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Feueralarm: Die Grube

„Feueralarm: Die Grube“ // Deutschland-Start: 22. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Was als ganz normaler Tag beginnt, entwickelt sich für die drei Schülerinnen Masheal, Mona, and Maria zu einem Alptraum. Denn als ein Sturm aufzieht, werden sie in einer Grube eingeschlossen. Es gibt für sie keinen Weg mehr nach draußen, es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als dort auszuharren, bis Hilfe kommt. Dabei ist gar nicht sicher, ob das der Fall sein wird. Und auch nicht, ob dies rechtzeitig geschieht, da das Wasser unaufhaltsam ansteigt. Über kurz oder lang droht ihnen so der sichere Tod. Während die drei noch darauf hoffen, dass sie jemand befreit, wachsen die Konflikte innerhalb der Gruppe …

Katastrophe die zweite

Man mag von Netflix halten, was man will. Eines muss man dem Streamingdienst zugutehalten: Er ist schon sehr darum bemüht, ein internationales Programm zusammenzustellen. Das bedeutet nicht nur, dass wir andauernd europäische Produktionen zu sehen bekommen. Auch aus Südamerika, Afrika und Asien kommen regelmäßig Titel. Einer davon war Feueralarm aus Saudi-Arabien, ein Land, das nicht unbedingt für eine große Filmindustrie bekannt ist. Das Thrillerdrama erzählte die Geschichte einer Mädchenschule, in dem ein Feuer ausbricht und plötzlich alle gefangen sind. Offensichtlich war dieses beliebt genug, dass es ziemlich genau zwei Jahre später mit Feueralarm: Die Grube noch einen zweiten Teil gibt.

Den Vorgänger muss man dabei nicht unbedingt gesehen haben, da die Geschichte nicht direkt fortgesetzt wird. Vielmehr ist das Szenario ein ähnliches: Eine Gruppe von Menschen geraten in eine Katastrophe und sind eingesperrt, während drinnen die Emotionen hochkochen. Da man schlecht noch ein zweites Mal das Haus in Brand stecken kann, entschied man sich beim Nachfolger für das Wasser als potenziell todbringendes Element. Das macht den Titel Feueralarm: Die Grube zwar ziemlich unsinnig, da es hier eben kein Feuer gibt. Da wurde dann zugunsten des Wiedererkennungswerts auf einen funktionierenden Titel verzichtet. Aber es sorgt doch für ein wenig Abwechslung, ohne sich dabei von dem Original zu weit zu entfernen.

Viel Drama, wenig Abwechslung

Der Wechsel des Settings hat dabei Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist sicherlich, dass auf diese Weise ein schön klaustrophobisches Gefühl entsteht. Schließlich sind die drei auf einem engen Raum gefangen, während das Wasser zunehmend steigt. Da bieten sich Vergleiche zu Dreizehn Leben an, das die wahre Geschichte von thailändischen Jungs erzählte, die in einer Höhle während des Monsuns eingeschlossen werden. Ganz so eindrucksvoll wie dort ist der Schauplatz in Feueralarm: Die Grube zwar nicht. Aber es funktioniert. Der Nachteil ist, dass ein derart beschränktes Setting zwangsläufig bedeutet, dass nicht viel Abwechslung möglich ist. In der brennenden Schule gab es zumindest noch ein wenig Bewegungsfreiheit. Hier fehlt diese – und damit auch die Möglichkeit, die Handlung abwechslungsreich zu gestalten.

Dessen war man sich hier schon bewusst und setzte daher auf einen größeren Dramaanteil. So kommt es zwischen den drei Schülerinnen zu Auseinandersetzungen, was teilweise der Situation geschuldet ist, teilweise aber auch der Persönlichkeit der Jugendlichen. Sofern man das als Persönlichkeit bezeichnen will, für einen Film, der derart stark auf Figuren fokussiert ist, ist das schon ein bisschen dünn. Dafür gibt es einiges an nervenzehrendem Melodram. Insgesamt ist Feueralarm: Die Grube dann auch nicht mehr als Durchschnitt, da wäre sicherlich bei einem solchen Szenario mehr drin gewesen, Einen dritten Teil braucht es da nicht unbedingt, zumal auch die gesellschaftliche Komponente, die beim Vorgänger noch eine Rolle spielte, diesmal weggefallen ist. Aber man kann sich das Ergebnis schon anschauen, es erfüllt seinen Zweck.

Credits

OT: „Jaras Enzar 2“
IT: „From the Ashes: The Pit“
Land: Saudi-Arabien
Jahr: 2026
Regie: Abdullah Bamajboor
Musik: Suad Bushnaq
Kamera: Michele Paradisi
Besetzung: Adwa Fahad, Darin Al Bayed, Aseel Seraj, Aseel Morya, Aisha Al Rifaie, , Moudi Abdullah, Razan Yamani

Trailer

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Ihr seid mit Feueralarm: Die Grube schon durch und braucht Nachschub? Dann haben wir vielleicht etwas für euch. In unserem Netflix-Themenbereich sind Hunderte von Original-Produktionen gelistet, unterteilt nach Spielfilm, Serie, Doku und Comedy. Unten findet ihr alle Netflix-Titel, die wir auf unserer Seite besprochen haben.

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Feueralarm: Die Grube
fazit
In „Feueralarm: Die Grube“ werden drei Schülerinnen während eines Sturms in einer Grube eingeschlossen und warten dort auf Rettung. Das Szenario war ganz vielversprechend, das Setting ist schön klaustrophobisch. Auf Dauer mangelt es aber an Abwechslung, dafür gibt es nervenaufreibendes Melodram.
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