Motorvalley Netflix Streamen online Video on Demand
© Lucia Iuorio/ Enrico Bellinghieri/Netflix

Motorvalley – Staffel 1

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„Motorvalley“ // Deutschland-Start: 10. Februar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Der Rennsport ist Elena Dionisi (Giulia Michelini) quasi in die Wiege gelegt. Schließlich betreibt ihre Familie einen eigenen Rennstall. Und eben dieser soll nun an die nächste Generation weitergegeben werden. Als Elena dabei erwischt wird, wie sie an einem Rennwagen herumdoktert, fällt sie jedoch in Ungnade. Ihr Bruder hat anschließend das Sagen. Davon will sich die junge Frau aber nicht abhalten lassen. Und so engagiert sie die Fahrerin Blu Venturi (Caterina Forza), die Erfahrungen mit illegalen Straßenrennen hat, um mit ihr ein neues Team zu gründen. Der ehemalige Rennfahrer Arturo Benini (Luca Argentero) soll ihr alles zeigen, was sie wissen muss. Einfach ist das aber alles nicht. Die Konkurrenz ist groß, es kommt zu Konflikten im Team, und es mangelt überall an dem notwendigen Geld …

David gegen Goliath

Nachdem es eine Zeit lang eher weniger Nachschub bei Netflix gab, haut dieser inzwischen wieder eine neue Serie nach der anderen raus. Dabei ist gerade Europa stark vertreten. Da war etwa das spanische Salvador über einen Arzt, der sein eigenes Leben verpfuscht hat und nun der Neo-Nazi-Gruppe seiner Tochter nachspürt. Beim französischen Die Löwinnen verkleiden sich fünf Frauen als Männer, um eine Bank auszurauben. Viel Aufmerksamkeit erhielt zudem die deutsche Produktion Unfamiliar um ein ehemaliges Agentenpaar, das von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Ganz so heimlich geht es in Motorvalley nicht zu, mit dem dann auch eine italienische Serie das Angebot erweitert. An dramatischen und actionreichen Szenen mangelt es hier aber auch nicht.

Zu diesem Zweck bewegen wir uns im Umfeld des Rennsports, wo sich eine junge Frau selbst beweisen will. Dass hier an der Spitze eine Frau steht, macht die Serie schon zu etwas Besonderem. Und es erhöht den David-gegen-Goliath-Faktor. Schließlich tritt hier nicht nur ein Team aus gescheiterten Leuten gegen die mächtigen Rennställe an, ohne dafür das notwendige Geld zu haben. Da müssen sich auch zwei Frauen in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen. Motorvalley vermeidet es zwar, diesen Aspekt immer wieder zu betonen und so zum Aushängeschild zu machen. Die feministische Ausrichtung ist jedoch kaum zu übersehen, man versucht hier schon, den Geschlechterkampf für sich zu nutzen. Dass die eine Frau aus dem eigenen Unternehmen geworfen wurde und die andere wegen illegaler Straßenrennen vorbestraft ist, verstärkt den Faktor noch weiter.

Wenige Einfälle

Lässt man die Geschlechterfrage weg oder interessiert sich nicht für diese, bleibt nicht mehr allzu viel, das die Serie von anderen Geschichten rund um den Rennsport unterscheidet. Ob es das Underdog-Szenario ist, der abgehalfterte Trainer oder das ewige Thema Leidenschaft gegen Kommerz, das darf einem alles sehr bekannt vorkommen. Ein bisschen wird die Figurenkonstellation durch die jeweiligen Vorgeschichten zwar komplexer, da Blu und Arturo etwas miteinander verbindet. Das ist dann aber wieder so konstruiert, dass es unglaubwürdig ist. Motorvalley schafft da nicht so wirklich die Balance aus eigenen Einfällen und Standardsituationen. Des Inhalts wegen muss man sich das nicht anschauen.

Aber der Zielgruppe dürfte das eher egal sein. Die Geschichte und die Figuren von F1: Der Film waren beispielsweise ebenfalls schwach und von zahlreichen Klischees geprägt. Trotzdem war das Rennsportdrama beim Publikum ein Hit. Motorvalley hat natürlich kein vergleichbar prominentes Ensemble, mit dem sich Werbung machen ließe. Das geringere Budget macht sich aber auch bei den Rennszenen bemerkbar. Für eine Produktion dieser Preisklasse passt das zwar schon, mehr konnte man realistisch nicht erwarten. Die Frage ist nur, ob einem das reicht. Wer den Mix aus Underdog-Drama und Streckenaction grundsätzlich mag, fährt hiermit sicherlich nicht falsch. Es reicht für passable Unterhaltung.

Credits

OT: „Motorvalley“
Land: Italien
Jahr: 2026
Regie: Matteo Rovere, Pippo Mezzapesa, Lyda Patitucci
Drehbuch: Gianluca Bernardini, Erika Galli, Francesca Manieri, Matteo Rovere, Michela Straniero
Musik: Yakamoto Kotzuga
Kamera: Giuseppe Maio
Besetzung: Luca Argentero, Giulia Michelini, Caterina Forza, Giovanna Mezzogiorno, Davide Donin, Ivano Chinali, Giuseppe Spata, Giancarlo Previati

Bilder

Trailer

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Motorvalley – Staffel 1
fazit
In „Motorvalley“ will eine junge Frau mit einem wild zusammengewürfelten Team den Rennsport aufmischen. Die Serie erzählt eine typische Underdog-Geschichte, bei der allenfalls der feministische Aspekt hervorsticht. Da die Rennszenen brauchbar sind, kann man reinschauen. Eine tatsächliche Bereicherung ist das jedoch kaum.
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