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© SR/Manuela Meyer

Tatort: Das Böse in Dir

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„Tatort: Das Böse in Dir“ // Deutschland-Start: 8. Februar 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als der Unternehmer Emil Feidt ermordet aufgefunden wird, führt die Spur nach Hohenweiler. Hauptkommissarin Esther Baumann (Brigitte Urhausen) ist davon wenig begeistert, war dies doch ihr altes Heimatdort, das sie als Teenagerin verlassen hat und an das sie nur ungern zurückerinnert wird. Aber es hilft nichts, gemeinsam mit Leo Hölzer (Vladimir Burlakov), Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Esther Baumann (Brigitte Urhausen) muss sie in dem Fall ermitteln. Dabei kommt schnell der Verdacht auf, dass der Mord mit dem Tod seiner Tochter Becky zusammenhängt, die fünf Jahre zuvor im Fluss ertrunken ist. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch weil das Dorfleben von zwei verfeindeten Familien geprägt ist …

Alle nur Psychos

Mangelnde Ambitionen kann man dem Tatort derzeit eigentlich nicht vorwerfen, da wird schon einiges versucht. Über das Ergebnis kann man sich hingegen streiten. So ging von Gefahrengebiet zwar schon eine gewisse Faszination aus, wenn das Ermittlerduo in einen ganz eigenen Psychotrip erlebt. Tatsächlich spannend war der wirre Survival-Krimi aber nicht. Auch Wenn man nur einen retten könnte überzeugte nicht so wirklich, da das Porträt einer dysfunktionalen Studierendengeneration zu viele Themen auspackte und dabei jeglichen Realismus aus den Augen verlor. Nun steht mit Das Böse in Dir ein Ausflug nach Saarbrücken nach, dessen Team jetzt seinen siebten Fall zu lösen hat. Und wer die vorherigen Filme um das Quartett gesehen hat, weiß bereits, dass das unweigerlich ziemlich kaputt wird.

Das betrifft gerade auch das Team selbst, das selbst die notorisch verkorksten Kollegen und Kolleginnen mühelos überholt. Lange spielte die kaputte bis kriminelle Beziehung zwischen Schürk und seinem brutalen Vater. Aber auch Hölzer trägt das eine oder andere Trauma mit sich herum. Und weil das offensichtlich alles gut ankommt, darf nun auch Baumann zeigen, dass sie ziemlich fertig ist. Dafür wird in Tatort: Das Böse in Dir eine Vorgeschichte aus dem Hut gezaubert, die mal wieder aus dem Nichts kommt. Und damit das dann auch relevant ist, darf ihr tragisches Schicksal durch ein anderes gespiegelt werden. Das ist natürlich konstruiert. Realismus war aber noch nie ein Ziel bei den Saarbrückener Filmen, da ging es um Abgründe, die so tief sind, dass vom Alltag nichts mehr zu sehen ist. Wer mit Psycho-Krimis seine Probleme hat, braucht es hiermit erst gar nicht zu versuchen.

Mehr Atmosphäre als Krimi

Wobei das Hauptthema nicht dieses besagte Trauma ist, sondern Feindschaft und Hass, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, auch wenn niemand wirklich weiß warum. Da geht es ums Prinzip. Tatort: Das Böse in Dir will sich dabei wie schon andere Teile in den letzten Wochen tiefgründig geben, hat aber gar nicht so wahnsinnig viel zu all dem zu sagen. Man setzt eher auf Gefühle und Atmosphäre, will ganz düster sein, wenn die Figuren im Morast versinken. Das funktioniert schon irgendwie, stimmungsvoll ist das wie der Waldausflug in der Woche zuvor durchaus. Später wird es auch spannend, wenn sich die Ereignisse zuspitzen und der Hass zu einer Katastrophe führen könnte.

Getragen wird das von den starken schauspielerischen Leistungen, sowohl innerhalb des Quartetts wie außerhalb. Diesen haben wir den einen oder anderen intensiven Moment zu verdanken. Tatort: Das Böse in Dir steht damit durchaus in der Tradition der vorangegangenen Filme, die ähnliche Stärken und Schwächen hatten. Da der Kriminalfall an sich nicht übermäßig interessant geworden ist, reicht es daher auch beim 1329. Film des ARD-Dauerbrenners nur für Mittelmaß. Wer vor allem gern rätselt, kann sich das eher sparen. Wer aber gern sieht, wie Menschen kaputtgehen oder sich gegenseitig kaputtmachen, kann einmal reinschalten. Als nächstes geht es in Schmerz um Morde im Dortmunder Rotlichtmilieu.

Credits

OT: „Tatort: Das Böse in Dir“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Luzie Loose
Drehbuch: Kim Zimmermann, Daniela Baumgärtl
Musik: Malakoff Kowalski
Kamera: Jan Mayntz
Besetzung: Vladimir Burlakov, Daniel Sträßer, Brigitte Urhausen, Ines Marie Westernströer, Franziska Wulf, Fabian Stumm, Gerhard Liebmann, Valery Tscheplanowa, Carolin Wege, Albert Lichtenstern

Bilder

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Tatort: Das Böse in Dir
fazit
In „Tatort: Das Böse in Dir“ führt der Mord an einem Unternehmer in ein Dorf, das von einem jahrelangen Hass und Zwietracht geprägt ist. Der Film hat schon intensive und stimmungsvolle Momente. Allerdings geht es mehr um Abgründe, weniger den Kriminalfall an sich. Glaubwürdig ist das hier sowieso nicht.
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