Mensch Mutti! TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Adrian Gross

Mensch Mutti!

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„Mensch Mutti!“ // Deutschland-Start: 29. Mai 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Serafina Hopp (Frida-Lovisa Hamann) sehr glücklich mit ihrer Wahlheimat Paris, als Primaballerina tritt sie dort auf den großen Bühnen auf. Doch als ihr Vater plötzlich verstirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als noch einmal in ihre alte Heimat zurückzukehren, eine Provinz in Sachsen-Anhalt. Dort kämpfen gerade ihre Mutter Christa (Steffi Kühnert) und ihre Schwester Daniela (Lucie Heinze) um das Überleben ihres Fitnessstudios. Denn Christa, die zu DDR-Zeiten Turnerin war, schafft es nicht so wirklich, den Laden an die modernen Bedürfnisse anzupassen. Also bleibt Serafina erst einmal, um den beiden zu helfen, was aber auch bedeutet, dass sie die Spannungen innerhalb der Familie überwinden müssen. Und dann taucht auch noch der Steinmetz Mike (Marc Benjamin) auf und bringt ihr Gefühlsleben durcheinander …

Leichter Stoff voller Déjà-vus

Am Freitagabend setzt man beim Ersten gern auf etwas leichtere Stoffe, mit denen das Publikum gut und unbekümmert ins Wochenende findet. Dann und wann sieht man zwar auch Beiträge, die ernster sind und sich größerer Themen annehmen. Meistens ist aber nette Unterhaltung angesagt. Zuletzt war auf diese Weise Rosen und Reis zu sehen, eine Komödie um ein kriselndes Paar, das ausgerechnet durch eine Affäre die Beziehung zu retten versucht. Um romantische Gefühle und Krisen geht es zwar auch in Mensch Mutti!, die nächste ARD-Komödie, die auf diesem Programmplatz zur Hauptsendezeit läuft. Aber das ist doch nur ein Punkt unter vielen, wenn wir hier dem Leben von drei Frauen einer Familie folgen.

Beispielsweise nimmt der Film das immer wieder beliebte Szenario, dass die Hauptfigur zu Beginn der Geschichte in die alte Heimat zurückkehrt. Die Anlässe können verschiedenste Formen annehmen, ganz weit oben steht aber der Tod eines Familienmitglieds. Einen Preis für Originalität bekommt Mensch Mutti! daher eher nicht. Gerade zu Beginn kommt da ein Déjà-vu-Erlebnis nach dem anderen, wenn es unter anderem um den Konflikt zwischen Stadt und Land geht. Denn auch das findet man in Filmen andauert, dass ein Stadtmensch in die Provinz fährt und dabei lernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Dass dabei eine Liebe den Gesinnungswandel maßgeblich mitbestimmt, ist sowieso ein Dauerbrenner.

Gute Besetzung, durchschnittlicher Film

Interessanter sind da schon andere Aspekte. Dass die Mutter etwa DDR-Sportlerin war und sich schwer damit tut, in der Gegenwart anzukommen, hinterlässt mehr Eindruck. Auch die Konflikte innerhalb der Familie funktionieren ganz gut, wenn die drei Frauen einiges aufzuarbeiten haben. Schön ist dabei auch, dass Mensch Mutti! auf das große Drama verzichtet. Sowohl bei den ernsten Szenen wie auch beim Humor gibt man sich eher zurückhaltend, zeigt sich von einer leisen Art. Nur dann und wann vergreift man sich etwas im Ton und will mehr erreichen, als es der Stoff überhaupt hergibt, oder landet bei einer seltsam überzeichneten Figur.

Dafür ist die Besetzung insgesamt gut, sie schafft es, den einzelnen Figuren genügend Leben mitzugeben, sodass man mit schon mitfühlen kann – keine Selbstverständlichkeit im deutschen Fernsehen. In der Summe gleichen sich dadurch Stärken und Schwächen aus, der Fernsehfilm geht insgesamt schon in Ordnung. Dennoch hätte man sich von all dem etwas mehr erhoffen dürfen, mehr als Durchschnitt ist Mensch Mutti! kaum. Trotz der namhaften Schauspieler und Schauspielerinnen bleibt nicht so wahnsinnig viel von der Komödie hängen, bis zum Wochenende ist das meiste vergessen. Die guten Ansätze und Ideen reichen in der Fassung dann doch nicht aus.

Credits

OT: „Mensch Mutti!“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Christine Rogoll
Drehbuch: Constanze Behrends, Lena Gouverneur
Musik: Matthias Petsche
Kamera: Alexander Palm
Besetzung: Steffi Kühnert, Frida-Lovisa Hamann, Lucie Heinze, Marc Benjamin, Max Woelky, Anna Sophie Schindler, Michael Berndt-Cananá, Horst Kotterba

Bilder

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Mensch Mutti!
fazit
„Mensch Mutti!“ erzählt von drei Frauen einer Familie, die um das Überleben eines Fitnessstudios kämpfen. Einige Ideen sind gut, vieles an dem Film ist aber einfallslos geworden. Am Ende reicht es bei der leisen Komödie dann doch nur für Mittelmaß, das Ergebnis ist leider schnell vergessen.
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