Finding Her Edge Netflix Streamen online Video on Demand
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Finding Her Edge – Staffel 1

Finding Her Edge Netflix Streamen online Video on Demand
„Finding Her Edge – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 22. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Bei Familie Russo ist Eiskunstlauf nicht einfach nur ein Sport. Er ist eine Berufung, die von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Adrianna (Madelyn Keys), die mittlere von drei Schwestern, ist auch fest entschlossen, die ruhmreiche Tradition nach dem Tod ihrer Mutter weiterzuführen. Zusammen mit ihrem neuen Eispartner Brayden Elliott (Cale Ambrozic) träumt sie davon, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen und damit auch das Unternehmen der Familie fortführen zu können. Schließlich hat sich ihre ältere Schwester Elise (Alexandra Beaton) verletzt. Kompliziert wird es jedoch, als die beiden nach anfänglichen Problemen anfangen, Gefühle füreinander zu entwickeln. Denn da ist auch noch Freddie O’Connell (Olly Atkins), ihr alter Partner und die erste große Liebe der Jugendlichen …

Adaption eines Romans

Netflix lässt das neue Jahr etwas ruhiger angehen, in allen Sparten wurde deutlich weniger veröffentlicht. Während Fans düsterer Stoffe aber noch diverse Titel bekommen haben, die auch mit großen Namen verbunden sind, ist die Ausbeute für ein romantisch veranlagtes Publikum bislang eher überschaubar. Der prominenteste Beitrag dürfte noch People We Meet on Vacation gewesen sein. Nicht nur, dass bei der Liebeskomödie um zwei Menschen, die sich im Lauf mehrerer Reisen näherkommen, einige bekannte Leute mitspielen. Die Romanvorlage war zudem ein Bestseller. Mit Finding Her Edge kommt nun eine weitere solche Adaption heraus. Dieses Mal muss man sich aber mit einer kleineren Nummer zufriedengeben: Die Besetzung ist unbekannt. Der zugrundeliegende Roman Dating On Ice – Liebe, Lügen und Pirouetten von Jennifer Iacopelli dürfte auch noch nicht viele Fans hierzulande haben, da er gerade erst veröffentlicht wurde.

Die kanadische Serie macht dabei wenig Lust, sich noch einmal mit dem Original zu befassen. Dafür ist sie einfach zu schwach. Das fängt schon mit den Figuren an, die nicht unbedingt dazu verleiten, ihnen dauerhaft Gesellschaft zu leisten. Mal sind sie klischeehaft gezeichnet. Mal sind sie einfach nur nervig. Natürlich ist nichts verkehrt daran, wenn jemand nicht allein sympathisch ist, sondern ein paar Ecken und Kanten mitbringt. Wenn an einer Stelle von Finding Her Edge der alleinerziehende Vater Will (Harmon Walsh) darüber klagt, dass er immer wieder für alles verantwortlich gemacht wird, während der Nachwuchs auf erschreckende Weise blind ist für die Eigenverantwortung, dann zeigt das zwar, wie schwierig es sein kann, Eltern von Jugendlichen zu sein – was selten genug thematisiert wird. Aber es hilft nicht unbedingt dabei, mit den Teenagerinnen mitzufühlen.

Austauschbares Jugenddrama

Dabei will die Serie sogar sehr emotional sein. Immer wieder wird da schamlos die Grenze zum Kitsch überschritten, etwa bei dem Einsatz der manipulativen Musik. Das Publikum soll um jeden Preis dazu gebracht werden, bei den großen und kleinen Dramen mitzugehen. Immer wieder steht man sich hier selbst im Weg, damit auch ja ein neues Problem ausgepackt werden kann. Finding Her Edge nimmt dafür zwar schon welche, die einigermaßen plausibel sind. Man wird hier nicht zu einer dieser Seifenopern, wo irgendwelcher Unsinn konstruiert wird. Das heißt aber nicht, dass das in dieser Form dann auch glaubwürdig ist, wenn zu viel geschieht. Die Serie hätte da doch gern ein bisschen natürlicher und alltäglicher sein dürfen.

Tatsächlich interessant wird die Geschichte sowieso nicht. An manchen Stellen hat man zwar das Gefühl, dass hier tatsächlich etwas erzählt werden sollte. Wenn sich die beiden Hauptfiguren irgendwann als Paar ausgeben, um damit ihre beruflichen Chancen zu steigern, sieht es kurz danach aus, als wollte man sich mit gesellschaftlichen Themen befassen. Aber das ist nur Vorwand, damit es dann auch richtig knistern darf. Ein bisschen billig ist das schon. Leider ist Finding Her Edge selbst im Hinblick auf den Sport unbefriedigend. Man sollte meinen, dass eine Serie über Eiskunstlauf diesen auch wirklich in Szene zu setzen versteht. Aber dieser wird eher stiefmütterlich behandelt. Insgesamt kann man sich das hier dann getrost sparen, mehr als ein austauschbares Jugenddrama ist nicht draus geworden.

Credits

OT: „Finding Her Edge“
Land: Kanada
Jahr: 2026
Regie: Shamim Sarif, Jacqueline Pepal
Drehbuch: Shelley Scarrow, Sabrina Sherif, Jacqueline Pepall, Jeff Norton
Vorlage: Jennifer Iacopelli
Musik: Nikhil Seetharam
Kamera: D. Gregor Hagey
Besetzung: Madelyn Keys, Cale Ambrozic, Olly Atkins, Alexandra Beaton, Alice Malakhov, Millie Davis, Harmon Walsh

Bilder

Trailer

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Finding Her Edge – Staffel 1
fazit
Die Roman-Adaption „Finding Her Edge“ erzählt von einer Familie, die Eiskunstlauf betreibt und diverse Krisen überstehen muss. Das ist als Drama uninteressant, da die Figuren nur wenig einladend sind. Aber auch als Darstellung des Sports muss man die Serie nicht gesehen haben.
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