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Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris

„Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris“ // Deutschland-Start: 4. Juni 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Hippolyte (Christian Clavier) kennt keine wirklichen Skrupel, wenn es um die Arbeit bei seinem Schlüsseldienst geht. Der ehemalige Tresorknacker weiß, wie er seinen Kunden und Kundinnen noch den letzten Cent aus dem Portemonnaie holt – selbst, wenn nichts mehr darin ist. Schließlich sind die Leute, die seine Hilfe brauchen, oft verzweifelt. Das gilt besonders für den ehrgeizigen Bauingenieur Stan (Rayane Bensetti), der seinem Chef eine Million Euro Schwarzgeld gestohlen hat und das Geld nun doch lieber wieder zurück in den Safe legen will, nachdem er wider Erwarten doch noch seine Beförderung bekommt. Das ist aber alles nicht so einfach und ehe es sich die beiden Männer versehen, stecken sie in jeder Menge Chaos und Schwierigkeiten …

Nicht wirklich erwähnenswert

Bei kaum einem französischen Schauspieler hat man das Gefühl, dass er so omnipräsent ist wie Christian Clavier. Seitdem er vor etwas mehr als zehn Jahren durch den Überraschungshit Monsieur Claude und seine Töchter seinen zweiten Frühling erlebte, wird er dauernd für weitere Komödien engagiert – selbst, wenn diese nicht sehr erfolgreich sind. So war er vor einigen Wochen als pensionierter Lehrer in Monsieur Robert kennt kein Pardon zu sehen, der sich an seinen früheren Schülern und Schülerinnen rächen will. In Voilà Papa! Der fast perfekte Schwiegersohn schlüpfte er vergangenes Jahr in die Rolle eines Therapeuten, dessen Patient sich in seine Tochter verliebt. Mit Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris meldet sich der Komiker mit einem neuen Werk zurück, das daheim eher wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.

So richtig erwähnenswert ist diese Komödie auch leider nicht. Dabei ist die Grundidee gar nicht so schlecht. Einen ehemaligen Tresorknacker als Schlüsseldienst arbeiten zu lassen, auf einen solchen Einfall muss man erst einmal kommen. Anfangs meint man noch, dass dieses Szenario bedeutet, dass auch wirklich viel in diese Richtung unternommen wird. Doch wer deshalb erwartet, dass hier so richtig schöne Heist-Momente eingearbeitet werden, sieht sich getäuscht. In Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris spielt das alles nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der Film konzentriert sich viel mehr auf die beiden Protagonisten und wie diese bei dem Versuch, ein Verbrechen zu kaschieren, von einem Chaos ins nächste stolpern. Denn natürlich klappt nichts so wie geplant.

Kein Duo auf Augenhöhe

Regisseur und Co-Autor Grégoire Vigneron arbeitet hier mit einigen bewährten Elementen, wenn er zwei Leute zusammenbringt, die sehr unterschiedlich sind, zunächst nicht miteinander können, dann aber doch mit der Zeit zusammenfinden. Das ist nicht originell, kann jedoch durchaus nach wie vor Spaß machen. Dafür braucht es aber im Idealfall markante Figuren und eine Besetzung, die diese Figuren mit Leben ausfüllen kann. Bei Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris ist das nur bedingt der Fall. Clavier tritt durchaus mit Präsenz auf, spielt aber nur eine Variation der Rollen, für die man ihn kennt. Spannend ist das dann weniger. Sein Gegenüber ist sogar komplett blass, Rayane Bensetti spielt neben seinem berühmten Kollegen nur die zweite Geige. Bis zu einem gewissen Grad ist ein Gefälle zwar vertretbar. Wenn man sich aber für eine Figur überhaupt nicht interessiert, dann wird das zum Problem.

Das andere große Problem ist, dass viele Pointen einfach nicht zünden und der Film nicht so witzig ist, wie es nötig gewesen wäre. Die anfänglichen Feilschereien des betrügerischen Schlüsseldiensts etwa sind eher nervig als anregend. Und auch später quält man sich ein wenig durch die konstruierten Turbulenzen. Die späte Besinnlichkeit ist ebenfalls eher gewollt als wirklich erarbeitet. Das heißt dann nicht, dass das Ergebnis richtig schlecht ist. Zwischendurch sind da schon Szenen dabei, die ganz amüsant sind. Letzten Endes ist Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris aber nicht mehr als eine passable Berieselungskomödie, die im Anschluss schnell wieder vergessen ist.

Credits

OT: „Le Million“
Land: Frankreich
Jahr: 2025
Regie: Grégoire Vigneron
Drehbuch: Grégoire Vigneron, Isabelle Jaquet, Julie Ponsonnet
Musik: Sylvain Goldberg
Kamera: Léo Lefèvre
Besetzung: Rayane Bensetti, Christian Clavier

Bilder

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Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris
fazit
In „Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris“ schließen sich ein ehemaliger Tresorknacker und ein Bauingenieur in Nöten zusammen. Die Grundidee war eigentlich ganz vielversprechend. Daraus wurde aber eine nur mäßig unterhaltsame Komödie, die oft eher anstrengend als anregend ist.
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