Peaky Blinders The Immortal Man Netflix Streamen online Video on Demand
© Robert Viglasky/Netflix

Peaky Blinders: The Immortal Man

Peaky Blinders The Immortal Man Netflix Streamen online Video on Demand
„Peaky Blinders: The Immortal Man“ // Deutschland-Start: 20. März 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Birmingham 1940. Eigentlich hatte Thomas Shelby (Cillian Murphy) mit allem abgeschlossen: mit der Welt, mit den Menschen, mit seiner kriminellen Vergangenheit. Zurückgezogen in seinem verfallenden Landhaus widmet er sich dem Schreiben und will mit nichts mehr zu tun haben. Doch dann steht seine Schwester Ada (Sophie Rundle) vor ihm und versucht, ihn zu einer Rückkehr zu bewegen. Denn inzwischen hat sein Sohn Erasmus „Duke“ (Barry Keoghan) die Führung der Familiengang Peaky Blinders übernommen und terrorisiert die Stadt. Tatsächlich arbeitet er an einem Coup gemeinsam mit John Beckett (Tim Roth). Das Ziel: England durch Falschgeld in den Ruin treiben, damit es nicht länger gegen Deutschland kämpfen kann. Thomas lehnt eine Rückkehr zunächst ab, sieht das nicht als sein Thema an. Doch er wird zunehmend von den Geistern seiner Vergangenheit verfolgt …

Abschluss der Kultserie

Es kommt immer mal wieder vor, dass nach dem Abschluss einer Serie noch einmal ein Film erscheint. Downton Abbey etwa brachte es nach zahlreichen Staffeln sogar auf drei Kinofilme, welche die Geschichte um die adlige Familie fortführte. El Camino: Ein „Breaking Bad“-Film wiederum nahm sich die Kultserie um den drogenproduzierenden Lehrer zur Vorlage, um einige Figuren noch einmal auspacken zu können. Nun hat es auch Peaky Blinders – Gangs of Birmingham erwischt. Eigentlich ist die Serie 2022 nach sechs Staffeln zu Ende gegangen. Aber da sich diese so großer Beliebtheit erfreute, muss die Show dennoch irgendwie weitergehen. Den Auftakt macht dabei der exklusive Netflix-Film Peaky Blinders: The Immortal Man, bevor dann in Zukunft irgendwann eine weitere Serie erscheint, bei der aber noch nicht klar ist, um welche Figuren die sich drehen wird.

Der Film zumindest knüpft an die Serie an und bringt mehrere der Figuren zurück, welche Fans kennen und lieben. Und es ist auch klar, dass es die bestehenden Fans sind, die hiermit angesprochen werden sollen. Prinzipiell erzählt Peaky Blinders: The Immortal Man zwar schon eine Geschichte, die man auch ohne Vorkenntnisse versteht. Ein zurückgezogen lebender ehemaliger Gangsterboss kehrt zurück, nachdem sein entfremdeter Sohn die Geschäfte übernommen hat. Das versteht man auch, ohne irgendeine der Staffeln gesehen zu haben. Der eigentliche Antagonist Beckett ist sowieso neu, was den Einstieg erleichtert. Das Publikum muss sich auch nicht lange mit der Frage aufhalten, wer denn hier gut und wer böse ist. Dass Thomas Shelby eigentlich ein Verbrecher ist, der viele beraubt und manche getötet hat, wird ein bisschen beiseitegeschoben. Denn der Gegenspieler kollaboriert mit Nazis, was schlimmer ist. Und selbst der Sohn macht eine sehr plötzliche Wandlung zum Guten durch. Seine anfänglichen Irrwege werden damit entschuldigt, dass der Papa weg war. Das muss reichen.

Langweilig und zu bemüht cool

Diese ziemlich langweilige Figurenzeichnung ist durchaus ein Problem mit dem Film, der mit den schwierigen Verhältnissen innerhalb der Familie bei den Zuschauern und Zuschauerinnen punkten will. Denn auch wenn das hier ja eigentlich ein Krimi ist und wir uns in der Unterwelt bewegen, da passiert nicht wirklich etwas. Tatsächlich ist Peaky Blinders: The Immortal Man so handlungsarm, dass die zwei Stunden mitunter zu einer Qual werden. Wenn ein Film so lang ist, sollte er entweder eine spannende Geschichte erzählen oder zumindest interessante Charaktere aufweisen können. Fehlt beides, wird es schwierig. Der Ablauf ist größtenteils vorhersehbar. Und die Stellen, bei denen es tatsächlich zu einer Wendung kommt, sind zu beliebig.

Aber es ist auch die Inszenierung an sich, die zum Problem wird. Peaky Blinders: The Immortal Man ist ein Film, der einem in jeder sich bietenden Gelegenheit beweisen will, wie schrecklich cool er doch ist. Nur ist er dabei so wahnsinnig bemüht und angestrengt, dass das Ergebnis wirkungslos verpufft. Manche Stellen sind sogar unfreiwillig komisch, etwa wenn sich der Protagonist auf das Pferd schwingt und durch die Stadt reitet. Das mag dann eine Referenz an die Serie sein, sieht aber so albern aus, dass es einen endgültig aus der Geschichte reißt. Die völlig übertriebene Musik, bei der bekannte Lieder aus dem alternativen Bereich völlig unpassend aufgemotzt werden, machen die Sache nicht besser. Gleiches gilt für die ganzen Fantasypassagen, wenn Geister umherwandeln. Klar, zwischendurch sieht das gut aus. Der Film ist stark besetzt. Und auch das Thema rund um die Roma ist interessant. Daraus hätte aber mehr gemacht werden müssen: Das Krimidrama ist viel Pathos, viel Style und wenig Substanz – und dabei nicht einmal auf spannende Weise stylisch.

Credits

OT: „Peaky Blinders: The Immortal Man“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Tom Harper
Drehbuch: Steven Knight
Musik: Antony Genn, Martin Slattery
Kamera: George Steel
Besetzung: Cillian Murphy, Rebecca Ferguson, Tim Roth, Sophie Rundle, Barry Keoghan, Stephen Graham

Bilder

Trailer

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Peaky Blinders: The Immortal Man
fazit
„Peaky Blinders: The Immortal Man“ setzt die beliebte Serie fort und erzählt, wie der zurückgezogen lebende Gangsterboss zurückkehrt. Inhaltlich ist der Film eine Nullnummer, weshalb die zwei Stunden ewig lang sind. Der bemühte Versuch cool zu sein, nervt hingegen, ist manchmal auch unfreiwillig komisch.
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