Agatha Christies Seven Dials Netflix Streamen online Video on Demand
© Simon Ridgway/Netflix

Agatha Christie’s Seven Dials

Agatha Christies Seven Dials Netflix Streamen online Video on Demand
„Agatha Christie’s Seven Dials“ // Deutschland-Start: 15. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Es hätte ein gemeiner, aber harmloser Streich sein sollen, den sie Gerald ‘Gerry’ Wade spielen wollen, als sie ihm acht Wecker in sein Zimmer stellen, die zu unterschiedlichen Zeiten losgehen. Schließlich ist er dafür bekannt, morgens immer besonders lange zu schlafen. Umso größer ist der Schock, als er tot aufgefunden wird, gestorben an einer Überdosis Schlafmittel. War dies ein Unglück oder doch Selbstmord? Für Lady Eileen Bundle Brent (Mia McKenna-Bruce), die romantische Gefühle für den Toten hegte, ist das alles völlig unverständlich. Er hatte kurz vorher noch Pläne für die kommende Woche ausgemacht – mit ihr selbst. Also macht sie sich an die Arbeit, gemeinsam mit anderen herauszufinden, was wirklich geschehen ist, und kommen dabei einer mysteriösen Geheimorganisation auf die Spur …

Neu-Adaption eines Krimiklassikers

Netflix setzt zum Jahresauftakt im Serienbereich stark auf düstere Stoffe zwischen Krimi und Thriller. Los ging es mit Suche mich nicht über einen Mann, der seine entlaufene Tochter sucht und dabei zahlreichen Geheimnissen auf die Spur kommt. Land der Sünde handelte anschließend von dem Mord an einem jungen Mann und diversen Familiengeschichten. Bei His & Hers sind es sogar mehrere Morde, die aufgeklärt werden müssen, wozu ein ehemaliges Paar noch einmal zusammenkommt. Mit Agatha Christie’s Seven Dials kommt nun eine vierte Serie innerhalb von zwei Wochen dazu, bei der es um Morde und du Geheimnisse geht. Pate stand dafür, wie der Titel schon verrät, ein Werk der Queen of Crime Agatha Christie. Genauer wird hier Der letzte Joker von 1929 adaptiert, im Original als The Seven Dials Mystery bekannt.

Dieses wurde schon einmal adaptiert, der Fernsehfilm Das Geheimnis der 7 Zifferblätter wurde 1981 erstmals ausgestrahlt. Natürlich darf man sich in solchen Fällen immer fragen: Braucht es unbedingt noch eine weitere Version? Ganz eindeutig ist das nicht. Prinzipiell hält sich Agatha Christie’s Seven Dials eng an das Original, wenn es um das anfängliche Szenario und die grobe Geschichte geht. Beispielsweise spielt auch in der Serie die titelgebende Geheimorganisation eine größere Rolle. Die Figuren sind überwiegend auch gleichgeblieben. Das bedeutet erneut, dass es überwiegend Privatleute sind, die auf eigene Faust ermitteln. Es gibt da zwar auch noch Superintendent Battle (Martin Freeman). Aber dieser ist nur eine Nebenfigur, die erst relativ spät gefordert ist. Vorher sind es die jungen Menschen, die selbst nach der Wahrheit suchen.

Neues Ende mit gemischtem Ergebnis

Während der Einstieg und ein Großteil der Hauptgeschichte unverändert sind, wurde das Ende noch einmal umgeschrieben. Das klang erst einmal nicht nach einer schlechten Idee, da dieses im Original doch eine ziemliche Schwachstelle ist. So gibt es im Roman eine Auflösung, die nur deshalb überraschend ist, weil vorher kein einziger Hinweis in diese Richtung geteilt wurde. Agatha Christie’s Seven Dials behält dieses bei, schafft es aber, eine weitere Wendung obendrauf zu packen, die noch weiter hergeholt ist. Eine andere Änderung ist da besser geglückt. Wo Bundle in der Vorlage trotz ihres Einsatzes letztendlich eine Damsel in Distress war, da darf sie hier aktiver sein. Weitere Abwandlungen, die das Zwischenmenschliche betreffen, sind überflüssig, stören aber auch nicht weiter.

Insgesamt ist die Serie so ungefähr auf dem Niveau des damaligen Films. Sie ist sicher etwas aufwendiger geworden, hat auch bekanntere Gesichter. Tatsächlich besser ist sie aber nicht, da man in anderen Punkten den Kürzeren zog. Schade ist beispielsweise, dass diese Freundesclique hier irgendwie distanziert wirkt, da kommt weniger ein Gemeinschaftsgefühl auf. So oder so: Agatha Christie’s Seven Dials ist ein Fall für Fans klassischer Krimis, bei denen viel gerätselt wird. Das Ambiente in dem historischen Setting ist auch geglückt. Nur ist die Geschichte eben etwas frustrierend in ihrer Willkürlichkeit. Auch das mit dem Geheimbund ist nicht sehr geglückt, da gab es von der Autorin doch bessere Werke.

Credits

OT: „Agatha Christie’s Seven Dials“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Chris Sweeney
Drehbuch: Chris Chibnall
Vorlage: Agatha Christie
Musik: Anne Nikitin
Kamera: Luke Bryant
Besetzung: Mia McKenna-Bruce, Edward Bluemel, Helena Bonham Carter, Martin Freeman, Iain Glen, Hughie O’Donnell, Nyasha Hatendi, Alex Macqueen

Bilder

Trailer

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Agatha Christie’s Seven Dials
fazit
Basierend auf dem Romanklassiker erzählt „Agatha Christie's Seven Dials“ von einer jungen Frau, die den dubiosen Tod ihres Freundes aufklären muss. Die Serie hält sich über weite Strecken lang an die Vorlage, nur zum Ende hin weicht sie stärker ab. Mit gemischtem Ergebnis. Während die Auflösung jetzt noch willkürlicher geworden ist, darf die Protagonistin in der Neufassung aktiver auftreten.
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