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Tatort: Unvergänglich – Teil 1

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„Tatort: Unvergänglich – Teil 1“ // Deutschland-Start: 5. April 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Alles hat einmal ein Ende, selbst der Dienst von Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). 35 Jahre lang arbeitete die beiden als Polizisten. Jetzt sind es nur noch vier Tage bis zur Pensionierung. Von einem geruhsamen Abschied kann aber keine Rede sein, als die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche einer Frau in einem städtischen Betriebsraum tief unter dem Münchner St.-Quirin-Platz gefunden wird. Wer ist die Tote? Und wie kam sie dorthin? Zwar drängt Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) darauf, angesichts der nahenden Pensionierung den Fall selbst zu übernehmen. Aber keine Chance, Batic und Leitmayr wollen es noch einmal allen zeigen. Dabei müssen sie bald feststellen, dass das deutlich schwieriger wird als gedacht. Und plötzlich drängt die Zeit richtig, wenn sie vor dem Weggang die Tat geklärt haben wollen …

Abschied zweier Urgesteine

Beim Tatort ist ja irgendwie alles möglich, kaum eine Krimireihe wechselt so oft hin und her wie diese. So wurde es letztes Mal beim Frankfurter Beitrag Fackel sehr emotional, wenn pure Gier zu einem tödlichen Hausbrand führte – da wurde das Persönliche mit dem Gesellschaftlichen verbunden. In Ludwigshafen wurde es dafür sehr kurios, ging es in Sashimi Spezial doch um einen anarchischen Kurierdienst und Drogenverkäufe. Jetzt steht wieder München auf dem Programm. Und das gleich doppelt: Unvergänglich ist einer der seltenen Zweiteiler des ARD-Dauerbrenners. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wird eine Geschichte erzählt, die dadurch notgedrungen größer und komplexer ist, als es bei den regulären 90-Minütern der Fall ist.

Wobei die verdoppelte Laufzeit auch einer anderen Besonderheit geschuldet ist: Der 1333. und 1334. Teil markieren den Abschied des Münchner Duos Batic und Leitmayr, die seit 1991 im Einsatz waren. Wenn in Tatort: Unvergänglich – Teil 1 von 35 Jahren Dienstlaufbahn die Rede ist, gilt das also sowohl für das fiktionale Duo wie auch die beiden Schauspieler dahinter. Dass so ein Abschied emotional ist, versteht sich von selbst. Zumindest die erste Hälfte verzichtet aber auf jedwede Rührseligkeit. Tatsächlich setzt man hier auf eine Mischung aus Humor und Abgründen. Da wird im einen Moment noch gespaßt, gern auch ein wenig auf eigene Kosten, nur damit es danach dann richtig düster wird. Schon der Einstieg, wenn die verkohlte Leiche in den Katakomben Münchens begutachtet wird, sticht hervor. Später werden auch brenzlige Situationen eingebaut, man will es zum Abschied krachen lassen.

Böser Cliffhanger

Ob der Kriminalfall an sich etwas taugt, wird sich erst nach dem zweiten Teil wirklich sagen lassen. Nach der ersten Hälfte scheinen irgendwie mehr Fragen offen zu sein als zu Beginn des Zweiteilers. Das liegt auch daran, dass hier mehrere Stränge miteinander verknüpft werden. So sieht es anfangs danach aus, als wäre Tatort: Unvergänglich – Teil 1 ein regulärer Whodunit-Krimi, wo es einfach nur darum geht, wer denn diese Frau getötet hat – und aus welchem Grund. Später wird ein dubioser Hausmeister unter die Lupe genommen, der offensichtlich das mit den Gesetzen nicht so genau nimmt. Und dann sind da noch Kara Roth (Lara Feith) und Mike Werner (Daniel Noel Fleischmann), die Teil einer tragischen und brutalen Geschichte sind.

Wie das alles zusammenpasst, ist noch nicht ganz ersichtlich, soll es auch gar nicht sein. Schließlich soll das Publikum beim zweiten Teil erneut einschalten und das Finale sehen. Und damit die Motivation noch ein wenig höher ist, geschieht kurz vor dem Abspann etwas, das Übles erwarten lässt für das, was als nächstes geschieht – der klassische Cliffhanger eben. Der Film selbst ist ganz ordentlich geworden. Zuweilen neigt Tatort: Unvergänglich – Teil 1 aber zum Plakativen, manches ist schon ziemlich übertrieben und riskiert, unfreiwillig komisch zu werden. Aber damit lässt sich leben. Zumindest ist die Neugierde groß genug, um sich anschließend noch richtig von den beiden Urgesteinen verabschieden zu wollen.

Credits

OT: „Tatort: Unvergänglich – Teil 1“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Johanna Thalmann, Moritz Binder
Musik: Travis Stewart
Kamera: Michael Schreitel
Besetzung: Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer, Lara Feith, Daniel Noël Fleischmann, Lisa Wagner, Johanna Bittenbinder, Stefan Betz, Eva Karl Faltermeier

Bilder

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Tatort: Unvergänglich – Teil 1
fazit
Kurz vor der Pensionierung müssen sich die beiden Münchner Kommissare in „Tatort: Unvergänglich – Teil 1“ mit einem brandheißen Fall auseinandersetzen – der deutlich größer wird. Der Film kombiniert Humor mit Abgründen, was über weite Strecken gut funktioniert und neugierig macht auf die zweite Hälfte. Manches ist aber plakativ geworden, außerdem lässt sich der zerfledderte Fall noch nicht wirklich beurteilen.
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