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Tatort: Unvergänglich – Teil 2

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„Tatort: Unvergänglich – Teil 2“ // Deutschland-Start: 6. April 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Und was nun? So ganz sicher sind sich die ehemaligen Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ja nicht, was sie mit der vielen Freizeit anfangen sollen, nachdem sie pensioniert wurden. Als sie den Anruf von Kara Roth (Lara Feith) erhalten, die in großer Gefahr zu sein scheint, ist das daher ein durchaus willkommener Anlass, sich doch noch nicht ganz aufs Altenteil zurückzuziehen. Zwar sah es so aus, als sei der Fall abgeschlossen, nachdem ihr Bruder Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann) sich in den Tod gestürzt hat. Offensichtlich aber nicht. Dummerweise haben sie als Ex-Polizisten aber keine großen Möglichkeiten, den Fall weiter zu verfolgen, zumal ihr ehemaliger Untergegebener Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer), der jetzt die Mordkommission verantwortet, nichts von der Geschichte wissen will …

Das Leben nach der Pensionierung

Wenn beim Tatort ein Team aufgelöst wird, darf man immer neugierig sein, wie das wohl ausfallen wird. Während beispielsweise das Frankfurter Duo sich in Es grünt so grün, wenn Frankfurts Berge blüh’n mit einem Knall verabschiedete und der Kieler Kollege in Borowski und das Haupt der Medusa in Untersuchungshaft landete, gab es bei anderen Teams keinen wirklichen Abschluss. Es wurden einfach keine weiteren Folgen produziert. Bei Batic und Leitmayr fühlte man sich bei der ARD aber wohl verpflichtet, etwas Richtiges zum Abschied zu bringen. Und so wurde ein Zweiteiler gedreht, der an zwei aufeinanderfolgen Tagen zu Ostern ausgestrahlt wurde. Unvergänglich – Teil 1 handelte von mehreren Fällen, die parallel in den letzten Tagen vor der Pensionierung stattfinden. Der zweite Teil führt diese Geschichte nun nahtlos fort.

Den Vorgänger sollte man dann nach Möglichkeit auch gesehen haben. Zwar wird bei Tatort: Unvergänglich – Teil 2 schon immer mal wieder erklärt, was vorher geschehen ist, sei es im Rahmen von Dialogen oder durch mehrere Flashbacks. Aber natürlich lassen sich anderthalb Stunden nicht in wenigen Zeilen wiedergeben. Dass die Sache nicht ausgestanden ist, war klar, die erste Hälfte endete mit einem Cliffhanger, der einen Böses ahnen ließ. Und tatsächlich wird sich herausstellen, dass das alles komplizierter ist als gedacht. Ein bisschen zumindest. Zu große Erwartungen sollte man an den Kriminalfall nicht haben, dieser ist doch eher simpel gehalten. Das wird dann zwar alles groß aufgezogen mit mehreren konkurrierenden Leuten, von denen einige eben auch zur Gewalt neigen. Sehr viel bleibt von der Geschichte aber nicht zurück. Die meisten dürften relativ bald vergessen haben, worum es hier überhaupt ging.

Zwischen Humor und Fanservice

Das heißt aber nicht, dass der 1334. Teil der Reihe deswegen nichts zu bieten hat. Zum einen sind da die beiden Protagonisten selbst, die sich auf einmal in einer ungewohnten Situation wiederfinden. Was macht man jetzt den lieben langen Tag, wenn man es vorher gewohnt war, Mörder zu jagen? Dass sie nicht von ihrer ehemaligen Arbeit lassen können, ist verständlich. Es dient aber vor allem der Unterhaltung. Prinzipiell hätte man den Fall von Tatort: Unvergänglich – Teil 2 auch während der letzten Arbeitstage spielen lassen können, wie es der erste Teil anfangs suggerierte. Aber man nutze die Gelegenheit, um mit einigem Humor und viel Kompetenzgerangel mit dem Nachfolger, der vorher ihr Untergegebener war, zu hantieren. Nichts davon ist einfallsreich. Unterhaltsam ist es aber schon, wenn die alten Herren sich durchmogeln wollen und das mit den Gesetzen nicht ganz so ernst nehmen.

Anderes ist weniger geglückt. Die Versuche, aus den beiden Senioren in Tatort: Unvergänglich – Teil 2 noch Actionfiguren zu machen, sind eher unfreiwillig komisch geworden. Dass die beiden Protagonisten sich so bockig verhalten, hätte nicht sein müssen. Und an manchen Stellen setzt man ein bisschen sehr auf Fanservice. Bei einer Abschiedsveranstaltung ist das zwar nachvollziehbar, in Erinnerungen schwelgen zu wollen. Aber es ist schon etwas plump geworden. In der Summe ist letzte Auftritt der beiden Urgesteine, die 35 Jahre zu der Krimireihe dazugehörten, aber wirklich nett geworden und ein würdiges Finale. Nächstes Mal geht es in Showtime um den Mord an einem Kameramann.

Credits

OT: „Tatort: Unvergänglich – Teil 2“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Johanna Thalmann, Moritz Binder
Musik: Travis Stewart
Kamera: Michael Schreitel
Besetzung: Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer, Lara Feith, Daniel Noël Fleischmann, Maximilian Schafroth, Max Schmidt, Gerhard Wittmann, Stefan Betz

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Tatort: Unvergänglich – Teil 2
fazit
In „Tatort: Unvergänglich – Teil 2“ jagen die inzwischen pensionierten Kommissare doch wieder einem Mörder hinterher. Das ist auch des Humors wegen ganz unterhaltsam geworden, wenn sich die beiden nicht an Gesetze halten. Der Fall an sich ist jedoch weniger interessant, der Fanservice zudem ein bisschen arg.
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