Eat Pray Bark Netflix Streamen online Video on Demand
© Stephan Rabold / Sasha Ostrov / Netflix

Eat Pray Bark

Eat Pray Bark Netflix Streamen online Video on Demand
„Eat Pray Bark“ // Deutschland-Start: 1. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Die Politikerin Ursula „Uschi“ Brandmeier (Alexandra Maria Lara) kann mit Hunden nicht viel anfangen. Sie hasst sie sogar, wie sie offen in einer Fernsehsendung gesagt hat – was ihr viel Ärger eingebracht hat. Zwecks Imagepflege lässt sie sich daher einen Hund aufschwatzen. Da sie aber nicht weiß, wie sie mit dem Vierbeiner umgehen soll, hat sie sich bei dem keltischen Hundetrainer Nodon (Rúrik Gíslason) angemeldet, der in den Tiroler Bergen Kurse gibt. Dabei macht sie die Bekanntschaft von Babs (Anna Herrmann), dem Ehepaar Ziggy (Doğa Gürer) und Helmut (Devid Striesow) sowie Hakan (Kerim Waller), die ebenfalls alle mit einem Vierbeiner angereist sind und Verbesserungspotenzial sehen. Dabei liegen die Probleme eher bei den Zweibeinern …

Komödie mit Luft nach oben

Der Schwerpunkt lag bei Netflix zuletzt doch eher auf düsteren Stoffen, zu lachen gab es da eher weniger. Ein paar Komödien nahm der Streamingdienst dennoch ins Programm auf. Zwei Serien waren dabei tatsächlich sehenswert. Zum einen war da der US-amerikanische Beitrag Vladimir über eine Dozentin, die sexuelle Fantasien von ihrem jüngeren Kollegen hat. Aus Deutschland kam das durchgeknallte Kacken an der Havel um einen gescheiterten Rapper, der in seine alte Heimat zurückkehrt. Mit Eat Pray Bark steht nun ein weiterer deutscher Titel an, der das Publikum zum Lachen bringen soll, dieses Mal in Form eines Films. Leider fällt das Ergebnis aber deutlich schwächer aus als bei dem obigen Kollegen, zumindest in humoristischer Hinsicht.

Der Titel ist natürlich eine Referenz an Eat Pray Love, die starbesetzte Adaption des gleichnamigen Bestsellers. Gemeinsam ist dem Hollywood-Hit und der deutschen Komödie, dass es jeweils um Menschen geht, die irgendwie unzufrieden sind mit ihrem Leben und einiges aufzuarbeiten haben. Während die Protagonistin des obigen Films sich aber bewusst ist, dass da etwas im Argen liegt, sind die Figuren in Eat Pray Bark überwiegend blind für die eigene Lage. Dass sie jeweils Probleme mit Hunden haben, ist ein Vorwand, um zum Pudels Kern vorzudringen. Tatsächlich sind die Tiere in dem Film erstaunlich unwichtig, diverse davon hätte man ohne Schwierigkeiten streichen können, es hätte keinen Unterschied gemacht. Da wird also schon einiges an Potenzial liegen gelassen, das Szenario wird viel zu wenig genutzt.

Schwache Witze, wenig Tiefgang

Das größere Problem ist aber, wie langweilig das ist, was da ist. So ist Regisseur Marco Petry (Spieleabend) und seinem Drehbuchteam einfach nichts eingefallen, das wirklich komisch ist. Die Figuren sind überzeichnet, ohne dabei Kontur zu haben. Die Witze sind schwach. Auch bei der Situationskomik ist nichts zu holen. Dann und wann zeigt Eat Pray Bark zwar eine satirische Neigung, wenn sich etwa herausstellt, dass der Hundetrainer nicht ganz der ist, für den er ist ausgibt. Aber auch daraus wird zu wenig gemacht. Sobald es dramatisch bzw. tiefsinnig werden soll, ist das Ergebnis auch bestenfalls gemischt. Tatsächlich bewegend ist eigentlich nur die Geschichte um Babs, für die der Hund ein Weg ist, mit ihrem Leben klarzukommen. Der Strang von Hakan hatte Potenzial, wird aber zu schnell abgeschlossen. Beim Rest ist nichts zu holen: Die Figuren sind anstrengend, ohne interessant zu sein.

Das heißt nicht, dass alles schlecht ist. So macht das Setting in den Bergen schon eine Menge her, nicht ohne Grund haben zahlreiche deutsche Fernsehproduktionen solche als Schauplatz für die Geschichten ausgesucht. Am Ensemble kann man auch nicht wirklich etwas aussetzen, es holt das aus den Figuren raus, was eben da ist. Nur ist das eben nicht genug. Es ist nicht einmal so, dass man sich über Eat Pray Bark unbedingt ärgern müsste. Vielmehr ist die Komödie überwiegend langweilig, plätschert lange vor sich her, um dann nach anderthalb Stunden pünktlich zum Feierabend Schluss machen zu können. Das kann man dann schon alles nebenherlaufen lassen. Nur ist eben nicht klar: wozu?

Credits

OT: „Eat Pray Bark“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Marco Petry
Drehbuch: Jane Ainscough, Hortense Ullrich, Marco Petry
Kamera: Marc Achenbach
Besetzung: Alexandra Maria Lara, Anna Herrmann, Devid Striesow, Doğa Gürer, Rúrik Gíslason, Kerim Waller

Bilder

Trailer

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Eat Pray Bark
fazit
In „Eat Pray Bark“ nehmen eine Gruppe von Leuten Kurse bei einem Hundetrainer in den Tiroler Bergen. Das Setting macht eine Menge her, die Besetzung ist gut. Und doch ist das Ergebnis überwiegend langweilig. So wird aus dem Szenario wenig gemacht, die Witze sind schwach, die Figuren uninteressant.
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