Zwei am Zug TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Andrea Küppers

Zwei am Zug

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„Zwei am Zug“ // Deutschland-Start: 17. Mai 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Es ist reiner Zufall, der Sandra (Katharina Wackernagel) und Otis (Rick Okon) zusammengeführt hat, saßen die beiden doch im selben Zug fest. Aus dieser Zufallsbegegnung wird jedoch mehr, als sie sich am nächsten Tag verabreden. So wollen die beiden gemeinsam ein Lauftraining absolvieren. Vor allem aber hören sie einander zu, während sie von ihren jeweiligen Sorgen berichten. So ist Sandra unglücklich in der Ehe mit Christian (Aurel Manthei), mit dem sie eine Kneipe führt. Otis wiederum ist in seine beste Freundin Bill (Jane Chirwa) verliebt. Die zwei versuchen, einander zu helfen und sich durch ihre jeweiligen Krisen zu helfen. Dabei kommen sie sich aber auch mit der Zeit näher, was die Situation noch komplizierter macht …

Gefangen in der falschen Liebe

Normalerweise bringt man das Herzkino mit den zahlreichen fortlaufenden Reihen in Verbindung, ob nun Rosamunde Pilcher, Das Traumschiff oder Frühling. Zwischendurch strahlt das ZDF aber auch immer mal wieder in der sonntäglichen Programmschiene Filme aus, die in sich abgeschlossene Geschichten erzählen und komplett für sich stehen. Dieses Jahr gab es mit Baumgeflüster bislang ein Beispiel. Die Liebeskomödie handelte von einem Forstwirt, der sich unter komplizierten Bedingungen in einen Fotografen verliebt. Mit Zwei am Zug kommt nun ein weiterer solcher Einzeltitel. Und dieser ist noch einmal komplizierter als das eben genannte Beispiel, wenn da gleich in mehreren Beziehungen einiges im Argen liegt und es dringenden Handlungsbedarf gibt.

Wobei das Grundszenario eines ist, das man prinzipiell schon häufiger in dem Segment findet. So ist die Protagonistin – mal wieder – mit dem falschen Mann zusammen, bemerkt das aber erst, als sie – mal wieder – dem richtigen Mann begegnet. Wobei Sandra, im Gegensatz zu so manch anderer Herzkino-Leidensgenossin, schon weiß, dass das so nicht funktioniert. Sie versucht aber weiterhin, ihre wacklige Ehe zu reparieren. Interessanter ist der Parallelstrang von Zwei am Zug, wo auch der Mann in einer unhaltbaren Situation feststeckt. Er ist noch immer in seine beste Freundin verliebt, träumt von einer gemeinsamen Zukunft, während er selbst dieser im Weg steht. Das ist sicherlich nicht sonderlich schlau. Ein bisschen nervt es auch, wie sich da mal wieder alle im Weg stehen. Aber wenn Menschen alles im Griff hätten, würde es ganz viele Filme nicht geben.

Nett anzusehen

Während die beiden Hauptfiguren einen Entwicklungsprozess durchmachen, werden die unterschiedlichsten Themen angesprochen. Manche davon sind gesellschaftlicher Natur, wenn es zwischenzeitlich etwa um Umweltschutz und Ernährung geht, Geschlechterbilder werden ebenfalls mal angesprochen – und sei es, weil Sandra zehn Jahr älter ist als Otis. Insgesamt stehen aber schon die individuellen Charaktere und ihre jeweiligen Beziehungen im Mittelpunkt. Originell ist Zwei am Zug aber dann zwar nicht, aber es gibt doch einiges an Identifikationsfläche, wenn einem manche Elemente aus dem eigenen Leben oder Leuten aus dem Umfeld bekannt vorkommen dürfen. Dass man sich beispielsweise falsche Bilder von anderen oder sich selbst macht, ist kein seltenes Phänomen.

Nennenswerte Erkenntnisse darf man dennoch nicht erwarten, die Ambitionen sind letzten Endes nicht so wirklich groß. Etwas mager fällt außerdem die Romantik aus. Zwar ist es schon nett mitanzusehen, wie die Zufallsbekanntschaft Zeit miteinander verbringt und über die Themen spricht. So richtig viele Funken sprühen dabei aber nicht, das Gefühl einer großen Liebe wird hier nicht vermittelt. Zwei am Zug hätte in der Hinsicht mehr investieren müssen, alternativ konsequent genug sein, das dann auch nicht als Liebe zu verkaufen. Schlecht ist der Film nicht, auch weil die Besetzung gute Arbeit leistet und die Figurenkonstellation komplexer ist als üblich. Aber man muss ihn auch nicht unbedingt gesehen haben.

Credits

OT: „Zwei am Zug“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Constanze Knoche
Drehbuch: Sathyan Ramesh
Musik: David Grabowski
Kamera: Andreas Bergmann
Besetzung: Katharina Wackernagel, Rick Okon, Jane Chirwa, Aurel Manthei, Emilie Neumeister, Anton Spieker

Bilder

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Zwei am Zug
fazit
In „Zwei am Zug“ lernen sich zwei Leute im Zug kennen und wollen einander bei ihren Liebesproblemen helfen. Die Figurenkonstellation ist komplexer als üblich. Tiefgründig wird der Film aber nicht, wenn sich die Leute im Weg stehen und die große Liebe eher behauptet als gefühlt ist.
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