Fühlt ihr meine Stimme? Non abbiam bisogno di parole Feel My Voice Netflix Streamen online Video on Demand
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Fühlt ihr meine Stimme?

Fühlt ihr meine Stimme? Non abbiam bisogno di parole Feel My Voice Netflix Streamen online Video on Demand
„Fühlt ihr meine Stimme?“ // Deutschland-Start: 3. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Die Familie Musso bildet eine eingeschworene Gemeinschaft, welche durch eine Besonderheit verstärkt wird: Sie ist taub, größtenteils zumindest. Lediglich die 16-jährige Tochter Eletta (Sarah Toscano) kann hören, weshalb sie oft das Sprachrohr der anderen und die Verbindung zur Außenwelt ist. Bislang war das für sie kein Problem, sie kennt es nicht anders und fühlt sich für ihre Eltern Alessandro (Emilio Insolera) und Caterina (Carola Insolera) sowie ihren Bruder Francesco (Emilio Insolera) verantwortlich. Als jedoch ihre Lehrerin Giuliana (Serena Rossi) ihr nahelegt, sich bei einer renommierten Musikschule zu bewerben, bringt sie das in eine Zwicklage. Auf der einen Seite ist das für sie die Chance, sich selbst zu verwirklichen und ein eigenes Leben zu führen. Aber es würde auch bedeuten, ihre Familie zurückzulassen und sich selbst zu überlassen …

Das zweite Remake eines Überraschungshits

Wenn ein Film erfolgreich ist, stellt sich oft irgendwann die Frage, ob man nicht ein Remake drehen könnte. Das gilt insbesondere, wenn es darum geht, ein fremdsprachiges Publikum anzusprechen. Im Fall von Verstehen Sie die Béliers? (2014) hat sich das auf jeden Fall gelohnt. Denn während die französische Tragikomödie rund um die Tochter einer gehörlosen Familie daheim ein großer Erfolg war und rund 7,5 Millionen Menschen in die Kinos lockte, nahm man im Ausland eher weniger Notiz davon. Bei der US-Neuauflage CODA blieben 2021 die großen Einspielergebnisse zwar aus, da es sich um eine Produktion von Apple TV handelte. Dafür gab es aber einen Oscar für den besten Film des Jahres. Nun versucht sich mit Netflix ein weiterer Streamingdienst an dem Stoff, dieses Mal geht es nach Italien, wo mit Fühlt ihr meine Stimme? die dritte Version entstanden ist.

Natürlich darf man sich an der Stelle fragen: Hat es wirklich unbedingt noch ein weiteres Remake gebraucht? Klare Antwort: nein. Regisseur und Co-Autor Luca Ribuoli hat der bekannten Geschichte nichts Relevantes hinzuzufügen. Wer das Original oder die erste Neuverfilmung bereits kennt, weiß, worauf das alles hinauslaufen wird. Ganze Szenen oder auch Witze – zumindest in der ersten Hälfte ist da einiges an Humor – wurden direkt übernommen. Bei der Figurenzeichnung wurde ebenfalls darauf verzichtet, etwas Eigenes zu schaffen. Die größten Unterschiede ergeben sich noch durch den Wechsel des Schauplatzes. Fühlt ihr meine Stimme? spielt nun in Italien, was auch Auswirkungen auf die Musik hat. Das war es aber auch schon.

Universell und besonders zugleich

Nun ist die Geschichte für sich genommen aber natürlich gut, nicht ohne Grund kam sie gleich zweimal gut an. So spricht diese Themen an, die gleichzeitig besonders und doch universell sind. Erfahrungen mit Gehörlosen haben eher weniger Leute, weshalb man nur zum Teil nachvollziehen kann, was es denn heißt so zu leben – auch wenn Fühlt ihr meine Stimme? in manchen Szenen die Erfahrung zu imitieren versucht. Die schwierige Balance aus Verantwortung für andere und die Verantwortung für das eigene Lebensglück ist jedoch eine, mit der sich viele auseinandersetzen müssen. Die Protagonistin ist in einer schwierigen Lage, bei der auf Anhieb nicht klar ist, was die richtige Antwort ist oder ob es überhaupt eine richtige Antwort geben kann. Insofern gibt es schon auch den einen oder anderen Denkanstoß.

Dazwischen findet sich aber des Öfteren Leerlauf. Das mag auch an der Laufzeit liegen, die etwas länger ist als bei den beiden ersten Versionen. Oder daran, dass das Ensemble einen weniger bleibenden Eindruck hinterlässt, das Ganze dafür etwas kitschiger wird. Tatsächlich schlecht ist das Ergebnis zwar nicht, Fühlt ihr meine Stimme? hat sicherlich seine Momente, für die man hier reinschauen kann – vor allem, wenn man die anderen Fassungen nicht kennt. Sofern man aber nicht gerade ein großer Fan der italienischen Sprache und der Lieder ist, gibt es keinen überzeugenden Grund, warum man sich unbedingt das hier anschauen soll und nicht die vorangegangenen Fassungen, die doch noch mehr Charme hatten.

Credits

OT: „Non abbiam bisogno di parole“
IT: „Feel My Voice“
Land: Italien
Jahr: 2026
Regie: Luca Ribuoli
Drehbuch: Luca Ribuoli, Cristiana Farina
Musik: Corrado Carosio, Pierangelo Fornaro, Sarah Toscano
Kamera: Ivan Casalgrandi
Besetzung: Sarah Toscano, Serena Rossi, Carola Insolera, Emilio Insolera, Antonio Iorillo, Asia Corvino

Bilder

Trailer

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Fühlt ihr meine Stimme?
fazit
In „Fühlt ihr meine Stimme?“ bekommt eine Jugendliche die Chance, auf eine renommierte Musikschule zu gehen, müsste dafür aber ihre gehörlose Familie zurücklassen. Warum es nach „Verstehen Sie die Béliers?“ und „CODA“ unbedingt noch eine dritte Version geben muss, wird nie ganz klar, zumal das italienische Remake nichts hinzuzufügen hat und die schwächste Fassung ist.
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