Thrash Netflix Streamen online Video on Demand

Thrash

Thrash Netflix Streamen online Video on Demand
„Thrash“ // Deutschland-Start: 10. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Das Küstenstädtchen Annieville hat zwar schon den einen oder anderen Sturm mitgemacht. Doch so etwas wie den Hurrikan Henry, das erleben die Menschen dort dann doch nicht alle Tage. Bei Meeresforscher Dr. Dale Edwards (Djimon Hounsou) wachsen auch bald die Sorgen, da die Dämme nicht auf eine solche Situation vorbereitet sind. Bald schon hat das Meereswasser das Städtchen erreicht, der Pegel steigt und steigt. Schon unter normalen Umständen wäre das eine schwierige Situation für die Menschen dort, etwa die hochschwangere Lisa (Phoebe Dynevor), die in ihrem Wagen eingesperrt ist, oder auch Edwards Nichte Dakota (Whitney Peak). Aber es ist nicht nur die Naturgewalt, welche zu einer Bedrohung wird, sondern auch die Bullenhaie, die zusammen mit dem Wasser nach Annieville gekommen sind und nun nach Futter suchen …

Die Haie sind zurück

Nachdem es lange eher ruhig geworden war um die Haie, sind sie seit einigen Jahren wieder beliebte Antagonisten in Filmen geworden. Regelmäßig erscheinen neue Titel, in denen Menschen von den Meeresräubern gejagt werden. Dann und wann finden diese sogar ihren Weg in die Kinos, zuletzt etwa Dangerous Animals, wo Haie und ein psychopathischer Killer eine doppelte Gefahr darstellten. Vor allem aber im Heimkino-Segment sind Haie immer wieder vertreten. Netflix schickte vor bald zwei Jahren Im Wasser der Seine ins Rennen, wo mitten in Paris ein Hai sein Unwesen treibt. Nun kommt mit Thrash ein zweiter Beitrag beim Streamingdienst heraus, bei dem es Haie in eine Stadt verschlägt. Statt einer großen Metropole ist es hier dann eben ein kleines Küstenstädtchen.

Dass ein Unwetter ein tierisches Monster anschwemmt, kommt im Horrorgenre immer mal wieder vor. Das bekannteste und wohl beste Beispiel ist Crawl, dort waren es Alligatoren, die durch die Regenmassen ein neues Jagdrevier für sich entdeckten. Aber auch mit Haien funktioniert das, siehe Bait – Haie im Supermarkt. Punkte für Originalität wird hiermit also niemand bekommen. Und auch sonst ist Thrash alles andere als ein ambitionierter Film geworden. So sind die Figuren mal wieder reine Wegwerfware und nur dafür da, dass das Publikum um jemanden Angst haben darf. Dass das nicht funktioniert, wenn einem diese potenziellen Opfer aber egal sind, sollte sich eigentlich rumgesprochen haben. Dennoch verpassen es viele, diese einfache Regel zu beachten. Sicher, eine Schwangere, die in einem Auto eingesperrt ist, ist mal was anderes. Aber es ist nicht genug.

Langweilig

Wobei solche Filme natürlich auch mit dünnen Figurenzeichnungen unterhalten können. Prinzipiell gibt es dabei zwei Möglichkeiten, wie das geschehen kann. Entweder man setzt auf Humor, wenn die Pechvögel in absurde Situationen geraten und ständig irgendetwas Neues geschieht. Alternativ ist auch klassische Spannung eine Option, solange die Jagdszenen entsprechend in Szene gesetzt wurden. Eigentlich sollte man meinen, dass der genreerfahrene Regisseur und Drehbuchautor Tommy Wirkola für Thrash eine gute Wahl ist. Titel wie Violent Night oder The Trip – Ein mörderisches Wochenende haben ja tatsächlich Spaß gemacht.

Umso enttäuschender ist, wie langweilig sein Ausflug ins Tierhorrorsegment geworden ist. Der Film nimmt sich viel zu ernst für das, was er da tut, schafft es dabei aber nicht, diese Ernsthaftigkeit auch zu unterfüttern. Da gibt es eine 08/15-Situation nach der anderen, die weder inhaltlich noch inszenatorisch hervorsticht. Obwohl sich die Menschen in einem doppelten Ausnahmezustand befinden, plätschert Thrash über weite Strecken unmotiviert vor sich hin. Dass der Genrebeitrag nicht wie geplant in die Kinos gekommen ist, sondern nach mehreren Verschiebungen sang und klanglos im Streaminggewässer entsorgt wurde, wundert daher nicht. Der Film ist nicht einmal so schlecht, dass es Spaß macht. Er ist einfach nur schlecht.

Credits

OT: „Thrash“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Tommy Wirkola
Musik: Dominic Lewis, Daniel Futcher
Kamera: Matt Weston
Besetzung: Phoebe Dynevor, Whitney Peak, Djimon Hounsou, Alyla Browne, Stacy Clausen, Dante Ubaldi

Bilder

Trailer

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Thrash
fazit
In „Thrash“ wird ein Küstenstädtchen überschwemmt und anschließend von Haien heimgesucht. Das Szenario ist zwar nicht neu, hat durch die doppelte Ausnahmesituation aber durchaus Potenzial. Der Film nutzt dieses aber nicht, statt Unterhaltung erwartet einen ein vor sich hin plätscherndes Werk ohne Biss.
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