Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart Netflix Streamen online Video on Demand
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Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart

Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart Netflix Streamen online Video on Demand
„Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart“ // Deutschland-Start: 21. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Netflix bekanntermaßen sehr darum bemüht, jedes einigermaßen berühmte Verbrechen noch einmal für das eigene Publikum aufzuarbeiten. Die True-Crime-Fans wollen schließlich bedient werden. Diesen Monat ist das Angebot des Streamingriesen jedoch recht sparsam, auch in diesem Segment. Allenfalls die zweite Staffel von Unlocked: A Jail Experiment geht in diese Richtung, handelt aber primär von einem Experiment um ein Gefängnis, weniger von den Verbrechen an sich. Ansonsten blieb nur Evil Influencer: Die Story von Jodi Hildebrandt, das Ende letzten Monats veröffentlicht wurde und eine schockierende Missbrauchsgeschichte, die in einem streng gläubigen Mormonen-Umfeld spielte. Ein Umfeld, das nun auch in Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart eine Rolle spielt. Nicht nur die Tatpersonen entstammen diese, auch das Opfer und deren Familie.

Erinnerung an eine besondere Entführung

Elizabeth Smart war 14 Jahre, als man sie im Juni 2002 entführte. Der Fall erregte auch der Umstände wegen große Aufmerksamkeit: Der Entführer ging einfach in das Zimmer der Jugendlichen und nahm sie mit. Die Eltern bekamen davon nichts mit. Dafür aber die jüngere Schwester Mary Katherine, die sich das Zimmer teilte und sich schlafend stellte. Als einzige Zeugin des Vorfalls hatte sie natürlich eine besondere Rolle bei den Ermittlungen. Allerdings dauerte es lange, bis ihre Beobachtungen auch tatsächlich von Nutzen waren. Tatsächlich stellte es sich als sehr schwierig heraus, die Teenagerin zu finden, wie einem Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart vor Augen führt. Obwohl sich zahlreiche Menschen an der Suche beteiligten und die vermögenden Eltern eine hohe Summe für Finderlohn versprachen, führte das zu nichts.

Der Fall war seinerzeit in den USA sehr präsent, wurde später auch bereits mehrfach in Filmen verarbeitet – fiktionalen wie dokumentarischen. Ob es da unbedingt eine weitere Version gebraucht hätte, ist wie immer fraglich. Neue Erkenntnisse gibt es mehr als zwanzig Jahre später nicht. Für ein Publikum, das die Geschichte nicht kennt, ist Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart dennoch interessant. Dabei sind es zwei Punkte, die für Spannung sorgen. Da sind zum einen die besagten Ermittlungen, wenn nach Spuren gesucht wird, Verdächtige befragt. Der Dokumentarfilm ist da ein klassischer Whodunit, bei dem die Zuschauer und Zuschauerinnen kräftig miträtseln dürfen, wer es getan hat. Die Auflösung des Ganzen ist schon auch spektakulär, die Umstände kurios.

Auswirkungen des Grauens

Verbunden wird dieser Part mit der persönlichen Komponente. Dabei kommt vor allem Smart eine große Rolle zu. In Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart darf sie schildern, wie sie das alles erlebt hat und was dies mit ihr gemacht hat. Wer mit dem Fall vertraut ist, weiß bereits um die grauenerregenden Erfahrungen, welche die Jugendliche durchmachen musste. Und auch um die Auswirkungen, welche diese auf sie hatten. Als sie letztendlich doch noch gefunden wurde, war sie so verstört, dass von Gehirnwäsche die Rede war. Das hielt die Familie aber nicht davon ab, damit kräftig Kohle zu machen. So ein Trauma kann schon einträglich sein, True Crime spricht nun einmal den Voyeurismus in den Menschen an.

Wobei sich Regisseur Benedict Sanderson in der Hinsicht noch zurückhält. Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart ist nicht ganz so manipulativ, wie es manche andere Titel aus diesem Bereich sind. Irgendwelche erzählerischen Ambitionen zeigt Sanderson aber auch nicht. Es gibt die übliche Mischung aus historischen Aufnahmen und aktuellen Interviews, die zusammen ein Bild ergeben. Das funktioniert, mehr ist es aber nicht. Die Dokumentation macht das, was sie muss, nicht mehr, nicht weniger. Aber die Zielgruppe solcher Werke sind daran meist auch nicht wirklich interessiert, die wollen eine spannende oder außergewöhnliche Geschichte. Und diese wird hier sicherlich geboten.

Credits

OT: „Kidnapped: Elizabeth Smart“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Benedict Sanderson
Musik: Mat Davidson
Kamera: James Incledon

Bilder

Trailer

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Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart
fazit
„Kidnapped: Der Fall Elizabeth Smart“ erinnert an den bekannten Fall um eine Jugendliche, die in ihrem eigenen Kinderzimmer entführt wurde und danach schreckliche Erfahrungen machte. Der Dokumentarfilm bietet weder etwas Neues, noch hat er erzählerische Ambitionen. Die Geschichte selbst ist aber noch immer schockierend genug, um einen Blick zu rechtfertigen.
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