Neuer Wind im Alten Land Männer & Gedöns Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Georges Pauly

Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns

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„Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns“ // Deutschland-Start: 3. Mai 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Der Sommer ist da – und damit auch das gefürchtete Sommerloch. Und so ist man bei der Altländer Zeitung händeringend auf der Suche nach Geschichten, um damit die Seiten füllen zu können. Beke Rieper (Felicitas Woll) hat dabei eine Idee: Warum nicht mal eine Reportage über Anzeigenportale veröffentlichen? Mit der Verkäuferin Rosie Pötter (Anna König) hat sie auch schon jemanden gefunden, der sich für eine solche Geschichte anbietet – vor allem, als zu den Verkaufserfolgen auch noch eine Internetromanze kommt. Doch Beke hat bald das ungute Gefühl, dass Toni ein falsches Spiel spielt. Dabei hat sie privat selbst amouröse Komplikationen, als sie plötzlich zwischen dem jungen Basketballspieler Tom Philipps (Theo Trebs), Paul Harms (Steve Windolf) und ihrem Exmann David Hofstetter (Martin Bretschneider) steht …

Die Pandemie der Einsamkeit

Und weiter geht es mit Neuer Wind im Alten Land. Zwei Folgen der ZDF-Dramareihe, die im Rahmen des sonntäglichen Herzkinos ausgestrahlt wird, gab es in den letzten Wochen bereits. Der Wolf beschäftigte sich zum Auftakt mit einem emotional aufgeladenen Thema, als ein Wolf in der Gegend auftaucht und damit die Bevölkerung spaltet. Ebenso kontrovers wurde anschließend in Miss Altes Land darum gestritten, ob ein Schönheitswettbewerb für Frauen Selbstausdruck oder Diskriminierung ist. Mit Männer & Gedöns kommt nun der dritte von vier Filmen der aktuellen dritten Staffel der Reihe. Dieses Mal verzichtet man aber auf eine Spaltung, wie sie in den ersten zwei Folgen aufgezeigt wurde. Tatsächliche Kontroversen sucht man vergebens.

Das heißt aber nicht, dass man sich nicht mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt. So wird bald klar, dass da irgendwas mit dem Toni nicht stimmt, welcher Rosi das Herz geklaut hat. Lange darf das Publikum aber rätseln, worum es dabei genau geht. So erweckt Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns den Eindruck, dass es um Betrug im Internet geht. Das eigentliche Thema ist aber eine Pandemie, über die zu wenig gesprochen wird: Einsamkeit. Rosie wird zu einem Beispiel dafür, dass die Menschen heute mit allen verbunden sind und sich dabei doch allein fühlen. Der Film hat dabei nichts zu erzählen, was man nicht schon woanders gehört hat, neue Erkenntnisse gibt es hier nicht. Aber es sind doch ein paar Momente dabei, die einem zu Herzen gehen dürfen.

Nervige Figuren

Zum Ausgleich baute man auch wieder humorvolle Passagen ein. Oder das, was man für humorvoll hielt. Schon beim letzten Mal gab es erste Anzeichen für ein gesteigertes Gefühlschaos, wenn Beke zwischen Tom und Paul steht und zudem David noch mitmischt. Bei Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns wird das fortgesetzt, die Männer dürfen sich hier dann endgültig zum Affen machen, wenn sie alle Besitzansprüche haben. Das soll dann lustig sein, etwa bei der peinlichen Szene im Hotel, wenn sich die erwachsenen Männer wie kleine Kinder aufführen. Ist es aber nicht. Der Film nervt vielmehr mit den plumpen Witzen – und den Figuren selbst, bei denen unklar ist, warum man Zeit mit ihnen verbringen wollte.

Das gilt auch für die Protagonistin. Die ist in der Vergangenheit immer mal wieder durch ihr wenig professionelles Verhalten aufgefallen, weshalb man der Reihe nie abnimmt, dass sie eine so tolle Journalistin sein soll. Hinzu kommen die persönlichen Defizite. Wenn sie sich ständig in das Leben anderer einmischt, dabei ihr eigenes aber nicht auf die Reihe bekommt und sich allen Ernstes über Grenzüberschreitungen anderer aufregt, darf man mindestens mit den Augen rollen. Auf der einen Seite ist es natürlich gut, wenn eine Figur auch ein paar Makel abbekommt. Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns macht sie aber so unsympathisch, dass es wieder zu viel ist. Nächstes Mal geht es in Licht aus! um einen dubiosen Stromausfall.

Credits

OT: „Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Stefanie Sycholt
Drehbuch: Kirsten Peters
Musik: Leonard Petersen
Kamera: Christoph Chassée
Besetzung: Felicitas Woll, Steve Windolf, Hildegard Schroedter, Volker Meyer-Dabisch, Martin Bretschneider, Theo Trebs, Anna König, Anne Roemeth, Michael Rothmann, Barbara Schnitzler, Jonathan Müller

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Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns
fazit
In „Neuer Wind im Alten Land: Männer & Gedöns“ will die Protagonistin eigentlich über Anzeigenportale schreiben und landet dann beim Thema Einsamkeit. Letzteres hat einige emotionale Momente. Die Versuche, komisch zu sein, sind jedoch misslungen. Außerdem nervt die Protagonistin mal wieder.
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