Take That Netflix Streamen online Video on Demand
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Take That

Take That Netflix Streamen online Video on Demand
„Take That“ // Deutschland-Start: 27. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Sie gehören fest zum Doku-Bereich bei Netflix dazu: Filme und Serien über berühmte Leute. Das können mal historische Figuren sein, etwa aus dem Bereich der Politik. Vor allem aber Männer und Frauen, die auf die eine oder andere Weise der Unterhaltung dienen, sind immer wieder im Programm des Streamingdienstes vertreten. In den letzten Monaten gab es beispielsweise Being Eddie über Eddie Murphy, sowie Babo – Die Haftbefehl-Story und aka Charlie Sheen. Jedes Mal durfte das Publikum ein wenig hinter die Kulissen blicken, bei Erfolgen ebenso dabei sein wie Abstürzen. Nun gibt es eine weitere solche Promi-Dokumentation. Bei Take That geht es wenig überraschend um die gleichnamige britische Popband, die in den 1990ern den Durchbruch schaffte, aber auch heute noch Charterfolge feiert.

Durch Höhen und Tiefen

Zu erzählen gibt es da genug, die Karriere der Band umfasst inzwischen schließlich mehr als 30 Jahre – mit der einen oder anderen Unterbrechung. Take That arbeitet das alles chronologisch auf, von den ersten etwas holprigen Gehversuchen über die großen Erfolge bis zu den Problemen. Und von Letzteren gab es einige, was dann auch zur Auflösung geführt hat. Zwischen 1996 und 2005 pausierte die Gruppe, seither gibt es sie wieder, jedoch mit wechselnder Besetzung. Während dieser langen Pause versuchten sich die fünf an eigenen Projekten. Während Robbie Williams auch solo ein Star war, hatte Gary Barlow zu kämpfen. Bei Mark Owen sah es sehr gemischt aus. Howard Donald und Jason Orange verzichteten auf eigene Alben. Ersterer nahm zwar Musik auf, die wurde aber nicht veröffentlicht.

Dieser große Unterschied im Hinblick auf Solo-Erfolge zeigt bereits ein Problem von Take That: Auch wenn die fünf jungen Männer theoretisch gleichbedeutend waren, in der Realität sah das anders aus. Geradezu legendär war die Rivalität zwischen Williams und Barlow, die jeweils auf ihre Weise die Aushängeschilder waren. Williams war der charmante Clown, dem die Herzen zuflogen, Barlow wurde als Künstler etabliert. Fans hatten beide. Dennoch fühlten sich beide nicht genügend gewürdigt, sie sehnten sich nach Anerkennung und haderten damit, wenn diese ausblieb oder nicht so groß war wie gedacht. Das führte zu Neid und Streit und der einen oder anderen Beleidigung des jeweils anderen, die sie erst Jahre später als falsch angenommen haben.

Sex Sells

Klingt dramatisch, ist es auch. Take That widmet diesen persönlichen Befindlichkeiten zwischendurch mehr Zeit als der Musik. Ob das jetzt aus Verkaufsgründen so gemacht wurde – emotionales Drama läuft besser als historische Fakten – oder aus künstlerischen Gründen so konzipiert wurde, das sei mal dahingestellt. Schließlich handelte es sich hier um eine reine Retortenband, die als britisches Pendant zu New Kids on the Block dienen und insbesondere Teeangerinnen ansprechen sollte. Siehe die Nacktaufnahmen in dem Video zur Debütsingle Do What You Like. Die Lieder waren da eher Nebensache. Die Dokumentation geht damit auch offen zu. Erst in der zweiten Hälfte der Karriere konnten sich die Jungs stärker künstlerisch verwirklichen, auch indem sie sich von Nigel Martin-Smith lösten, der die Band erfunden hat.

Eine wirkliche tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema findet aber nicht statt. Dafür hätte es vielleicht auch eine größere personelle Distanz gebraucht: Die Interviews, sowohl alte wie auch neue, sind überwiegend mit den Bandmitgliedern, die zwangsläufig nicht neutral sein können. Das muss kein Manko sein, da auch persönliche Einblicke spannend sein können. Wenn Barlow darüber spricht, wie er nach dem Flop seines zweiten Albums abstürzte, dann ist das ebenso bemerkenswert wie die Aussage, dass Williams trotz seiner Auftritte ein sehr unsicherer Mensch war, vielleicht sogar der unsicherste in der Band. Solche unverblümten Passagen, wie es sie auch schon in der Netflix-Doku Robbie Williams gab, machen Take That durchaus sehenswert, selbst für ein Publikum, das nicht Fan von dieser Musik ist.

Credits

OT: „Take That“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: David Soutar

Bilder

Trailer

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Take That
fazit
„Take That“ blickt zurück auf die lange Karriere der britischen Boygroup, durch die Höhen und Tiefen. Bemerkenswert sind dabei die persönlichen Einblicke, gerade bei den schwierigen Verhältnissen zwischen den Jungs. In die Tiefe geht das jedoch weniger.
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