Neuer Wind im Alten Land Licht aus! Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen Herzkino
© ZDF/Georges Pauly

Neuer Wind im Alten Land: Licht aus!

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„Neuer Wind im Alten Land: Licht aus!“ // Deutschland-Start: 10. Mai 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß, als im Alten Land plötzlich der Strom ausfällt. Nichts geht mehr, die Leute haben kein Licht, die Infrastruktur droht zusammenzubrechen. Vollblutjournalistin Beke Rieper (Felicitas Woll) will natürlich herausfinden, was es damit auf sich hat, zumal der Ausfall außergewöhnlich lang ist. Während sie bei Jona Feldhorn (Alessandro Schuster), Azubi bei Hanse-Strom, ein offenes Ohr findet, blocken die anderen dort ab. Niemand will über den Vorfall sprechen, was Beke umso mehr anstachelt. Während sie noch nach der Wahrheit sucht, wird die Ungeduld bei den Menschen größer, Wut und Angst machen sich breit. Die Situation droht, völlig außer Kontrolle zu geraten …

Was vom Menschen übrigblieb

Alles hat einmal ein Ende, auch die aktuelle dritte Staffel von Neuer Wind im Alten Land. Diese fiel dadurch auf, dass eine Reihe gesellschaftlicher Themen aufgenommen wurde. So handelte die erste Folge Der Wolf davon, dass ein solches Tier in der Gegend auftaucht, was zu sehr emotionalen Reaktionen und einer gespaltenen Bevölkerung führt. Danach musste sich die Protagonistin in Miss Altes Land mit einem Schönheitswettbewerb auseinandersetzen sowie der Frage, ob ein solcher immer frauenfeindlich ist. Männer & Gedöns wiederum handelte von Einsamkeit und wie diese sich trotz ständiger Vernetzungen immer mehr ausbreitet. Mit Licht aus! kommt nun die vierte und letzte Episode der besagten Staffel. Und wieder hat man sich einiges vorgenommen.

Genauer sind es zwei Themen, welche der neueste Film der im Herzkino ausgestrahlten Dramareihe anspricht. Zum einen führt einem dieser vor Augen, was geschieht, wenn auf einmal nichts mehr geht. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Leben der Menschen, sondern auch auf das Verhalten derselben. Neuer Wind im Alten Land: Licht aus! demonstriert eine Wahrheit, die viele Endzeitfilme bereits gezeigt haben: Wenn die Not mal da ist, kämpfen die meisten dann doch nur für sich. Erinnerungen etwa an die Corona-Pandemie werden wach, wo auf einmal die Ellbogen ausgefahren wurden und Solidarität zur Fußnote verkam. Wobei man sich hier noch ziemlich zurückhält, da eskaliert nichts. Mehr als eine Andeutung ist das nicht.

Gut gemeint, schlecht gemacht

Das wichtigere Thema, zumindest aus Sicht des Drehbuchteams, ist die Abhängigkeit von Strom und Energie. Neuer Wind im Alten Land: Licht aus! versucht sich ein wenig als ökologische Mahnung, ist dabei aber nicht wirklich überzeugend. Schließlich ist die Stromerzeugung eines der geringeren Probleme, wenn es um Umwelt geht, dem massiven Ausbau von erneuerbaren Energien sei Dank. Wenn an einer Stelle als Gegenargument tatsächlich gesagt wird, dass Windräder hässlich sind, ist mal wieder Augenrollen angesagt. Nicht, dass der Rest des Films überzeugender wäre. Plausibel ist das hier alles nicht, immer wieder ergeben Sachen keinen Sinn oder verhalten sich Figuren idiotisch. Die obligatorische Abschlussmeldung von Beke kommt auch aus dem Nichts, da sie sich vorher überhaupt nicht mit den Themen beschäftigt hat.

Das ist schade, weil der Inhalt eigentlich wichtig ist und es verdient hätte, dass sich ein Fernsehfilm wirklich damit auseinandersetzt. In der Form ist das aber zu wenig, das Fazit nicht überzeugend. Dass Neuer Wind im Alten Land: Licht aus! inhaltlich nicht sehr weit kommt, liegt aber auch daran, dass mal wieder Zeit für andere Sachen verschwendet wird. So ist da mal wieder der Konkurrenzkampf von Paul Harms (Steve Windolf) und Bekes Exmann David Hofstetter (Martin Bretschneider), der sich jetzt schon durch mehrere Folgen durchzieht. Die Schwester und ihr Techtelmechtel kommt ebenso vor wie andere Beziehungsgeschichten. Dass der Film kein reiner Thesenfilm sein will, sondern auch etwas über die Menschen sagen möchte, ist zwar prinzipiell zu begrüßen. Wenn das Ergebnis aber so ist wie hier, zwischen albern und langweilig schwankt, ist niemandem geholfen.

Credits

OT: „Neuer Wind im Alten Land: Licht aus!“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Dirk Pientka
Drehbuch: Kirsten Peters, Ulrike Zinke
Musik: Leonard Petersen
Kamera: Andreas Tams
Besetzung: Felicitas Woll, Steve Windolf, Hildegard Schroedter, Volker Meyer-Dabisch, Martin Bretschneider, Anne Roemeth, Michael Rothmann, Alessandro Schuster

Bilder

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Neuer Wind im Alten Land: Licht aus!
fazit
In „Neuer Wind im Alten Land: Licht aus!“ fällt der Strom aus, was zu Debatten und Streitigkeiten führt. Die Themen sind wichtig, werden hier aber zu wenig in die Tiefe verfolgt. Der Film ist oft wenig plausibel und hält sich zudem mit irgendwelchen Beziehungsgeschichten unnötig auf.
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