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© SWR/Benoît Linder

Tatort: Innere Angelegenheiten

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„Tatort: Innere Angelegenheiten“ // Deutschland-Start: 19. April 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Eigentlich waren die Menschen in den Freiburger Club gekommen, um ausgelassen feiern zu können. Am Ende ist einer von ihnen tot, erschlagen. Aber von wem? Ramin Taremi (Omid Memar) wird schnell als möglicher Täter identifiziert. Während Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) den Verdächtigen in die Mangel nimmt, in der Hoffnung, dass dieser möglichst bald gesteht, setzt sich Franziska Tobler (Eva Löbau) mit der Rockergang auseinander, zu der auch der Tote gehörte. Doch so richtig kommen die beiden nicht weiter, auch weil das Protokoll der sechs Polizisten und Polizistinnen, die als Erste am Tatort eintrafen, noch immer auf sich warten lässt. Und dann ist da noch die Sache mit der fehlenden Tatwaffe, die Rätsel aufgibt …

Zuletzt durften beim Tatort wieder die alteingesessenen Teams noch einmal ran und zeigen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch Verbrecher jagen kann. Erst verabschiedete sich das Münchner Duo nach 100 gemeinsamen Fällen mit dem Pensionierungszweiteiler Unvergänglich – Teil 1 und Unvergänglich – Teil 2 aus dem Dienst. Anschließend beleuchteten die Kölner in Showtime die Abgründe einer Kindersendung im Fernsehen, reichlich satirische Spitzen auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen inklusive. Nun geht es mal wieder nach Freiburg, wo das deutlich jüngere Team in „Innere Angelegenheiten“ zum 16. bzw. 17. Mal ausrückt, um die Wahrheit herauszufinden. Es ist ein Film, der dazu prädestiniert ist, die unterschiedlichsten Reaktionen beim Publikum auszulösen.

Ein Punkt, an dem sich manche Zuschauer und Zuschauerinnen stören werden: Die Polizei wird hier wieder kritisch beäugt. Das kommt hin und wieder mal in dem Genre vor, was dann regelmäßig für Empörung sorgt. So zeigt „Tatort: Innere Angelegenheiten“ recht offen, dass frei nach dem Motto „einer für alle, alle für einen“ etwas vertuscht werden soll, was jemand aus dem Kreis getan hat. Denn Gesetze gelten primär für die anderen, bei eigenen Verfehlungen sieht man das nicht so eng. Das Thema wurde in den letzten Jahren immer mal wieder aufgegriffen, siehe etwa Dossier 137 oder Polizei. Das Problem ist dabei immer wieder dasselbe: Die Polizei neigt in Stresssituationen zur Gewalt, der Herdentrieb verhindert aber, dass Grenzüberschreitungen geahndet werden können, weil die Loyalität zum Team über der zum Rechtsstaat stehen.

Der andere Punkt, der für wenig Begeisterung sorgen wird: „Tatort: Innere Angelegenheiten“ ist kein sonderlich spannender Film geworfen. Zwar bleibt lange unklar, was genau in dem Club geschehen ist. Da aber der Ablauf und der Titel der Folge bereits viel vorwegnehmen, hält sich der Rätselfaktor in Grenzen. Dafür wird beim 1336. Teil der ARD-Krimireihe geredet ohne Ende. Man braucht da schon sehr viel Geduld, um wirklich bis zum Ende durchzustehen. Und dann wird nicht einmal etwas Substanzielles gesagt. Die Diskussionen drehen sich im Kreis, nichts geht wirklich voran. Es kommt zwar zu Spannungen zwischen den Figuren, gerade auch als klar wird, dass da gemauschelt wird. Tatsächlich packend wird es aber nicht.

Credits

OT: „Tatort: Innere Angelegenheiten“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Robert Thalheim
Drehbuch: Bernd Lange
Musik: Uwe Bossenz, Anton Feist
Kamera: Andreas Schäfauer
Besetzung: Eva Löbau, Hans-Jochen Wagner, Nairi Hadodo, Andreas Anke, Mouataz Alshaltouh, Anna Bardavelidze, Ben Felipe, Lasse Lehmann, Caroline Hellwig, Omid Memar

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Tatort: Innere Angelegenheiten
fazit
In „Tatort: Innere Angelegenheiten“ muss das Freiburger Duo aufklären, wer einen Mann in einem Club erschlagen hat. Das Thema Mauscheleien und Vertuschungen bei der Polizei wird manche aufregen. Ansonsten ist der Film aber wenig spannend und hat am Ende auch nicht sehr viel zu sagen.
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