Neuer Wind im Alten Land Miss Altes Land Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Georges Pauly

Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land

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„Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land“ // Deutschland-Start: 26. April 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Das Buxtehuder Möbelhaus steht unter Druck, seit einiger Zeit schon laufen die Geschäfte nicht mehr wirklich. Um den Laden wieder in Schwung zu bringen, veranstaltet Micky Hansen (Jan Sosniok) daher einen Schönheitswettbewerb. Tatsächlich finden sich eine Reihe von Frauen, die daran teilnehmen, darunter auch Mickys Frau Simone (Nina Gnädig), die 30 Jahre zuvor schon einmal einen solchen Wettbewerb gewonnen hat. Beke Rieper (Felicitas Woll) wird damit beauftragt, über diese Veranstaltung zu berichten. Große Lust hat sie aber nicht, für sie ist das alles eine frauenfeindliche Demütigung. Dennoch lässt sie sich breitschlagen und beginnt, hinter die Kulissen zu blicken. Dabei lernt sie auch den jungen Basketballspieler Tom Philipps (Theo Trebs) kennen und fühlt sich schnell zu ihm hingezogen – was die Geschichte mit Tom Philipps (Steve Windolf) noch komplizierter macht …

Eine unprofessionelle Journalistin

Aller guten Dinge sind vier? Zumindest beim ZDF scheint man dieser Ansicht zu sein, wenn es um Neuer Wind im Alten Land geht. Nachdem die ersten beiden Staffeln der im Rahmen des sonntäglichen Herzkinos ausgestrahlten Dramareihe jeweils zwei Folgen umfassten, sind es bei der dritten doppelt so viel. Beim Auftakt Der Wolf ging es, wie der Titel bereits sagt, um einen Wolf, der in der Gegend auftaucht und damit die Bevölkerung spaltet. Mit Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land folgt nun der zweite Film der Staffel. Und wieder versucht sich die deutsche Reihe daran, gesellschaftliche Themen aufzugreifen und durch die Augen der in der Provinz gestrandeten Journalistin aufzuarbeiten.

Dabei ist der Zugang ein anderer. Wo Beke beim letzten Mal zumindest noch eine Balance suchte und sich dem Ideal der journalistischen Neutralität verpflichtet fühlte, kämpft sie hier von Anfang an gegen die Veranstaltung. Moralisch lässt sich das sicher vertreten. Aber es fällt schon auf, wie unprofessionell die Protagonistin in Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land wieder auftritt. Das ist auch deshalb befremdlich, weil die Reihe immer wieder betont, wie toll sie bei ihrer Arbeit sein soll. Wer aus der deutschen Provinz kommt und viele Jahre für die New York Times tätig war, muss schon sehr gut sein. Einen Beweis bleibt die Reihe aber schuldig, sowohl inhaltlich wie sprachlich lässt nichts darauf schließen, dass wir es mit einer ehemaligen Star-Journalistin zu tun haben. Da tut man sich mit dem großspurigen Auftreten keinen Gefallen.

Interessantes Thema

Das Thema selbst ist nicht uninteressant. Schönheitswettbewerbe sind nicht ohne Grund etwas in Ungnade gefallen, wenn Frauen zu Objekten degradiert werden und nicht mehr sein sollen als eine ansprechende Hülle. Könnte eine solche Misswahl aber auch mehr sein, wenn die Teilnehmenden sich dadurch selbst ausdrücken? Zumindest ist die neue Kollegin Zarah Schmidtbauer (Safinaz Sattar) dieser Ansicht. Diese nervte schon beim letzten Mal mit ihrer besserwisserischen Art und trägt dazu bei, dass die Filme anstrengend sind. Wie schon in der Woche zuvor reden die Leute in Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land oft aneinander vorbei, was eine verpasste Chance ist. Immerhin: Beke wird offen dafür kritisiert, dass sie andere Meinungen schwer ertragen kann. Zumindest in der Hinsicht wird sie nicht idealisiert.

Insgesamt ist die Folge besser geworden als die direkte Vorgängerin, was auch an den Figuren liegt. Durch die Leute rund um den Schönheitswettbewerb kommen einige sehr unterschiedliche Menschen hinzu, alle mit eigenen Geschichten. Warum man in Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land aber ein neues Love Interest in Gestalt von Tom einführen musste, wird nicht ganz klar. Schließlich ist die Situation auch so schon kompliziert genug. Anstatt dann mal eine wirkliche Entwicklung voranzutreiben, gibt es hier nur noch mehr Stress. Tiefpunkt ist eine komisch gemeinte Traumsequenz, für die man sich nur fremdschämen kann. Nächstes Mal wird das in Männer & Gedöns noch fortgesetzt.

Credits

OT: „Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Stefanie Sycholt
Drehbuch: Kirsten Peters
Musik: Leonard Petersen
Kamera: Christoph Chassée
Besetzung: Felicitas Woll, Steve Windolf, Hildegard Schroedter, Volker Meyer-Dabisch, Martin Bretschneider, Theo Trebs, Halima Ilter, Anne Roemeth, Michael Rothmann, Jan Sosniok, Nina Gnädig

Bilder

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Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land
fazit
In „Neuer Wind im Alten Land: Miss Altes Land“ soll die ehemalige Starjournalistin über einen Schönheitswettbewerb berichten, was ihr gar nicht passt. Das Thema ist ganz interessant, die Folge ist jedoch recht anstrengend. Das neue Love Interest hätte es auch nicht gebraucht.
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