Das Sommerbuch The Summer Book
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Das Sommerbuch

Das Sommerbuch The Summer Book
„Das Sommerbuch“ // Deutschland-Start: 25. Juni 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Der Tod ihrer Mutter lastet noch schwer auf Sophia (Emily Matthews) und dem Rest der Familie. Also beschließt ihr Vater (Anders Danielsen Lie), mit dem neunjährigen Mädchen raus zur Großmutter (Glenn Close) zu fahren. Diese ist selbst verwitwet und lebt auf einer kleinen Insel bei Finnland. Viel unternehmen kann man in dieser Einöde nicht, weswegen sich Sophia da manchmal auch langweilt und sich wünscht, dass da endlich etwas passiert. Doch der Sommer auf der Insel wird ihr helfen, sich zum einen der Großmutter anzunähern, die sich völlig auf das Leben in der Natur eingestellt hat. Zum anderen beginnt sie, auch sich selbst näherzukommen und mutiger der Zukunft entgegenzublicken …

Ein leiser Film

Wer den Namen Tove Jansson hört, denkt unweigerlich an die Mumins. Ob es nun die ursprünglichen Romane sind, die späteren Comics oder die diversen Adaptionen wie etwa der zauberhafte Zeichentrickfilm Mumins an der Riviera, die Finnin ist unweigerlich mit den rundlichen Fantasiegestalten verbunden, die auch Jahrzehnte später eine große Fangemeinde haben. Doch der Segen ist zugleich ein Fluch, da die diversen anderen künstlerischen Aktivitäten von Jansson oft vergessen werden. Auch deshalb ist es schön, dass das Drama Das Sommerbuch nach einer Reihe von Festivalteilnahmen auch offiziell in den deutschen Kinos anläuft. Denn die Adaption des gleichnamigen Romans von 1972 zeigt, dass die Künstlerin noch mehr zu sagen hatte.

Dabei ist der Film selbst kein Werk der großen Worte. Tatsächlich finden sich immer wieder Passagen, in denen wenig bis gar nicht gesprochen wird. Teilweise ist dieses Schweigen auch die Folge des tragischen Verlusts der Mutter, über den nicht gesprochen wird. Zu spüren ist die Leerstelle durchaus, gerade bei dem Verhältnis von Vater und Tochter, das vom Tod überschattet wird. Aber sie tun sich schwer damit, einen gemeinsamen Weg durch die Krise zu finden. Doch die Stille ist in Das Sommerbuch nicht einfach nur ein Mangel. Wenn das Kind an einer Stelle die Großmutter fragt, was sie gerade tut, antwortet diese, dass sie zuhört. Nicht der Sprache der Menschen, sondern der von der Natur. Denn die ist immer da, nicht nur als bloße Kulisse, sondern als eine Welt, durch die wir Verbundenheit und Halt finden können.

Die Natur als Trostspender

Die Nähe zur Natur, die wir auch bei den Mumins immer wieder zu spüren bekommen, als einen idealisierten Gegenentwurf zu der Welt der Menschen, ist ein wichtiges Element in Das Sommerbuch. Das bedeutet aber nicht, dass wird es mit einem reinen Naturkitsch zu tun haben. Regisseur Charlie McDowell (Windfall, Botschaften von anderswo) nutzt das Setting vielmehr als ein Element von mehreren, um mit Kontrasten zu arbeiten. Da geht es um Anfang und Ende, wenn das junge Mädchen auf die greise Großmutter trifft. Wir haben den Gegensatz von der Flüchtigkeit des menschlichen Lebens und der Zeitlosigkeit der Welt, die uns umgibt. Diese kann zwar nicht die Leere füllen, welche der Tod hinterlassen hat. Aber sie spendet doch Trost.

Zu sehen gibt es bei dem Drama, das 2024 auf dem BFI London Film Festival Weltpremiere hatte, dann auch einiges. Die abgelegene Insel macht schon etwas her und lädt dazu ein, hier zu verweilen. Aber auch die Besetzung hat ihren Anteil daran, dass der Film sehenswert geworden ist. Das Aushängeschild von Das Sommerbuch ist natürlich Hollywood-Star Glenn Close, die hier mal eine weniger auffällige Figur verkörpern darf. Eine Entdeckung ist dafür Newcomerin Emily Matthews, die eigentliche Hauptdarstellerin des Films. Aus Sicht ihrer Figur wird die Geschichte erzählt, in der Freude und Leid eng beieinanderliegen. Am Ende mag vielleicht nicht alles gut sein. Aber zumindest ist da doch der Trost, dass irgendwie alles weitergeht.

Credits

OT: „The Summer Book“
Land: Finnland, UK, USA
Jahr: 2024
Regie: Charlie McDowell
Drehbuch: Robert Jones
Vorlage: Tove Jansson
Musik: Hania Rani
Kamera: Sturla Brandth Grøvlen
Besetzung: Glenn Close, Emily Matthews, Anders Danielsen Lie

Bilder

Trailer

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Das Sommerbuch
fazit
In der Romanadaption „Das Sommerbuch“ reisen ein Mann und seine Tochter nach einem schweren Verlust zur abgelegen lebenden Großmutter. Das Drama handelt von den heilenden Kräften der Natur und einer Verbundenheit zu dieser. Dabei gibt es einiges zu sehen und zu fühlen, auch wenn nicht wirklich viel passiert.
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