Something Very Bad Is Going to Happen Netflix Streamen online Video on Demand
© Ilze Kitshoff / STUDIOCANAL_SAS

Something Very Bad Is Going to Happen

Something Very Bad Is Going to Happen Netflix Streamen online Video on Demand
„Something Very Bad Is Going to Happen“ // Deutschland-Start: 26. März 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Fünf Tage sind es noch, dann ist es endlich so weit: Rachel (Camila Morrone) und Nicky (Adam DiMarco) werden sich das Jawort geben! Die Hochzeitsvorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, es soll schließlich alles perfekt sein. Vorher steht aber noch ein Besuch bei Nickys Familie an: Seine Eltern Victoria (Jennifer Jason Leigh) und Boris (Ted Levine) sind ebenso da wie sein älterer Bruder Jules (Jeff Wilbusch) und dessen Frau Nell (Karla Crome) sowie die jüngere Schwester Portia (Gus Birney). Ein wirklich freudiges Zusammensein ist das jedoch nicht. Zum einen kommt es immer wieder zu Konflikten innerhalb der Familie. Zum anderen sorgt die Legende um den Serienmörder Sorry Man für eine bedrückte Stimmung. Je näher der Tag der Tage rückt, umso größer wird die Angst von Rachel, dass eine große Katastrophe bevorsteht …

Eine Serie voller Überraschungen

Nach düsteren Titeln muss man bei Netflix gewöhnlicherweise nicht erst lange suchen, der Streamingdienst bringt eigentlich ständig solche heraus. Kürzlich etwa wurde die auf einem Roman basierende Serie Jene Nacht ins Programm aufgenommen, wo drei Schwestern durch eine traurige Vorgeschichte miteinander verbunden sind – und eine verhängnisvolle Nacht. Viel Aufmerksamkeit erhielt zudem der Film Peaky Blinders: The Immortal Man, der einige Jahre nach dem Ende der beliebten Serie erzählt, wie es mit den Verbrechern weitergegangen ist. Mit der Serie Something Very Bad Is Going to Happen kommt nun ein weiterer Neuzugang, der sich an Fans ebensolcher düsterer Geschichten richtet. Eine bekannte Vorlage gibt es hier zwar nicht, dafür aber zahlreiche sehr eigenwillige Ideen.

Dabei sieht das anfangs eigentlich noch recht gewöhnlich aus. Wenn die angehende Braut die Familie ihres Verlobten trifft und das dort alles irgendwie unheimlich ist, scheint das in die Richtung von Titeln wie Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot zu gehen. Sprich, die Hauptfigur muss erkennen, dass die Familie des eigenen Partners irgendwelche dunklen Geheimnisse hat. Nur, was hat es dann mit dem Sorry Man auf sich, von dem anfangs gemunkelt wird? Und während man noch nach der Verbindung sucht und überlegt, wie diese einzelnen Elemente zusammenhängen mögen, stellt sich heraus, dass die Geschichte eine andere Richtung einschlägt. Obwohl Something Very Bad Is Going to Happen durchaus mit bekannten Versatzstücken arbeitet, sind da doch genügend Wendungen und Überraschungen drin, dass sich das Einschalten lohnt.

Interessant, aber frustrierend

Allerdings wird der Haupttwist dann doch ein bisschen früh verraten. Obwohl die Serie zu Beginn massiv mit einer rätselhaften Stimmung arbeitet und das Publikum neugierig machen will, was es mit all dem auf sich hat, steht hier nicht der Mystery-Aspekt im Mittelpunkt. Vielmehr interessiert sich Serienschöpferin Haley Z. Boston für die Auswirkungen auf die Figuren und die Dynamik zwischen den einzelnen Charakteren. Und natürlich spricht Something Very Bad Is Going to Happen die Sehnsucht an, ein passendes Gegenstück zu finden, aber auch die Frage: Kennen wir unser Gegenüber jeweils richtig? Bin ich mit jemandem zusammen, weil er oder sie wirklich mit uns auf einer Wellenlänge ist oder ist das doch nur eine Projektion?

Der eine oder andere Denkanstoß ist also schon drin. Zu viel sollte man aber nicht erwarten, da die Serie gar nicht so wahnsinnig viel zu sagen hat. Das merkt sich gerade gegen Ende, wenn die Dialoge irgendwie gar keine Entwicklung mehr zeigen und die Geschichte auf der Stelle tritt. Wie so viele Netflix-Produktionen ist diese zu sehr in die Länge gezogen. Und auch im Hinblick auf das Horror-Label sollte man die eigenen Erwartungen runterschrauben. Es wird zwar eindeutig mit Elementen des Genres erwartet, es geht auch blutig zu, dazu gibt es Fantasy-Bestandteile, wie man sie eben in Horrorgeschichten findet. Tatsächlich gruslig wird es aber nur zu Beginn, solange man sich eben ausgeliefert fühlt und keine Ahnung hat, worum es geht. Das ist schade, weil Something Very Bad Is Going to Happen einige interessante Ideen hat und in dem oft gleichförmigen Sortiment von Netflix hervorsticht. So bleibt eine immer schon solide, aber irgendwie auch frustrierende Serie übrig.

Credits

OT: „Something Very Bad Is Going to Happen“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Weronika Tofilska, Axelle Carolyn, Lisa Brühlmann
Drehbuch: Haley Z. Boston, Alex Delyle, Kate Trefry, Ben Bolea, Alana B. Lytle
Idee: Haley Z. Boston
Musik: Colin Stetson
Kamera: Bobby Shore, Krzysztof Trojnar
Besetzung: Camila Morrone, Adam DiMarco, Jennifer Jason Leigh, Ted Levine, Jeff Wilbusch, Karla Crome, Gus Birney, Sawyer Fraser

Bilder

Trailer

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Something Very Bad Is Going to Happen
fazit
In „Something Very Bad Is Going to Happen“ steht ein Paar vor einer Hochzeit, doch die Stimmung ist seltsam angespannt. Das ist in der ersten Hälfte spannend, weil die Geschichte mehrere Richtungswechsel vollführt und man keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht. Ist die Katze aus dem Sack, finden sich zwar immer noch interessante Ideen, aber auch zu viel Leerlauf.
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