Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Steve Tanner

Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin

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„Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin“ // Deutschland-Start: 6. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hat der Architekt Josh Harding (Vinzenz Wagner) in New York eine neue Heimat gefunden. Dort will er auch seine Freundin Lisa Kennedy (Annabella Zetsch) heiraten, die an einem Startup arbeitet. Doch jetzt steht mal wieder eine Reise in seine Heimat in Cornwall an, wo noch immer seine Tante Jessica Robbins (Lina Wendel) lebt. Wenn es nach ihm ginge, würde sie ihr altes Haus verkaufen, weil sie sich dieses nach dem Tod ihres Mannes kaum noch leisten kann. Davon will sie aber nichts wissen und baut auf die Hilfe des Kamin- und Heizungsbauers Daniel Ridley (Dietmar Bär). Dessen Tochter Clare (Milena Straube), die als Schornsteinfegerin arbeitet, kennt Josh gut, war in ihrer Jugend in ihn verliebt. Während sie ihn sofort wiedererkennt, steht er jedoch auf dem Schlauch. Doch die eigentliche Prüfung steht ihnen noch bevor …

Mal wieder die falsche Liebe

Seit 1993 wird die Dramareihe Rosamunde Pilcher nach den Geschichten der gleichnamigen Autorin inzwischen ausgestrahlt. Und auch wenn das Urgestein des ZDF Herzkinos inzwischen etwas in Ungnade gefallen ist, zum Synonym für schmalzig-kitschige Schmonzetten geworden ist, werden nach wie vor neue Teile produziert. Dieses Jahr war da Einspruch für die Liebe über einen Anwalt, der sich in eine Kollegin verliebt. Anschließend erzählte Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt davon, wie eine vernachlässigte Ehefrau ihren Seelenpartner findet. Jetzt gibt es erneut Nachschub. Mit Die Glücksbringerin kommt bereits der dritte Film dieses Jahr heraus, es ist der insgesamt 178. Teil der Reihe.

Wenig überraschend hält sich dieser an bewährte Muster. So sehen wir ganz am Anfang, wie Josh und Lisa glücklich miteinander sind. Ein erfahrenes Publikum weiß aber bereits: Das wird nicht so bleiben. Denn fast immer geht es in diesen Filmen darum, dass jemand die Liebe findet, und nicht darum, dass eine alte Liebe bestätigt wird. Und wenn die Hauptfigur bereits in einer Beziehung ist, wird diese später einfach als falsch beschrieben. Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin variiert dieses Motiv ein wenig, indem ausnahmsweise mal der Mann in einer falschen Beziehung steckt. Sonst ist es die Frau, die durch einen neuen Mann erkennen muss, sich bislang unter Wert verkauft zu haben. Es dauert diesmal, vielleicht auch wegen der weiblichen Zielgruppe, sehr lange, bis die Verlobte negativ auffällt. Bei den Männern ist man meist weniger gnädig.

Schön oberflächlich

Dafür gibt es in einem Nebenstrang einen anderen Mann, der ein wenig als Antagonist dient. Dabei geht es um Howard Fraser (Rony Herman), der früher einmal mit Daniel gearbeitet hat, bis die beiden sich im Streit trennten und nun Konkurrenten sind. Man kann Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin also zumindest nicht vorwerfen, nichts zu erzählen zu haben. Tatsächlich weiß man bei dem Film, der von der Kurzgeschichte A Touch of Magic inspiriert wurde, zwischendurch gar nicht mehr so genau, was die Geschichte sein soll. Ein paar der Punkte sind noch einigermaßen interessant, wenn es um die Frage geht, wie weit man etwa gehen darf, um etwas zu retten, das einem wichtig ist.

Dafür ist die Liebesgeschichte wieder fürchterlich geworden. Nicht nur, dass die Darstellung der auseinanderbrechenden Beziehung fragwürdig ist. Der Film gibt sich auch keine Mühe dabei, die neue Beziehung aufzubauen. Warum sich Josh auf einmal in Clare verliebt, wird nie deutlich. Liebe ist hier mal wieder reine Wegwerfware ohne größere Bedeutung. Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin täuscht große Gefühle vor und ist dabei doch maximal oberflächlich. Immerhin ist diese Oberfläche mal wieder schön anzusehen, sowohl im Hinblick auf die Besetzung wie die Settings. Außerdem: Wie oft hat man schon eine Schornsteinfegerin? Wem das reicht, schaut vorbei. Wer hingegen ein ernstzunehmendes Liebesdrama sehen möchte, ist hier falsch.

Credits

OT: „Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Karola Meeder
Drehbuch: Uschi Müller
Vorlage: Rosamunde Pilcher
Musik: Andreas Weidinger
Kamera: Marc Prill
Besetzung: Milena Straube, Vinzenz Wagner, Dietmar Bär, Lina Wendel, Annabella Zetsch, Rony Herman, Iris Ried

Bilder

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Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin
fazit
In „Rosamunde Pilcher: Die Glücksbringerin“ kehrt ein Architekt in seine Heimat zurück und kommt dort einer Schornsteinfegerin näher. Das ist wie immer schön anzusehen, inhaltlich aber schwach. Vor allem die Beliebigkeit von Beziehungen ist mal wieder irritierend.
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