How To Get To Heaven From Belfast Netflix Streamen online Video on Demand
© Netflix/Christopher Barr

How To Get To Heaven From Belfast

How To Get To Heaven From Belfast Netflix Streamen online Video on Demand
„How To Get To Heaven From Belfast“ // Deutschland-Start: 12. Februar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Seit ihrer Kindheit sind Saoirse (Roisin Gallagher), Robyn (Sinead Keenan) und Dara (Caoilfhionn Dunne) inzwischen miteinander befreundet, gemeinsam haben die drei zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt, selbst wenn sie sehr unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben. Jetzt ist wieder ein Tief an der Reihe, als sie erfahren, dass Greta tot ist. Diese war früher selbst Teil der Clique, bevor der Kontakt irgendwann abbrach. Seit vielen Jahren haben sie schon nichts mehr voneinander gehört. Dennoch geht ihnen die Nachricht nahe, weshalb es klar ist, dass sie zu der Beerdigung ihrer früheren Freundin gehen müssen. Dort wartet bereits der zweite Schock auf sie: Die Tote ist gar nicht Greta. Aber wer ist die Frau im Sarg? Und was ist mit der wahren Greta geschehen?

Krimikomödie aus Irland

Aktuell haut Netflix eine europäische Serie nach der anderen heraus, die allesamt mit düsterem Material arbeiten. Ob nun im polnischen Beitrag Die Bleikinder eine Ärztin gegen die Vergiftung durch ein Stahlwerk kämpft, ein Mann in der spanischen Produktion Salvador die Neo-Nazi-Gruppe seiner Tochter infiltriert oder beim französischen Die Löwinnen fünf Frauen sich als Männer verkleiden, um eine Bank auszurauben, da war schon richtig viel Stoff in den letzten anderthalb Wochen. So viel, dass leider einige davon untergehen werden, da hat der Streamingdienst mal wieder schlecht geplant. Mit How To Get To Heaven From Belfast kommt jetzt auch eine irische Serie hinzu, bei der ebenfalls der eine oder andere Abgrund beleuchtet wird – wenn auch auf eine ganz eigene Art.

So ist die Serie deutlich komischer als die meisten Produktionen der aktuellen Schwemme. Das ist keine wirkliche Überraschung, wurde diese doch von Lisa McGee konzipiert, die mit der Komödie Derry Girls bekannt wurde. Während sie dort aber von Teenagerinnen erzählte und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens, da sind die Protagonistinnen hier bereits Ende 30. How To Get To Heaven From Belfast nimmt sich auch sehr viel Zeit dafür, aus dem Leben des Trios zu erzählen. Das betrifft nicht nur die Gegenwart, wo sie mal mehr, mal weniger zu kämpfen haben. Die Vergangenheit spielt ebenfalls eine große Rolle, wenn wir erfahren, woher die drei kommen, was sie getan haben und wie sich das weiterentwickelt hat. Ist ihr Leben wirklich so gekommen, wie sie sich das erhofft hatten? Was hätte anders laufen sollen? Da gibt es bei aller komischer Übertreibung einiges an Identifikationsfläche für das Publikum, wenn es um ganz universelle Themen geht.

Wendungsreich und eigensinnig

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit geht hier aber auch mit einer Reihe von Rätseln einher. Von Anfang an arbeitet die Serie mit einem höheren Mystery-Anteil, wenn sich die drei fragen – und damit auch die Zuschauer und Zuschauerinnen –, was es mit der falschen Leiche auf sich hat. Im Gegensatz zum klassischen Whodunit, wo herausgefunden werden muss, wer ein Verbrechen begangen hat, ist bei How To Get To Heaven From Belfast völlig offen, was dieses Verbrechen denn überhaupt ist. Bis das klar ist, dauert es eine ganze Weile, auch weil die Serie zwischen dem Fall und den persönlichen Geschichten hin und her wechselt. Ein bisschen Geduld und Zeit sollte man beim Anschauen also schon mitbringen. Das heißt aber nicht, dass nichts passiert. Tatsächlich hat McGee zahlreiche Überraschungen und Wendungen eingebaut, sodass man wirklich bis zum Schluss grübeln darf, was das eigentlich soll.

Das Ergebnis ist sehr unterhaltsam geworden. Die Kombination aus spannenden, teils überzeichneten Figuren und der Suche nach der Wahrheit mag nicht sonderlich geradlinig sein, macht aber jede Menge Spaß. How To Get To Heaven From Belfast lebt dabei gerade auch vom Zusammenspiel der drei Schauspielerinnen, die sich als langjährige Freundinnen immer wieder etwas an den Kopf werfen dürfen. Aber auch die Aufnahmen aus der irischen Provinz tragen dazu bei, dass die Serie sehenswert ist. Insofern wäre es ihr zu wünschen, dass sie ihr Publikum findet und nicht in der unglücklichen Flut an Neuerscheinungen untergeht. Denn wo viele Produktionen des Streamingdienst Austauschware sind, die gleich wieder in Vergessenheit gerät, da ist das hier wunderbar eigensinnig.

Credits

OT: „How To Get To Heaven From Belfast“
Land: Irland
Jahr: 2026
Regie: Michael Lennox, George Kane, Rachna Suri
Drehbuch: Lisa McGee, Tobias Beer, Bronágh Taggart, Ava Pickett
Idee: Lisa McGee
Musik: Sion Trefor
Kamera: Ashley Barron, Nathalie Pitters, Daniel Stafford-Clark
Besetzung: Roisin Gallagher, Sinéad Keenan, Caoilfhionn Dunne, Bronagh Gallagher, Darragh Hand, Natasha O’Keeffe, Michelle Fairley

Bilder

Trailer

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How To Get To Heaven From Belfast
fazit
In „How To Get To Heaven From Belfast“ stellen drei Frauen fest, dass eine Tote gar nicht die verstorbene frühere Freundin ist. Die Serie kombiniert persönliche Geschichten, Humor und originelle Rätsel zu einem sehr sehenswerten Genremix. Das Ensemble und die Bilder der irischen Provinz runden das Ergebnis ab.
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