Cosmic Princess Kaguya Netflix Streamen online Video on Demand
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Cosmic Princess Kaguya Netflix Streamen online Video on Demand
„Cosmic Princess Kaguya!“ // Deutschland-Start: 22. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Das Leben ist ganz schön anstrengend für Iroha Sakayori. Wenn die 17-Jährige nicht gerade für die Schule büffelt, muss sie sich mit ihrem Teilzeitjob etwas Geld dazuverdienen. Um sich von diesen Strapazen zu erholen, begibt sie sich regelmäßig in die virtuelle Welt Tsukuyomi, wo sie sich unter anderem an Videospielen erfreut. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr Leben bald noch stressiger wird. Denn als sie eines Tages auf dem Weg nach Hause ist, entdeckt sie einen Telefonmast, der bunt leuchtet, sowie ein Baby darin. Da sie niemanden sieht, dem das Kind gehören könnte, nimmt sie es erst einmal mit zu sich nach Hause. Iroha gibt diesem den Namen Kaguya nach der alten Legende und stellt bald fest, dass das Findelkind kein normaler Mensch ist. Nicht nur, dass Kaguya rasend schnell wächst. Sie scheint zudem vom Mond gekommen zu sein …

Sci-Fi-Anime nach dem bekannten Märchen

Wer sich ein wenig mit der japanischen Kultur auskennt, dem dürfte der Name Kaguya bekannt vorkommen. Schließlich ist sie die Protagonistin von Die Geschichte vom Bambussammler, einem Märchen um ein Kind vom Mond, das von einem Bambussammler gefunden wird. Immer wieder findet man Referenzen auf diese Geschichte. Und dann war da natürlich noch Die Legende der Prinzessin Kaguya, die wundervolle Adaption von Studio Ghibli Altmeister Isao Takahata. Nun nimmt man sich auch bei Netflix dieses alten Märchens an. Wobei der Cosmic Princess Kaguya! bereits vorwegnimmt, dass man sich hier in eine etwas andere Richtung bewegt und versucht, der bekannten Geschichte eine neue, moderne Anmutung zu geben.

Gleichgeblieben ist, dass zu Beginn der Geschichte ein kleines Mädchen gefunden wird. Aus dem Bambus von einst wurde dabei ein Telefonmast, aus dem kinderlosen Bambussammler eine Jugendliche, die mit dem Leben zu kämpfen hat. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Dynamik der beiden Figuren. Wo es im Original noch väterliche Gefühle gab, da wandelt sich das in Cosmic Princess Kaguya! in eine Freundschaft. Gebraucht hätte es das zwar nicht unbedingt. Aber es ist zumindest nachvollziehbar, da die Zielgruppe des Animes sicherlich ebenfalls Teenagerinnen sind, die in der Schülerin eine Identifikationsfigur finden. Persönliche Schicksalsschläge, finanzielle Schwierigkeiten, Stress an der Schule, da wird schon versucht, an den Alltag des Publikums anzuknüpfen. Und auch dass Musik – ein wichtiges Thema im Film – hilft, mit all dem umzugehen, dürfte vielen bekannt vorkommen.

Ziellos und überladen

Weniger alltäglich sind die Science-Fiction-Elemente. Dass man solche einbaut, ist zwar nicht grundsätzlich verkehrt, man muss sich nicht sklavisch an die Vorlage halten. Cosmic Princess Kaguya! wirft aber irgendwie alles zusammen, ohne dass daraus eine kohärente Geschichte wird. Da geht es dann auf einmal um künstliche Welten und Streamen, große Konzerte, böse Kräfte sowie Wettbewerbe. Und irgendwo dazwischen muss ja auch das Verhältnis zwischen den beiden Protagonistinnen vertieft werden. Die Folge ist, dass der Film nicht nur völlig überladen ist und man irgendwann gar nicht mehr sagen kann, worum es eigentlich gehen soll. Er ist auch noch ziemlich lang, mit 140 Minuten fordert der Anime schon reichlich Geduld, zumal sich die Geschichte über weite Strecken kaum weiterentwickelt. Da wird dann lieber gesungen.

Wer für die Musik empfänglich ist, hat dabei Spaß. Der Rest wird damit eher weniger anfangen können. Immerhin, das Ganze sieht gut aus. Die Zusammenarbeit von Studio Colorido (My Oni Girl, Penguin Highway) und Studio Chromato hat zwar recht austauschbare Designs ohne eigene Handschrift, arbeitet aber mit vielen Farben und Effekten. Ansehen kann man sich Cosmic Princess Kaguya! daher durchaus, zumindest in der Hinsicht. Aber es ist ein Film, der zuweilen frustriert, manchmal auch langweilt und bei dem Versuch, unbedingt irgendwie modern sein zu wollen, vergessen hat, eine gute Geschichte zu erzählen.

Credits

OT: „Cosmic Princess Kaguya!“
Land: Japan
Jahr: 2026
Regie: Shingo Yamashita
Drehbuch: Shingo Yamashita, Saeri Natsuo
Musik: Conisch
Animation: Studio Colorido, Studio Chromato

Bilder

Trailer

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Cosmic Princess Kaguya!
fazit
Inspiriert von dem bekannten Märchen erzählt „Cosmic Princess Kaguya!“ von einer Schülerin, die ein Baby vom Mond entdeckt. Man versuchte krampfhaft, das irgendwie modern zu gestalten, vergaß dabei aber, daraus eine gute und kohärente Geschichte zu machen. Der viel zu lange Film versucht sich an virtuellen Welten, Alltag und ganz viel Musik und kommt dabei einfach nicht auf den Punkt.
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