Salvador 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
© Jaime Olmedo/Netflix

Salvador – Staffel 1

Salvador 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
„Salvador“ // Deutschland-Start: 6. Februar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Es hätte ein schöner Abend für Fußballfans werden sollen, als das Match der Champions League ausgetragen wird. Doch als französische und spanische Hooligans aneinandergeraten, ist auf den Straßen Madrids die Hölle los. Der ehemalige Arzt und aktuelle Rettungssanitäter Salvador Aguirre (Luis Tosar) und sein Team müssen nun versuchen, den Verletzten zu helfen, während drumherum die Gewalt weitergeht und auch sie selbst in Gefahr sind. Während dieses Einsatzes sieht Salvador unerwartet seine entfremdete Tochter Milena (Candela Arestegui) – und das inmitten der Neo-Nazi-Gruppe White Souls. Sein Versuch, mit ihr ins Gespräch zu kommen, endet in einem Desaster. Und es kommt noch schlimmer, weshalb der gescheiterte Vater sich selbst den White Souls annähert, in der Hoffnung, so Antworten zu bekommen …

Zwischen Drama und Thriller

Vergangene Woche hat Netflix gleich drei neue Serien aus Europa ins Programm aufgenommen, die sich an Fans düsterer Stoffe richten. Die heiterste ist dabei noch der französische Beitrag Die Löwinnen um fünf Frauen, die als Männer verkleidet eine Bank ausrauben – eine Mischung aus Komödie und Thriller. Zwischen Drama und Thriller wechselt hingegen die deutsche Produktion Unfamiliar über ein ehemaliges Agentenpaar, welches von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Eine ähnliche Mischung bietet auch die spanische Serie Salvador, wenn ein ehemaliger Arzt in die Abgründe einer Neo-Nazi-Gruppe hinabtaucht, nachdem er festgestellt hat, dass seine Tochter dieser angehört.

Der Dramapart bezieht sich dann auch auf den Protagonisten. Dieser stand eigentlich mitten im Leben, hatte es bis zum Arzt geschafft. Doch mit der Zeit hat er alles zerstört, sein eigenes Leben liegt in Trümmern. Und dann ist da noch die Sache mit seiner Tochter, die sich sogar weigert, ihn als Vater anzuerkennen. Salvador zeichnet diesen Weg nach, gibt mit der Zeit immer mehr Einblicke in das Leben der Titelfigur und wie dieses so kaputtgehen konnte. Parallel wird aber auch die Geschichte von anderen Figuren erzählt, allen voran Julia (Claudia Salas), die selbst um ihre Tochter kämpft. Nur tut sie dies als Mitglied der besagten Neo-Nazi-Gruppe, die für sie selbst eine Art Familie geworden ist. Zumindest hin und wieder versucht die Serie auch zu ergründen, weshalb sich Menschen einer solchen Gruppe anschließen. In Zeiten eines weltweiten Rechtsrucks sicherlich keine schlechte Idee.

Viel Ambivalenz

Ein Thriller wird die Serie durch die geheimen Machenschaften. Serienschöpfer Aitor Gabilondo, der zuvor auch schon bei den Serien Stumm und Entrevías seine Vorliebe für düstere Stoffe demonstriert hat, gelingt es dabei mehrfach, Spannung zu erzeugen. Sehr gelungen ist beispielsweise der Einstieg, wenn Madrid einem Kriegsschauplatz ähnelt, überall Menschen zusammengeschlagen oder anderweitig verletzt werden. Ähnlich actionreich geht es dann zwar nicht weiter. Salvador arbeitet aber mit der Gefahr, dass jemand auffliegt, wenn sowohl der Protagonist wie auch die Polizei die Gruppe infiltrieren, um an Informationen zu kommen. Denn wer gesehen hat, wozu diese Männer und Frauen bereit und fähig sind, der will lieber nicht in deren Fadenkreuz geraten.

Konstante Hochspannung sollte jedoch niemand erwarten. Die Serie mag es zwischendurch gern mal etwas ruhiger. Sie lässt sich zuweilen auch recht viel Zeit, wenn sich manche Geschichten nicht so wirklich weiterentwickeln. Ob es unbedingt acht Folgen gebraucht hätte, darüber lässt sich wie so oft bei Netflix streiten. Ungeduldig darf man hier nicht sein. Salvador ist dabei jedoch eine der besseren Serien des Streaminggiganten in der letzten Zeit. Das liegt zum einen an den Figuren, die ambivalenter sind, als es oft der Fall ist. Und es liegt an dem Ensemble. Der spanische Exportschlager Luis Tosar (Ultimatum – Die Bombe tickt) ist für eine solche Rolle natürlich eine Idealbesetzung, wenn er zwischen Stärke und Schwäche schwankt, sich für andere einsetzt, in der Hoffnung, nach all dem, was er zerstört hat, noch etwas Gutes tun zu können.

Credits

OT: „Salvador“
Land: Spanien
Jahr: 2026
Regie: Daniel Calparsoro
Drehbuch: Aitor Gabilondo, Joan Barbero, Anna Casado
Idee: Aitor Gabilondo
Kamera: Tommie Ferreras, Josu Ubiria
Besetzung: Luis Tosar, Claudia Salas, Leonor Watling, Patricia Vico, Fariba Sheikhan, Candela Arestegui

Bilder

Trailer

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Salvador – Staffel 1
fazit
„Salvador“ begleitet einen Mann, der alles verloren hat, in die Neo-Nazi-Gruppe seiner Tochter auf der Suche nach Wiedergutmachung. Die Serie schwankt dabei zwischen Charakterdrama und Thriller. Das ist zwar nicht durchgängig spannend, weil man sich recht viel Zeit lässt, aber doch insgesamt sehenswert.
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