Land der Sünde Synden Land of Sin Netflix Streamen online Video on Demand
© Mattias Rudh / Netflix

Land der Sünde

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„Land der Sünde“ // Deutschland-Start: 2. Januar 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist in der ländlichen Gegend auf der Bjäre-Halbinsel nicht so wahnsinnig viel los. Umso größer ist der Schock, als in einem Bauernhaus die Leiche des Jugendlichen Silas gefunden wird. Wer könnte ihn nur getötet haben? Ermittlerin Dani (Krista Kosonen) und ihr Kollege Malik (Mohammed Nour Oklah), der frisch von der Polizeischule kommt, sollen eben das herausfinden. Doch das ist leichter gesagt denn getan. Nicht nur, dass sie dabei in eine Familienfehde platzen und Patriarch Elis (Peter Gantman) droht, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, wenn die Polizei das nicht geregelt bekommt. Dani ist zudem zunehmend persönlich in den Fall involviert, was für sie einen Interessenskonflikt bedeutet …

Düstere Krimiserie aus Schweden

Eigentlich wäre der Anfang des Jahres ja eine gute Gelegenheit, das Publikum mit lebensbejahenden und positiven Inhalten optimistisch zu stimmen. Netflix scheint daran aber kein Interesse zu haben und setzt stattdessen mal wieder auf menschliche Abgründe. So wurde zum Jahresauftakt mit Suche mich nicht eine neue Thrillerserie nach dem Bestsellerautor Harlan Coben ins Programm aufgenommen. Dieses Mal geht es um einen Vater, der seine verschwundene, drogenabhängige Tochter sucht und dabei dunklen Geheimnissen auf die Spur kommt. Einen Tag später gibt es mit Land der Sünde schon die nächste düstere Serie, dieses Mal aus Schweden. Und erneut liegt bei Familien einiges im Argen.

Das betrifft auch die Protagonistin selbst. Hier ist es – Vorsicht Spoiler – der eigene Sohn Oliver (Ceasar Matijasevic), der in Verdacht gerät, etwas mit der Sache zu tun zu haben. Solche persönlichen Verwicklungen sind in Krimis oft eine eher ärgerliche Angelegenheit, wenn auf plumpe Weise Betroffenheit erzeugt werden soll, obwohl das für die Geschichte irrelevant ist. Bei Land der Sünde funktioniert das besser. Nicht nur, dass es gut zu dem Thema passt, wenn es eben um familiäre Bande geht. Es hat auch spannende Überlegungen zur Folge, wenn die Polizistin nicht weiß, wie sie sich positionieren soll. Bei vielen Krimis wird auf befremdliche Weise das Gesetz gebeugt, wenn die Polizei selbst betroffen ist. Regeln gelten dann nur für die anderen. Da ist es doch mal erfrischend, wenn hier eine Gesetzeshüterin tatsächlich versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden.

Mehr Atmosphäre als Handlung

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Serie sich eben auch viel Zeit für diese anderen Themen nimmt und die eigentlichen Ermittlungen dadurch in den Hintergrund rücken. Manche Zuschauer und Zuschauerinnen könnten sogar genervt davon sein, wie sich die Geschichte oft um andere Aspekte dreht, anstatt einfach weiter nach dem Mörder oder der Mörderin zu suchen. Wem es vor allem auf den Whodunit-Aspekt ankommt und rätseln möchte, wer das Verbrechen begangen hat – und aus welchem Grund –, dem könnte das hier zu umständlich sein. Wobei Land der Sünde zumindest angenehm kurz ist: Die komplette Serie besteht aus fünf Folgen, die meistens um die 40 Minuten lang ist. Im Vergleich zu vielen unnötig aufgeblasenen Netflix-Serien ist das geradezu flott erzählt.

Wobei man so oder so nicht viel Action erwarten sollte. Die schwedische Produktion ist eher ruhig, legt mehr Wert auf die Atmosphäre als auf die Handlung. Die ist dann betont düster und rau, was auch durch die Optik verstärkt wird. In Land der Sünde dominiert eine ländliche Natur, die irgendwo zwischen braun und grau liegt. Die wolkenverhangenen Himmel und die kahlen Bäume runden den trostlosen Eindruck ab. Schön ist der Anblick nicht, effektiv aber schon. Wer für diese Art Krimi empfänglich ist, kann es also schon hiermit versuchen, zumal auch die Besetzung gut mitspielt. Als reiner Genrebeitrag ist die Serie aber nur Mittelmaß. So ist die Auflösung zwar überraschend und auch irgendwo tragisch, was gut zur Serie passt. Sie ist aber auch so willkürlich, dass die Ermittlungen irgendwie egal sind.

Credits

OT: „Synden“
IT: „Land of Sin“
Land: Schweden
Jahr: 2026
Regie: Peter Grönlund
Drehbuch: Peter Grönlund
Kamera: Mattias Rudh
Besetzung: Krista Kosonen, Mohamed Nour Oklar, Peter Gantman, Caesar Matijasevic, Alexander Persson, Lisa Lindgren, William Jannert, Harry Westerlund, Wilmer Rosén

Bilder

Trailer

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Land der Sünde
fazit
In „Land der Sünde“ muss der Mord an einem Jugendlichen aufgeklärt werden, was zahlreiche Geheimnisse ans Tageslicht bringt. Die schwedische Krimiserie gefällt durch die düster-trostlose Atmosphäre. Manchen wird da aber zu viel persönliches Drama drin sein, zumal die Auflösung recht willkürlich ist.
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