Der Fälscher Il falsario The Big Fake Netflix Streamen online Video on Demand
© Lucia Iuorio/ Caterina Zavaglia/Netflix

Der Fälscher

Der Fälscher Il falsario The Big Fake Netflix Streamen online Video on Demand
„Der Fälscher“ // Deutschland-Start: 23. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Die Hoffnungen von Toni (Pietro Castellitto) sind groß, als er in den 1970ern nach Rom zieht, um dort seinen Traum zu verwirklichen, ein berühmter Maler zu werden. Leider kann sein Talent aber nicht mit diesen Hoffnungen Schritt halten. Während er noch darauf wartet, endlich den Durchbruch zu schaffen, muss er sich anderweitig über Wasser halten. Ein Weg sind Fälschungen, hierfür reicht seine Gabe durchaus. Doch er ahnt nicht, worauf ihn dieser kriminelle Weg führen wird. Denn ehe er es sich versieht, bekommt er es mit gleichermaßen mächtigen wie skrupellosen Gangs zu tun, die ihn in zunehmend gefährliche Geschichten hineinzieht …

Von der Kunst zum Verbrechen

True-Crime-Fans wurden diesen Monat bei Netflix etwas vernachlässigt. Auf der dokumentarischen Seite gab es mit Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart über die bekannte und zugleich bizarre Entführung einer Jugendlichen nur einen neuen Titel. Und auch wenn es eine Reihe fiktionaler Verbrechen zur Auswahl gab, etwa die Agatha Christie Adaption Seven Dials oder der starbesetzte Thriller The Rip um korrupte Polizisten, mit der Realität haben diese nun einmal wenig zu tun. Mit Der Fälscher liegt nun ein Kompromiss vor. Denn auch wenn der Streamingdienst nicht wirklich damit hausieren geht, basiert die Geschichte eines Mannes, der eigentlich Kunst schaffen will, stattdessen aber zum Verbrecher wird, auf einem wahren Fall, der sich im Italien der 1970er zugetragen hat.

Genauer wurde der Film von Antonio Chichiarelli inspiriert, der 1948 in einem kleinen Dorf geboren wurde und schon früh zwei Eigenschaften demonstrierte: künstlerisches Talent und kriminelle Energie. Anfangs war Letztere nur ein Mittel zum Zweck, später wurde sie zum eigentlichen Inhalt seines Lebens. Als Maler wurde er nie bekannt, als Mitglied einer Verbrecherorganisation schon. Der Fälscher zeichnet diesen Weg nach, von ersten kleineren Fälschungen bis zu den großen Dingern, in die er später verwickelt war. Die Geschichte an sich ist natürlich beeindruckend, weshalb klar wird, warum dieser Film produziert wurde. Dass diese außerhalb Italiens wenig bekannt ist, macht es noch naheliegender, in die Vergangenheit zu reisen und von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte zu erzählen.

Nicht wirklich spannend

Nur gelingt es Regisseur Stefano Lodovichi (Deep in the Wood) nicht so wirklich, aus diesem dankbaren Stoff auch etwas Spannendes zu machen. Ein Problem dabei ist, dass der Protagonist immer etwas fremd bleibt. So gibt es zwar durchaus persönliche Szenen in Der Fälscher. An einer Stelle heißt es auch, wie tragisch es ist, dass er nicht genug Talent hatte, aber auch nicht talentlos war, weswegen er immer in dieser Wunschvorstellung gefangen war. Das ist ein Punkt, der eigentlich einiges an Identifikationsfläche mitbringt. Der Film macht aber wenig draus. Das rächt sich dann an späteren Stellen, wenn die Gefahr immer größer wird, einem das Schicksal des gescheiterten Malers aber nicht wirklich nahegeht. Die Spannung wird nie so hoch, wie sie sein sollte.

Hauptdarsteller Pietro Castellitto (Der Schatz des Duce) schafft es ebenfalls nicht so ganz, einem das alles näherzubringe. Er bleibt in der Rolle des kriminellen Malers ein wenig blass.  Aber auch wenn da einiges an Potenzial verschwendet wird, ist Der Fälscher durchaus einen Blick wert. Da ist zum einen die besagte Geschichte, die für sich genommen so stark ist, dass sie auch in dieser Form ein Pluspunkt ist – selbst dann, wenn man sich selbst nicht zu den True-Crime-Fans zählt. Außerdem überzeugt das Krimidrama visuell, etwa im Hinblick auf den Einsatz von Farben, wenn wir auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen werden. In Kombination ist dadurch genügend da, was es rechtfertigt, mal in das Ganze reinzuschauen. Man darf nur nicht zu viel erwarten.

Credits

OT: „Il falsario“
Land: Italien
Jahr: 2026
Regie: Stefano Lodovichi
Drehbuch: Sandro Petraglia, Lorenzo Bagnatori
Musik: Santi Pulvirenti
Kamera: Emanuele Pasquet
Besetzung: Pietro Castellitto, Giulia Michelini, Andrea Arcangeli, Edoardo Pesce, Claudio Santamaria, Pierluigi Gigante

Bilder

Trailer

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Der Fälscher
fazit
Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt „Der Fälscher“ von einem Mann, der eigentlich ein berühmter Maler werden wollte, stattdessen aber ein Verbrecher wurde. Das ist prinzipiell interessant und visuell ansprechend umgesetzt. Die große Spannung kommt aber nicht auf, der Protagonist bleibt zudem ein Fremder.
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