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© WDR/BAVARIA FICTION/Martin Valentin Menke

Tatort: Die letzten Menschen von Köln

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„Tatort: Die letzten Menschen von Köln“ // Deutschland-Start: 20. September 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich versuchte der Berufsschullehrer Linus Makris (Bastian von Bömches), anderen Menschen zu helfen. Und doch hat er sich offensichtlich jemanden zum Feind gemacht, er wird erstochen in einem Park gefunden. Aber wer könnte das nur getan haben? Und aus welchem Grund? Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) versuchen, genau das herauszufinden. Eine erste Spur führt zu Elara Schmidtke (Katharina Schüttler), der Schwester des Mordopfers. Doch die ist unauffindbar. Offensichtlich nimmt sie an einem Prepper-Workshop des Überlebenstrainers Moritz Zechmann (Florian Stetter) teil, von dem aber niemand weiß, wo er stattfindet. Während die Polizei noch fieberhaft sucht, spitzt sich die Lage in dem Workshop zu …

Die Abgründe der Prepper

Vergangene Woche meldete sich der Tatort nach einer mehrmonatigen Sommerpause wieder zurück. Der Auftakt konnte sich auch durchaus sehen lassen: In König in Gelb ging es um einen Serienmörder, der nie gefasst wurde und nun in einem Demenzdorf leben soll. Die Ermittlung war knifflig, weil auch einer der Polizisten zunehmend alles vergisst und deshalb nur schwer vorankommt. Bei Die letzten Menschen von Köln, der 1340. Teil der ARD-Krimireihe, gibt es keine vergleichbaren neurologischen Schwierigkeiten. Ganz einfach sind die Ermittlungen aber auch in diesem Fall nicht. Und auch wenn hier niemand an einer tatsächlichen Krankheit leidet, darf man dennoch bei einigen den Eindruck haben, dass sie nicht ganz richtig im Kopf sind.

Der Film greift dabei ein Thema auf, das in den letzten Jahren immer mal wieder in Krimis und Thrillern auftauchte: Prepper. Menschen also, die sich irgendwie auf den Weltuntergang vorbereiten und zu dem Zweck Bunker einrichten, in denen sie monatelang überleben können. Während Inspector Barnaby: Weltuntergang für einen Prepper sich dem Thema auf gewohnt humorvolle Weise näherte, machte Bis zum Untergang aus diesem Stoff einen Survivalthriller. Tatort: Die letzten Menschen von Köln ist irgendwo dazwischen angesiedelt. So blickt der Film einerseits von außen auf diese Menschen und macht dabei die Verwunderung deutlich. Sie werden schon als ein seltsamer Haufen gezeigt, bei dem man nicht genau sagen kann, ob man das lustig oder beängstigend finden soll. Die eigenen Angehörigen rollen mit den Augen, wenn von den Teilnehmenden die Rede ist.

Psychogramm mit Thrillerelementen

Gleichzeitig ist der Film aber auch ziemlich düster. Denn parallel zu den Mordermittlungen des Duos wechselt Tatort: Die letzten Menschen von Köln immer wieder in den Bunker selbst und erzählt von den dortigen Ereignissen. Die haben mit dem konkreten Fall eigentlich nur bedingt etwas zu tun, weshalb der Whodunit-Aspekt immer mal wieder in den Hintergrund rückt. Stattdessen wird das hier zu einem Psychogramm mit Thrillerelementen. Denn wenn diese Menschen auf engem Raum sind, droht das irgendwann richtig böse zu knallen. Zumal ja, das wird zumindest impliziert, die Person hinter dem Mord auch irgendwo in diesem Bunker ist. Und wer einmal mordet, der mordet vielleicht auch mehrfach.

Das ist schon ganz spannend und sehr düster geworden. Die Rätselfraktion bekommt dabei weniger zu tun. Zwar darf man sich schon fragen, wer den Mord denn begangen hat. Nur gibt es nicht genügend Hinweise, durch die man selbst auf die Lösung kommen könnte. Das Ergebnis ist entsprechend willkürlich. Dafür wird Tatort: Die letzten Menschen von Köln an anderen Stellen umso expliziter, gerade auch zum Ende hin, wenn man sich zu einer Aussage hinreißen lässt. Offensichtlich vertraute man nicht darauf, dass das Publikum zu einem eigenen Schluss kommt. Aber auch mit diesem Manko gehört der neue Teil zu den interessanteren Beiträgen dieses Jahr.

Credits

OT: „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Marcus Weiler
Drehbuch: Eva Zahn, Volker Zahn
Musik: Olaf Didolff
Kamera: Ralph Kaechele
Besetzung: Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Katharina Schüttler, Florian Stetter, Katrin Wichmann, Tinka Fürst, Paul Ahrens, Roland Riebeling, Joe Bausch, Ann-Kathrin Kramer

Bilder

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Tatort: Die letzten Menschen von Köln
fazit
In „Tatort: Die letzten Menschen von Köln“ sucht die Polizei den Mörder eines Berufsschullehrers und landet dabei in einem Prepper-Bunker. Der Film blickt einerseits von außen auf dieses Thema, macht daraus aber auch ein Psychogramm mit Thrillerelementen. Das ist durchaus spannend, selbst wenn das Ende weniger interessant ist.
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