Øie
Drehbuch: Vilde Eide, Kjersti Helen Rasmussen, Natasha Arthur
Musik: Roy Westad
Kamera: Sjur Aarthun
Besetzung: Sara Khorami, Mikkel Bratt Silset, Øyvind Brandtzæg, Jenny Evensen, Ingvild Holthe Bygdnes

Bilder

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Kraken – Erwachen der Tiefe
fazit
In „Kraken – Erwachen der Tiefe“ experimentiert eine Lachszucht mit Schallwellen und weckt dabei etwas, das zuvor tief unter der Wasseroberfläche lebte. Das Setting ist stimmungsvoll, das Monster kann sich sehen lassen. Es dauert allerdings sehr lang, bis es wirklich zum Einsatz kommt, davor ist vor allem Warten angesagt, was bei den klischeehaften Figuren zur Geduldprobe wird.
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